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CBD – Nutzen, Anwendung, Behandlungserfolge

Wie wirkt sich CBD auf die Gesundheit aus?


Das CBD ist bereits seit Jahrtausenden von Jahren im Einsatz, was die Gesundheit angeht. schon 489 Bestandteile der Hanfpflanze konnte man bestimmen inzwischen und die Cannabidiole sind die beliebtesten. Da es keinerlei psychoaktive Wirkstoffe hat, gilt es als gut verträgliches, pflanzliches Mittel bei vielerlei Beschwerden. Dazu hat es eine antiseptische, antischizophrene und antiepileptische Wirkung sowie dämpfende Eigenschaften.

Vorteile des Cannabidiols

Dieser nicht psychoaktive Wirkstoff hat entzündungshemmende Eigenschaften auf die Gesundheit. Er wird somit bei unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen eingesetzt, die Entzündungen beinhalten. Das ist beispielsweise der Einsatz bei chronischen Schmerzen. Auch bei Akutschmerzen bringt das Cannabidiol Vorteile. Die Hanfpflanze interagiert hier mit dem Immunsystem und mit den Hirnrezeptoren und das stillt die Schmerzen.

Entzündungshemmung

Die Cannabidiole dürfen auch gegen chronische Schmerzen bei Kindern eingesetzt werden. Wer CBD für Kinder anwendet, kann dadurch die Anfälle erheblich reduzieren. Auch bei Haustieren können Entzündungen in allen Bereichen des Körpers hervorragend mit Cannabidiol behandelt werden. Es hat eine natürliche entzündungshemmende Wirkung. Auch Entzündungen in Muskeln können so umgekehrt werden.

Regelschmerzen natürlich behandeln

Auch bei Regelschmerzen hilft das CBD und lindert allgemeine Menstruationsbeschwerden. Durch die entzündungshemmende und gleichzeitig auch muskelrelaxierende Wirkung hilft, dass weniger Schmerzen bei der Regel auftreten.

Die Muskeln werden auf natürliche Art und Weise entspannt. Auch allgemeine Symptome, die während der Menstruation auftreten, können gemildert werden. Die Beckenregion wird durch die Cannabinoid Rezeptoren aktiviert (Eierstöcke, Gebärmutter und Gebärmutterhals).

Hilfe bei Anfallsleiden

Auch bei anderen neuropsychiatrischen Störungen oder Epilepsie kann Cannabidiol erfolgreich eingesetzt werden. Gerade was die Intensität und die Häufigkeit der Anfälle angeht, werden diese verringert.

Laut neuesten Studien haben Patienten mit Epilepsie und anderen Anfällen oftmals Erfolge mit der Einnahme von Cannabidiol. Auch psychiatrische Erkrankungen, neuronale Verletzungen oder Neurodegenerationen können mit Cannabidiol behandelt werden.

Natürliche Hilfe bei Akne

Bei der Akne gibt es grundsätzlich eine Überproduktion von Talg, der dann wiederum das Follikel verstopft. Dadurch werden Mitesser und Pickel verursacht. Meist geht eine intensive Akne auch einher mit einem geringen Selbstwertgefühl, weil die Betroffenen sehr darunter leiden. Hier kann Cannabidiol helfen, die Überproduktion des Talges zu reduzieren. Dadurch wird die allgemeine Ölproduktion der Haut begrenzt und die Akne kann kontrolliert werden.

Positive Effekte bei der Krebsbehandlung

Das Cannabidiol hat zudem etliche Antikrebs-Eigenschaften. Es kann die Krebszellen minimieren und den Tod der kranken Zellen beschleunigen. So können sogar große Tumore mit diesem pflanzlichen Heilmittel schrumpfen und die Symptome des Krebses werden minimiert. Jedoch ist hier die Betreuung durch einen erfahrenen Therapeuten natürlich wichtig, was die Dosierung und den genauen Einsatz des Cannabidiols angeht.

Angstlösende Wirkung

Gerade wer unter Ängsten leidet, wird die positiven Wirkungen des Cannabidiols schätzen. Es hat eine angstlösende Wirkung und kann gerade bei der Behandlung von leichteren Angststörungen eingesetzt werden. Nachteilige Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten, da es keinerlei psychoaktive Wirkstoffe hat. Es hilft bei der Freisetzung von Serotonin und somit kann es auch bei Depressionen positive Effekte zeigen.

Schlaffördernde Eigenschaften

Neben den vielen anderen positiven Eigenschaften, hat das Cannabidiol auch bei Schlafproblemen seine Berechtigung. Egal ob Einschlafprobleme der Durchschlafprobleme: Die Hanfpflanze kann zur Entspannung bei chronischen oder aktuellen Schlafproblemen helfen. Ohne jegliche Nebenwirkungen verhilft sie zu besserem Einschlafen bzw. Durchschlafen. Die Entspannungsphase im Schlaf wird verbessert und das ohne die üblichen „Überhangsymptome“ bei Schlafmitteln.



