Thrombose im Knie - Ursache, Symptome, Therapie

Thrombose im Knie bzw. Kniekehle – Ursache, Therapie, Folgen

Thrombose im Knie - Ursache, Symptome, TherapieEine Thrombose bezeichnet die Bildung eines Blutgerinnsels aufgrund eines Blutgefäßverschluss. In der Regel enstehen diese Thrombosen nicht im Knie beziehungsweise in der Kniekehle selbst, sonder im Bereich der Wadenmuskulatur, also in den kleinen Beinvenen. Dort wandern sie in die tiefen Venen der Wadenmuskulatur und dann gegebenfalls bis hoch ins Knie. Eine Thrombose ist immer behandlungsbedürftig und kann lebensbedrohliche Folgen nach sich ziehen, wobei sowohl das rechte als auch das linke Knie betroffen sein kann.

Anzeichen und Symptome einer Thrombose im Knie

Es ist gar nicht so einfach, eine Thrombose im Knie zu erkennen. Meist strahlt ein ziehender Schmerz über die Beine hoch ins Knie, häufig in die Kniekehle. Dazu schwillt das betroffene Areal an, fühlt sich aufgebläht und prall an. Häufig klagen Patienten auch über krampfartige Schmerzen, die auch in der Ruheposition nicht abklingen. Häufig wirkt sich das Hochlagern der Beine lindernd aus und die Schmerzen lassen nach.

Ursache für eine Thrombose im Knie können Hormon sein, die etwa über die Anti-Baby-Pille von außen zugeführt werden. Aber auch Gewohnheiten wie regelmäßiger Alkoholkonsum und vor allem das Rauchen können die Bildung von Blutgerinnsel begünstigen. Auch kann eine lange Ruhigstellung der Beine und eine damit einhergehende Verringerung des Blutstroms ursächlich für eine Thrombose sein. Zuletzt sind nicht selten auch Veränderungen an der Gefäßoberfläche durch Verletzungen oder Ablagerungen dafür verantwortlich, dass sich das Blutgefäß schneller verschließt. Besonders hoch ist übrigens das Risiko für eine Thrombose bei schwangeren Frauen. Krebserkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie chronische Fettleibigkeit und Flüssigkeitsmangel zählen auch zu den häufigeren Ursachen.

Therapie und Behandlung

Bei jeder Thrombose Therapie gilt es zunächst, das Worst-Case-Szenario, nämlich die Gefahr einer Lungenembolie und eines Schlaganfalls, zu bannen. Dazu wird ein Gerinnungshemmer wie Heparin meist direkt in die Vene injiziert. Auch eine operative Entfernung des Thrombus kann angezeigt sein. Es gilt dabei, den Thrombus am Wachsen zu hindern und ihn nicht über die Blutbahn in Richtung Lunge oder Gehirn wandern zu lassen. Verursacht er dort einen Gefäßverschluss, hat dies schnell lebensbedrohliche Folgen.

Nach einer erfolgreichen Ersttherapie ist häufig die Gabe eines Blutverdünners angezeigt, um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Thrombose zu verringern.

Folgen und Gefahren

Leider ist die Gefahr, erneut an einer Thrombose im Knie beziehungsweise im Bein zu erkranken, vergleichsweise hoch. Mehr als jeder vierte Thrombose-Patient erleidet innerhalb von 10 Jahren erneut an einem Blutgerinnsel. Die Bildung von Krampfadern, Wassereinlagerungen sowie eine chronische Venenschwäche sind häufige Folgen. Entzündet sich ein Thrombus durch die Besiedelung von Bakterien oder anderen Mikroorganismen, ist eine Blutvergiftung (Sepsis) nicht auszuschließen. Mit der Hilfe von Ultraschall und dem Abtasten der Venen versuchen Ärzte die Beinvenen in regelmäßigen Abständen zu untersuchen, um eine drohende Lungenembolie frühzeitig zu unterbinden. Regelmäßige Arztbesuche sind dafür obligatorisch. Häufig können auch Kniestrümpfe (Thrombosestrümpfe) dabei helfen, Schmerzen an den geschwollenen Beinen zu reduzieren.

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