Gicht im Kniegelenk

Gicht im Knie – Symptome, Definition, Therapie

Gicht im KniegelenkGicht ist eine überaus schmerzhafte Purin-Stoffwechselerkrankung, die sowohl den Gelenken und Knochen sowie den Nieren in Schüben zusetzt. Gerade an Gelenken wie dem Kniegelenk lagern sich Kristalle (Urat=Harnsäurekristalle) ab was zur Knochenschädigung und Knorpelveränderungen im Knie führt. Obowohl eine Gicht im Knie mit teils starken Schmerzen verbunden ist, so erscheint die sukzessive Schädigung der Nieren bis hin zur lebensbedrohlichen Niereninsuffizienz als das größere Problem.

Defintion, Symptome und erste Anzeichen einer Gicht im Knie

Typischerweise geht mit einem Gicht-Schub (Sonderform der Arthritis urica) eine deutlich sichtbare Schwellung sowie Rötung des Knies einher. Die Schmerzen sind häufig kaum auszuhalten – insbesondere wenn das Knie bewegt wird oder man es von außen berührt. Viele Patienten bezeichnen zudem ihr Knie als heiß – als würde das Knie von innen Hitze ausstrahlen. Das Wärmeempfinden wird durch die Entzündung im Kniegelenk erzeugt. Neben den Problemen, die von der Gicht lokal am Knie selbst hervorgerufen werden, plagen sich Patienten häufig mit hohem Fieber sowie Kopfschmerzen.

Prinzipiell sollten Sie bei den ersten Anzeichen einer Gicht im Knie oder an anderen Gelenken sofort einen Arzt aufsuchen. Denn Hausmittel bieten bei Gicht im Knie bestenfalls kurzfristig Hilfe in Form einer Schmerzminderung.

Die häufigsten Anzeichen und Symptome für Gicht im Knie sind:

  • Berührungsempfindlichkeit der Knie
  • Schmerzen beim Laufen, Joggen und Rennen im Knie
  • Gerötete Haut am Gelenk welche auf eine Entzündung hinweist
  • Schmerzen kommen schnell – häufig über Nacht
  • Übelkeit, Fieber, Kopfschmerzen
  • Bildung sogenannter Gichtknoten am Kniegelenk

Die Ursachen für ‚Knie-Gicht‘ liegen in einer Nierenfunktionsstörung, was zum Beispiel zu einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut führt (Hyperurikämie). Das bedeutet also, dass die Ursachen für Gicht im Knie genetischer Natur sind und vererbt werden – eine schlechte Ernährung oder zu viel Sport steht in keinem direkten Zusammenhang mit Gichtanfällen im Knie.

Tritt eine Minderung des Schmerzes ein, so sollte das Kniegelenk gezielt bewegt werden. Ansonsten ist ein Verkrampfen der Knie wahrscheinlich.

Therapie und Behandlungsformen von Gicht im Kniegelenk

Schonung und Ruhe für das Knie stehen nun ganz oben in der Tagesordnung. Häufige ist es hilfreich, die Knie hoch zu lagern. Patienten legen sich also auf den Rücken und unterbauen das betroffene Knie samt Unterschenkel mit Kissen oder Polsterungen. Gegen die Schmerzen helfen bei Gicht im Knie Tabletten und temporär kühlende Tücher.



Darüber hinaus hilft es, basisches Wasser (ca. 2 Liter) zu trinken, um eine Entsäuerung des Körpers zu begünstigen. Keinesfalls sollten Sie Alkohol in dieser Zeit zu sich nehmen!

Folgen und Ausblick für Patienten mit Gicht im Knie

Leider gibt es bislang keine Möglichkeit, den nächsten Gicht Schub, der womöglich erneut das Knie befällt, zu verhindern. Allgemein sollte versucht werden, den Körper langfristig zu entsäuern. Dabei helfen Ärzte sowie Ernährungswissenschaftler. Leider tritt bei vielen Patienten die Gicht im Knie chronisch auf. Doch durch eine Entsäuerung über eine gezielte Ernährungsweise lassen sich die Zeitabstände von Gichtanfall zu Gichtanfall deutlich verlängern.

Bleibt eine Gicht im Knie unbehandelt, werden die Abstände zwischen den Schüben kürzer, die Schmerzen tendenziell stärker und es tritt eine Deformation der Gelenke und Knochen ein, die je nach Ausprägungsstärke bis zur Bewegungsunfähigkeit führen kann.

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