Viele positive Eigenschaften nutzen

Wer die Cannabidiole positiv für sich und seine Gesundheit nutzen möchte, wird viele Vorzüge dieser Pflanze erkennen. Sie eignet sich hervorragend als Heilmittel bei vielerlei Beschwerden. Sehr gut auf den Punkt gebracht ist auch der Artikel der Süddeutschen Zeitung, der den aktuellen Status von CBD von allen Seiten beleuchtet.

Worauf Sie beim Kauf von CBD achten sollten, erfahren Sie hier.

Rechtsschutz Ärzte

Ärzte Rechtsschutz

Ärzte und das Thema Rechtsschutz

Mediziner und Ärzte haben in ihrem Beruf eine besondere Verantwortung und dementsprechende Privilegien. Das spiegelt sich auch in den Leistungen für eine Rechtsschutzversicherung für Ärzte wieder. Im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen muss die Rechtsschutzversicherung für Ärzte daher besonders genau auf die jeweilige Tätigkeit des Arztes abgestimmt werden. Was sollte man in diesem Zusammenhang beachten?

Hohes Konfliktpotential

Rechtsschutz ÄrzteÄrzte gehen innerhalb ihrer Tätigkeit eine Vielzahl von Vertrags- und Rechtsverhältnissen ein. Aus diesem Grund sollte ein besonderer Fokus auf der Rechtsschutzversicherung liegen. Häufig kommt es zwischen Ärzten und folgenden Akteuren zu Konflikten:

– Kassenärztliche Vereinigungen
– Krankenhäuser
– Krankenkassen
– Lieferanten
– Patienten
– Praxispersonal
– Vermieter der Praxisräume

Aufgrund der Vielzahl von Akteuren besteht bei Ärzten ein stark erhöhtes Risiko für juristische Konflikte. Je nach Beschäftigungsverhältnis und genauer Tätigkeit sollte man den Rechtsschutz daher optimal auf die Erfordernisse anpassen.

Angestellte Ärzte

Wer als Arzt in einem Angestelltenverhältnis tätig ist, profitiert in der Regel davon, dass der Arbeitgeber für etwaige Rechtsstreitigkeiten verantwortlich ist. Der Bereich Arbeitsrechtsschutz sollte für angestellte Ärzte daher im Mittelpunkt stehen. Weiterhin sollte man darauf achten, dass der Versicherungsschutz flexibel an sich verändernde Umstände anpassbar ist. Angestellte Ärzte und Ärztinnen können durchaus auch andere Tätigkeiten (Notarzt, Gutachter o.ä) vorübergehend übernehmen oder andere Ärzte vertreten. Solche Veränderungen sollte eine Rechtsschutzversicherung in jedem Fall berücksichtigen.

Niedergelassene Ärzte

Im Gegensatz zu angestellten Ärzten benötigen niedergelassene Ärzte zudem eine Rechtsschutzversicherung, welche auch die unternehmerischen Aspekte der ärztlichen Tätigkeit berücksichtigt. Sehr häufig kommt es bei niedergelassenen Ärzten beispielsweise zu Abrechnungsstreitigkeiten mit Patienten. Für solche Fälle sollte eine Praxis-Vertrags-Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden. Weiterhin bekommt der Sozial-Rechtsschutz bei niedergelassenen Ärzten zum tragen, wenn es zu juristischen Auseinandersetzungen mit Krankenkassen etc. kommt.

Chefärzte

Innerhalb des Arztberufs nehmen Chefärzte eine besondere Rolle ein. Aufgrund ihrer gehobenen Position kommt ihnen meist eine besondere Verantwortung zu. Das erfordert wiederum einen hohen Anspruch an die Rechtsschutzversicherung. Bei einem Rechtsstreit steht hier für die betroffenen Ärzte einiges auf dem Spiel, da sie meist sehr schwierige Fälle behandeln müssen, bei denen es leider nicht selten auch zu schweren Fehlern kommen kann. Alleine im Jahr 2016 wurden in Deutschland offiziell 2.198 Behandlungsfehler offiziell vermerkt.

Flexibler Baustein Rechtsschutz

Um möglichst optimal an die Erfordernisse der jeweiligen Tätigkeit angepasst zu sein, kann man bei vielen Rechtsschutzversicherungen für Ärzte die genaue Gestaltung des Versicherungsumfangs flexibel auswählen. Bei der Auswahl der passenden Versicherung sollte man neben dem reinen Kostenaspekt also vor allem auf die angebotenen Leistungen achten. Es ist ratsam verschiedene Anbieter für Rechtsschutzversicherungen untereinander zu vergleichen. Unter folgendem Link erhält man nähere Informationen zum Thema Rechtsschutzversicherung für Ärzte.

Arbeitsrechtliche Differenzen welche juristisch ausgetragen werden sind im Beruf des Arztes keine Seltenheit. Im Gegenteil: die Gesetze und Verordnungen werden von Jahr zu Jahr komplizierter und erhöhen die rechtlichen Risiken für Ärzte oft. Um die Risiken eines Rechtsstreits weitestgehend zu minimieren, sollte der Ärzterechtsschutz daher mit besonderer Sorgfalt ausgewählt werden.

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Stilvolle Bestattung

Stilvolles Abschiednehmen – Bestattungsmöglichkeiten in Deutschland

Stilvolle BestattungEin Todesfall in der Familie ist für die Hinterbliebenen ein schwerer Schicksalsschlag. Nach dem Tod des geliebten Menschen bleibt die Frage nach der Art der Bestattung. Gab es noch Gelegenheit mit dem Verstorbenen über dessen Wünsche zu reden, sollten diese respektiert werden. In Deutschland herrscht der sogenannte Friedhofszwang. So muss ein Großteil der sterblichen Überreste auf einem Friedhof zur Ruhe kommen. Es ist also nicht möglich, etwa im eigenen Garten beerdigt zu werden. Trotzdem gibt es mittlerweile viele Bestattungsarten, welche infrage kommen und auch recht außergewöhnlich erscheinen.

Die Erdbestattung

Hierbei wird der Verstorbene in einem Sarg auf einem Friedhof beerdigt. Sie haben die Auswahl zwischen der normalen und der anonymen Erdbestattung. Im Normalfall wird das Grab mit einem Grabstein oder Kreuz gekennzeichnet. Anonyme Grabstellen sind auf freien Flächen auf dem Friedhof nicht gekennzeichnet. Beachten Sie hierbei, dass Angehörige bei der Grablegung nicht anwesend sein dürfen. Die genaue Ruhestätte bleibt unbekannt.

Die Feuerbestattung

In diesem Fall wird der Leichnam in einem Krematorium eingeäschert. Anschließend findet er in einer Urne seine letzte Ruhe. Auch hier besteht die Möglichkeit das Grab mittels Grabstein zu markieren oder es anonym zu halten. Die Trauerfeiern können vor oder nach der Kremierung stattfinden.

Die Naturbestattung

Hatte der Verstorbene eine enge Bindung zur Natur? So könnte er seine letzte Ruhe auch zwischen den Wurzeln eines Baumes finden. Baumbestattungen sind eine Alternative zum Friedhof. Hier wird der Tote zunächst eingeäschert und in einer Urne, am Fuße eines Baumes beigesetzt. Dieser Baum befindet sich in einem Wald, welcher als Friedhofsfläche freigegeben wurde. Hierzu müssen Sie lediglich eine biologisch vollständig abbaubare Urne kaufen. Die Grabstelle wird mittels einer Platte am Baum gekennzeichnet. Diese kann auf Wunsch persönliche Daten enthalten, ähnlich dem klassischen Grabstein.
Naturbestattungen schließen ebenfalls die Seebestattung mit ein. Ein maritimer Berufsbezug wird heutzutage nicht mehr verlangt. Es bleibt die Wahl zwischen Nord- oder Ostsee. Hier wird die Asche in einer wasserlöslichen Urne, von einem Schiff aus, beigesetzt. An der Zeremonie können bis zu 50 Trauernde teilnehmen. Spezielle Bestattungsinstitute und Reedereien stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Seite.

Spezielle Möglichkeiten.

Alternative Möglichkeiten, zu den oben genannten gibt es einige. Bei einer Körperspende wird der Körper einem wissenschaftlichen Institut zur Verfügung gestellt. Dieses verwendet ihn zu Forschungszwecken. Anschließend erfolgt eine Beisetzung im Rahmen einer Feuerbestattung. Die Körperspende sollte allerdings zu Lebzeiten besprochen werden, da es sich um keine herkömmliche Bestattungsart handelt.
In jüngster Vergangenheit wurde die Möglichkeit der sogenannten Diamantbestattung entwickelt. Hierbei werden etwa 100 Gramm der Kremationsasche in einen Diamanten umgewandelt. In einem aufwendigen Prozess wird Kohlenstoff extrahiert und unter hohem Druck und Hitze zu einem Diamanten veredelt. Die übrige Asche muss auf einem Friedhof beigesetzt werden. Durch den Diamanten erhalten Sie ein dauerhaftes Andenken, welches sie immer bei sich tragen können.

Andere Länder, andere Sitten.

Aufgrund des Friedhofzwangs ist es in Deutschland nicht gestattet, die Asche oder andere Überreste zu Hause aufzubewahren. Die in Frankreich erlaubte Luftbestattung ist bei uns ebenso verboten, wie die Weltraumbestattung. Diese wird in den USA und in Russland tatsächlich angeboten.

Sprechen Sie über Ihre letzten Wünsche.

Auch wenn es sich um ein schwieriges Thema handelt, sollten die verschiedenen Möglichkeiten noch zu Lebzeiten besprochen werden. So finden können Angehörige Trost darin finden, dem letzten Wunsch des Verstorbenen entsprochen zu haben.

Ein gesunder Arbeitsplatz ist wichtig

So schaffen Sie einen gesunden Arbeitsplatz

Wussten Sie, dass Erwachsene im Schnitt nur im Bett mehr Zeit in Ihrem Leben verbringen als auf dem Arbeitsplatz? Für rund 70% aller Berufstätigen besteht der Arbeitsplatz ausschließlich oder überwiegend aus einem Sitzplatz am Schreibtisch, der mit einem PC ausgestattet ist. Kein Wunder also, dass die dort vorzufindenden Arbeitsbedingungen massiven Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen können.

Ein gesunder Arbeitsplatz beugt diesen Beschwerden vor

Ein gesunder Arbeitsplatz ist wichtigZu den gängigsten Beschwerden eines jeden Berufstätigen, der seine Arbeitszeit größtenteils in sitzender Position verbringt, gehören Rückenschmerzen sowie Verspannungen im Nackenbereich. Auch Kopfschmerzen, Migräneanfälle, Schwindel und Sehbeeinträchtigungen können durch das stundenlange Betrachten des Computerbildschirms entstehen. Wer körperlich in seiner Arbeitszeit nicht gefordert wird, und dieses Versäumnis in seiner Freizeit nicht nachholt, kann aufgrund einer Unterentwicklung der Skelettmuskulatur zu Gelenkproblemen und Sehnen- sowie Bänderverletzungen neigen.

Auf psychischer Ebene können durch chronische Überforderung und andauerndem Stress Burnout-Syndrome entstehen, während sich generelle berufliche Unzufriedenheit häufig in Depressionen manifestiert.



Um den körperlichen wie seelischen Verletzungen durch den beruflichen Alltag entgegenzuwirken haben sich einige Tipps bewährt, die wir Ihnen nun näher bringen werden.

Tipps zur Gestaltung des Arbeitsplatzes

Die richtige Sitzposition ist eines der entscheidenden Kriterien, wenn es darum geht, Knochen- und Gelenkschäden dauerhaft abzuwehren und gleichzeitig die eigenen Muskeln zu entlasten. Um sich seinen Arbeitsplatz unter diesem Gesundheitsaspekt optimal einzurichten, sollten Sie diese Punkte beachten:

  • Die Sitzhöhe – Stellen Sie Ihren Stuhl so ein, dass die Füße plan auf dem Boden platziert werden können und die Kniekehle im 90° Winkel befindet. So wird die Hüftregion entlastet und das Gewicht der Beine wird gleichmäßig auf beiden Füßen verlagert.
  • Die Haltung des Rückens – Die Wirbelsäule wird beim Sitzen auf die Dauer enorm beansprucht, sofern die Haltung nicht optimal ist. Sorgen Sie dafür, dass Sie einen Stuhel haben, der über eine ergonomisch Rückenlehne verfügt. Sollen Sie derzeit keinen an Ihrem Arbeitsplatz haben, so nehmen Sie ein Kissen mit zu Arbeit, und platzieren dies im Lendenwirbelbereich wischen sich un der Stuhllehne. Dies trägt zur Entlastung der Wirbelsäule bei. Desweiteren wird die Rückenmuskulatur indirekt durch ein minimales aber konsistentes Kontrahieren der Bauchmuskulatur in ihrer Stützfunktion unterstützt.
  • Der richtige Schreibtisch – Ihr Schreibtisch sollte über höhenverstellbare Füße verfügen, die exakt an Ihre Bedürfnisse angepasst werden können. Optimal ist es, wenn sich Ihre Unterarme beim Tippen auf der Computertastatur in waagerechter Position befinden. Stellen Sie die Höhe des Schreibtisches entsprechend ein.
  • Auszeiten sorgen für Entlastung – Gönnen Sie sich alle 60 bis 90 Minuten eine fünf bis zehnminütige Auszeit, in der Sie den Blick in die Ferne richten und eine Kleinigkeit essen und unbedingt etwas trinken. Dies sorgt dafür, dass Sie Ihre Augen und letztlich auch Ihr Gehirn schonen, da der Blick in die Ferne die Ziliarmuskeln im Auge entlastet. Die Folge davon ist, dass Sie weniger anfällige für Kopfschmerzen werden. Ideal wäre es, wenn es Ihnen möglich ist, in diesen kurzen Pausen an die frische Luft zu gehen. Denn Sauerstoff wirkt belebend und kann ebenfalls beginnende Kofpschmerzen verdrängen.
  • Trinken Sie genügend – Mediziner empfehlen für einen erwachsenen Menschen bei durchschnittlicher Größe und Gewicht rund 3 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Denn ohne ausreichend Flüssigkeit vermindert sich die körperliche Leistungsfähigkeit enorm. Übrigen: Verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke, denn diese entziehen defacto dem Körper mehr Flüssigkeit, als dass sie ihm durch das Getränk an sich zuführen.

 

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impfempfehlung

Impfempfehlungen – Gegen was soll ich mich impfen lassen?

Die Impfstoffwächter in Deutschland

Sehen wir uns zunächst die ofiziellen Empfehlungen an. Wozu raten Staat und Forschungsinstitute? Für öffentliche Impfempfehlungen ist deutschlandweit die ‚Ständige Impfkommission‘ des Rober Koch-Instituts, kurz STIKO, zuständig. Die Überwachung der Impfstoffsicherheit obliegt dem Paul-Ehrlich-Institut. Dieses ist auch für Bearbeitung von Nebenwirkungen oder Zwischenfällen zuständig. Im sog. ‚Epidemiologischen Bulletin‘ werden von Seiten der STIKO jährlich die neuesten Impfempfehlungen veröffentlicht und erläutert.

Impfempfehlungen

Insgesamt werden für Personen, die sich ausschließlich in Deutschland aufhalten,  Standardimpfungen gegen folgende Krankheiten empfohlen:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Keuchhusten
  • Hib
  • Kinderlähmung
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken
  • Meningokokken
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken
  • Damen: Gebärmutterhalskrebs
  • Senioren: Influenza (Grippe)

 

Zusätzlich werden bei Reisen als sog. Indikationsimpfungen empfohlen:

  • Cholera
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A
  • FSME
  • Tollwut
  • Typhus

 

In Österreich sind die Impfempfehlungen nahezu identisch – nur gegen Gürtelrose wird es zusätzlich empfohlen, sich impfen zu lassen.

Sind Impfungen für jeden sinnvoll?

In Deutschland wurden mittlerweile über 1500 Erreger nachgewiesen, welche bei uns Menschen Krankheiten hervorrufen. Die Dunkelziffer ist wohl gar ein Vielfaches davon. Doch wir haben lediglich gegen 22 dieser Infektionskrankheiten eine Impfungmöglichkeit. Daher müssen wir uns die Frage stellen, nach welchen Kriterien die Impfpläne eigentlich erhoben werden. Was macht eine Standardimpfung aus, die möglichst jeder Bürger, egal welchen Alters oder Berufsstands er oder sie ist, einnehmen sollte? Und wo lohnt es sich lediglich für spezielle, gefährdete Berufsgruppen oder Säuglinge / Kleinkinder, sich den Impfschutz zu holen? Die Antworten auf diese Fragen sind wohl für jeden Nutzer von Impfungen von Bedeutung, denn dadurch wird die individuelle, persönliche Gefährdungsbeurteilung ungemein erleichtert. Daher sollte man sich folgende Fragen für jede Erregergruppe, gegen die es einen Impfstoff gibt, stellen.


Beschaffenheit und Übertragungsweg des Erregers

Zunächst ist es sinnvoll, sich alle Informationen zum jeweiligen Erreger die dadurch induzierte Krankheit einzuholen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Frage nach dem Reservoir. Also gilt es zu prüfen, ob der Erreger möglicherweise ausschließlich den Menschen befällt – was eine Ausrottung des Erregers bei konsequenter Impfung eines jeden Menschen ermöglichen würde. Zudem gilt es die Aggressivität sowie die Übertragungwege einzuschätzen. Bei zur Übertragung eventuell benötigten, tierischen Vektoren wie Mücken ist selbstverständlich zu klären, ob diese Vektoren in Zentraleuropa überhaupt vorkommen. Ein weiterer Punkt wäre die Infektiosität und das Überprüfen, ob auch Infizierte ohne Symptome infektiös für ihre Mitmenschen sein können.

Vorkommen des Erregers

Die wohl sicher trivialste Frage ist die nach dem Vorkommen eines bestimmten Erregers. Kaum jemand, der ausschließlich in Deutschland lebt und weder beruflich noch privat viel mit Menschen zu tun hat, die tropische Länder bereisen, wird sich gegen Malaria impfen lassen. Denn der Erreger und mit ihm die Vektoren (Moskitos) gibt es hier schlichtweg einfach nicht. Schließlich sollte man noch in Erfahrung bringen, wie lange eine etwaige Immunität nach Impfung anhält und ab welchem Lebensalter geimpft werden darf.

Schwere der Krankheit

Natürlich muss auch die schwere einer möglichen Infektion und der einher gehenden Krankheit berücksichtigt werden. Je schwerer diese ist, desto dringlicher wird eine Impfung empfohlen und desto wahrscheinlicher ist eine Einstufung als Standardimpfung. So kommt die Diphtherie nur noch sehr selten vor, doch da die Mortalitätsrate dieser schweren Erkrankung immens ist, gehört sie nach wie vor zur den Grundimpfungen, auch in Deutschland.

Impfempfehlungen – 2 exemplarische Einschätzungen

Beispiel 1: Masern

Die Erreger der Masern kommen immer noch deutschlandweit vor und der Krankheitsverlauf ist definitiv ernst zu nehmen. Darum ist eine Standardimpfung etwa zu Beginn des 2. Lebensjahres angezeigt. Früher zu impfen ist nicht sinnvoll, da das Kleinkind noch über ausreichend Anitkörper der Mutter verfügt. Eine Impfung zu diesem Zeitpunkt würde durch diese Antikörper neutralisiert werden, und der Impfeffekt würde verpuffen.

Beispiel 2: FSME

FSME wird über Zecken übertragen, wobei das hauptsächliche Gefährdungsgebiet auf den süddeutschen Raum begrenzt ist. Daher gibt es gegen FSME keine Standardimpfung sondern lediglich eine Impfempfehlung für die Personen in diesem Gebiet und insbesondere an jene Perosnengruppen, die beruflich (Förster, Jäger) oder privat (Pilzsammler, Wanderer) einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Gegen was soll ich mich nun impfen?

Um für sich selbst herauszufinden, welche Impfungen Sinn ergeben, sollten zusammenfassend folgende Aspekte hinterfragt werden:

  • Inzidenz – also die Häufigkeit des Auftretens, veranschaulicht durch Relationen zu anderen Erkrankungen
  • Prävalenz – Zahl der aktuell Erkrankten
  • Prozentualer Anteil an symptomatischen und nicht-symptomatischen Infektionen unter Einbezug einer Dunkelziffer
  • Gefährlichkeit der Krankheit sowie Krankheitsverlauf und – dauer
  • Etwaige Folgeerkrankungen
  • Häufigkeit von Komplikationen bei Krankheit und bei Impfung
  • Risikogruppen für bestimmte Erreger (siehe oben)
  • Zuverlässigkeit und Dauer des Impfschutzes

Das sind mit Sicherheit nicht alle Punkte, die überdacht werden müssen – aber wohl mit die wichtigsten. Ein weiterer Punkt wären institutionell-gesellschaftliche Vorgaben zu gewissen Impfungen. So sind zum Beispiel für den Besuch eines Kindergartens bestimmte Impfungen oftmals eine Grundvoraussetzung.

Insgesamt erscheinen die obigen Impfempfehlungen aber auch unter der Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände eine sehr gute Orientierung geben zu können.

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Schutzimpfung

Schutzimpfung – Ist eine Impfung wie die andere?

Schutzimpfung – Impfstoffarten sind verschieden

Mit einer Schutzimpfung wird das Ziel verfolgt, gegenüber einem spezifischen Infektionserreger eine Immunität zu schaffen. Dies geschieht dabei meist über Antikörper. Im Prinzip unterscheidet man vier Arten von Schutzimpfungen:

  • Lebendimpfung – hier werden vermehrungsfähige, aber hinsichtlich ihrer schädigenden Eigenschaften abgeschwächte Erreger injiziert
  • Totimpfung mit abgetöteten Erregern
  • Totimpfung mit lediglich einzelnen Bestandteilen von Erregern – i.d.R. Eiweiß- oder Kohlenhydratmoleküle
  • Toxoidimpfung – bei dieser Schutzimpfung wird keine Immunität gegen den Erreger selbst, sondern gegen das von ihm erzeugte Gift, das sog. Toxin, gebildet.

 

Schutzimpfungen unterscheiden sich im Zeitpunkt der Impfstoffgabe

Normalerweise werden Impfstoffe vor Beginn einer möglichen Gefährdung verabreicht. So impft man sich beispielsweise einige Wochen vor einer Reise in ein gefährdetes Gebiet, oder vor dem Eintritt in eine mit Infektionsgefahren verbundene berufliche Ausbildung.

Es gibt jedoch auch Impfstoffe, welche beinahe ausschließlich unmittelbar nach dem Kontakt mit einem Erreger verabreicht werden. Dies ist z.B. bei Masern oder Röteln der Fall.

In wiederum anderen Fällen kommt eine sog. aktiv-passive Impfung oder auch Simultanimpfung zum Einsatz. Dabei werden die Antikörper, welche den (Lebend-)Impfstoff neutralisieren könne, gleich mit injiziert, um die Sicherheit zu erhöhen. So kann ausgeschlossen werden, dass die geimpften Erreger die Oberhand gewinnen, noch bevor der Körper mit der eigenen Antikörperbildung beginnen konnte. Diese additiven, zusätzlich verabreichten Antikörper sind Immunglobuline, welche man aus dem Blut von bereits immunen Menschen gewonnen hat. Beispiele, die eine Simultanimpfung erforderlich machen, sind Fuchsbisse (Tollwut) oder mit Erdreich verschmutzte, äußere Wunden (Tetanus).

Ziel einer Schutzimpfung

Das Erreichen einer lebenslanger Immunität aufgrund einer einmaligen Impfstoffgabe darf wohl als das Idealziel einer jeden Schutzimpfung gelten. Leider sind bei wir immer noch bei zahlreichen Impfpräparaten noch weit davon entfernt. Der werden nun die Vor-und Nachteile der jeweiligen Impfstoffe sowie die Prinzipien der Impfstoffherstellung vorgestellt.


Lebendimpfung

Die Basis zur Gewinnung eines Lebendimpfstoffs liegt in der Züchtung von Erregern, welche die krankmachende Wirkung bzw. Eigenschaften verloren haben. Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Mutanten, also von Erregerstämmen, welche spontan durch genetische Veränderungen ihre toxische Eigenschaft verloren haben. Diese Methode ist deshalb möglich, weil die Erreger in aller Regel sehr kurz Reproduktionszyklen in Nährmedien haben, sodass die Wahrscheinlichkeit, nach wenigen Tagen des ‚Bebrütens‘ auf eine derartige Mutante unter tausenden Erregerindividuen zu stoßen, sehr groß ist.

Doch im Falle der Züchtung erfolgen zunächst mehrere Selektionsstufen, wodurch die Erreger nach und nach ihre toxische Eigenschaften verlieren. Dabei variiert man zwischen jeder Generationsstufe der Viren die Umgebungsparameter, sodass nur bestimmte Individuen mit entsprechendem Erbgut überleben. Über diese mikrobiologischen Verfahren gewinnt man nach etwa 20 bis 30 Schritten die gewünschten, harmlosen Erreger. Durch dieses Verfahren, das mehrere Monate dauern kann, werden u.a. Impfstoffe gegen die Erreger von Mumps, Masern, Gelbfieber und Windpocken hergestellt.

Vorteil und Nachteil einer Lebendimpfung

Der große Vorteil einer Schutzimpfung mit lebenden Erregern liegt in der natürlichen Nachahmung einer Infektion, wodurch gleich alle möglichen Antigen-Variationen des Erregers angeboten werden. Die Immunität, welche dabei hervorgeht, hält meist ein Leben lang. Und der Schutz ist bei nahezu 100%.

Ein Nachteil von Lebendimpfstoffen liegt in der Gefahr der Rückmutation der Erreger. Das bedeutet, dass die zuvor mühevoll auf Unschädlichkeit gezüchteten Erreger spontan doch wieder in der Lage sind, ihre toxische Wirkung zu entfalten. Diese Gefahr lässt sich nicht vollständig kontrollieren. Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Rückmutation bei 1:3 Millionen Impfungen.

Totimpfung

Ist eine Lebendimpfung nicht möglich, weil die Sicherheit aufgrund häufiger Rückmutationen nicht gewährleistet werden kann oder schlicht keine Züchtung durchgeführt werden kann, so ist eine Totimpfung eine Alternative.

Dabei werden die Erreger entweder physikalisch mittels Erwärmung oder chemisch durch keimabtötende Agenzien wie Formaldehyd inaktiviert. Auf diese Weise ist es mittlerweile gelungen, unter anderem gegen Kinderlähmung, Tollwut, Influenza sowie Hepatitis A einen wirksamen Impfstoff herzustellen.

Vorteil und Nachteil der Totimpfung

Der Vorteil dieser Variante der Schutzimpfung liegt in der Ungefährlichkeit. Durch das Abtöten der Erreger ist eine Reaktivierung unmöglich. Der Nachteil liegt allerdings im Zwang der häufigen Impfwiederholungen. So folgen auf eine mehrmals durchgeführte Grundimmunisierung in regelmäßigen, zeitlichen Abständen weitere Auffrischungen. Dies ist erforderlich, um das Immunsystem immer wieder zur Antikörperproduktion anzuregen. Eine Auffrischung zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes erfolgt je nach Impfstoff alle 3 bis 10 Jahre.

Toxoidimpfung

Ist es nicht notwendig, die Erreger abzutöten, da diese an sich für den Organismus unschädlich sind, so wird meist zu einer Toxoidimpfung geraten. Bei dieser Schutzimpfung wird lediglich eine Immunität gegen die produzierten Giftstoffe (Toxine) anvisiert. Dieses Vorgehen wird bereits bei Diphtherie und Keuchhusten erfolgreich angewendet. Im Rahmen der Impfstoffherstellung werden die Toxine so molekular verändert, dass sie nicht mehr giftig sind und dennoch die Antikörperbildung gegen das eigentliche Gift zu fördern. Solche Toxine nennt man dann Toxoide.

Auch hier ist eine regelmäßige Auffrischung erforderlich. Zudem besteht z.B. bei Diphtherie das Problem, dass infizierte aber geimpfte Personen zwar nicht selbst erkranken, aber andere Personen dennoch (unbemerkt) anstecken können.

Der Trend geht zu Kombinationsimpfstoffen

Da häufig Säuglinge und Kleinkinder geimpft werden, möchte man über Kominationsimpfstoffe die Belastung für die Geimpften möglichst gering halten. Solche Kombinationspräparate gibt es nicht nur Tot- oder Toxoidimpfstoffen, sondern auch bei Lebendimpfstoffen. Inzwischen mit bis zu acht unterschiedlichen Impfstoffkomponenten.

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Infektionserreger Bakterien

Alles über Infektionserreger Arten

Wer macht uns eigentlich krank?

Alle Infektionserreger, welche Krankheiten bei uns Menschen hervorrufen können, lassen sich den folgenden 6 biosystematische Klassen zuordnen.

Alle Infektionserreger im Überblick

  • Bakterien
  • Pilze
  • Prionen
  • Protozoen
  • Viren
  • Würmer

 

Dabei handelt es sich durchwegs um sogenannte Endoparasiten, welche wenigstens einen Teil ihres Lebens im Organismus des Wirtes (also in diesem Fall im menschlichen Körper) aufhalten. Dem gegenüber gestellt werden die Ektoparasiten, die zu keiner Zeit ihres Lebenszykluses im Wirtsorganismus leben. Diese Ektoparasiten wirken als Überträger und können dabei auch selbst schädigend auf den Wirtsorganismus einwirken, wie etwa die Zecken.

Viren

Die Viren zählen aufgrund des fehlenden Stoffwechsels nicht zu den Lebewesen, sondern sind letztlich nichts weiter als biochemische Verbindungen. Ihr Durchmesser beträgt dabei etwa 10 – 300 Nanometer, womit sie rund 10 mal kleiner als Bakterien sind und lichtmikroskopisch kaum darstellbar sind. Diese unfassbar geringe Größe ist dafür verantwortlich, dass Viren deutlich ’schlüpfriger‘ sind als Bakterien, und somit selbst in kleinste Mikroporen eindringen können.

Wirkung der Viren im menschlichen Organismus

Hat es ein Virus geschafft in eine Zelle zu gelangen, so beginnt es entweder sofort oder erst nach einer Latenzphase damit, der Zelle seinen Willen aufzuzwingen. Durch Manipulation in der Genexpression und dem Einbringen eigner Viren-DNA in die Bakterien-DNA produiert die Zelle von nun an nur noch die Moleküle, welche das Virus, und nicht der Organismus, vorgibt. Zudem hat der Virusbefall für die Zelle oft auch einen zytotoxischen Effekt: Die Körperzelle baut sich selbst Schritt für Schritt ab um molekulare Baustoffe zu beschaffen, mit denen sie weiter die Stoffe bilden, welche der Infektionserreger vorgibt.

Antikörper sind die Lösung

Nun sind wir einem Virusbefall nicht wehrlos ausgesetzt, sonst wäre ja jede Virusinfektion tödlich. Glücklicher Weise gibt es da noch die Antikörper, welche jeder gesunde Organismus zeitnah bildet. Bei Antikörpern handelt es sich letztlich um Eiweißstrukturen, die freigesetzt werden um die Schlüsseleiweiße der Infektionserreger zu neutralisieren. Hat der Körper eine derartige Infektion überstanden, bleibt oft eine lebenslange Immunität gegen exakt diese Erreger erhalten (wie bei Röteln oder Masern). Denn sogenannte Gedächtniszellen erkennen bei erneutem Befall den Erreger und stoßen sofort eine Reaktionskaskade zur Antikörperbildung an. Ein künstliches Immunisieren nach diesem Muster nennt man eine Impfung.


Virus im Wandel

Doch so manche Viruserkrankung kann der Mensch mehrmals bekommen. Hier ist dann eine Veränderung der Oberflächenstrukuter der Erreger verantwortlich. Die abgespeicherten Waffen des Körpers, die Antikörper, können diese neuartigen Erreger nicht erkennen und somit auch nicht neutralisieren. Das Paradebeispiel hierfür ist der Influenza-Erreger, welcher sich von Grippeepidemie zu Grippeepidemie verändert. Das hat zur Folge, dass jedes Jahr der Impfstoff modifiziert werden muss, um an die aktuelle Erregerbeschaffenheit angepasst zu sein.

Bakterien

Anders als bei den Viren, handelt es sich bei Bakterien sehr wohl um Lebewesen mit eigenem Stoffwechsel. Wobei diese sich im Fremdorganismus selbstständig vermehren können, ohne manipulativ tätig zu werden und das Erbgut der Zellen zu verändern. Man kann sich den Unterschied zwischen Bakterien und Viren so vorstellen, dass es sich bei Bakterien um ganze Fabriken handelt, die eine ganze Palette an Stoffwechselprodukten herstellt. Wohingegen Viren Fabrikchefs sind, welche die fertigen, fremden Fabrikgebäude (Zellen) betreten und vorschreiben, was diese anfertigen sollen.

Bakterien lassen sich besonders gut mit Chemotherapeutika bekämpfen. Dabei handelt es sich um Medikamente, die den Stoffwechsel von Erregern und Tumorzellen unterdrücken und dadurch deren Wachstum verhindern. Gerade zur Bakterienbekämpfung sind hier vor allem die Antibiotika zu nennen, welche von der reinen Begrifflichkeit her weitaus bekannter sind. Da Bakterien meist nicht durch eine Antikörperart alleine ausgeschaltet werden können, kann man im Laufe des Lebens mehrfach an bakteriellen Infektionen des selben Erregers erkranken (Beipiel Keuchhusten).

Pilze

Pilzinfektionen sind für den Menschen nicht nur ärgerlich aufgrund des meist einhergehenden Juckreizes. Die Pilze können auch zu ernsthaften Hautkrankheiten und schwerwiegenden Beschwerden bei Befall der Atemwege führen. Da das Tierrech der Pilze mit weit über 100 000 Vertretern rießig ist, erscheint eine gezielte Impfung gegen diese Erreger vorerst nicht möglich. Dennoch gibt es zahlreiche pharmazeutische Substanzen, mit denen sich Pilze recht gut bekämpfen lassen – diese werden Antimykotika genannt.

Prionen

Prionen ähneln stark den Viren, denn auch sie sind chemische Verbindungen (Eiweißverbindungen). Diese Infektionserreger sind im Stande, Proteinstrukturen im Nervensystem ihrer Opfer so zu modifizieren, dass diese für ihre Opfer nicht mehr funktionstüchtig sind. Dadurch kommt es stets zu tödlichen Erkrankungen des Nervensystems mit sponiformen (schwammartigen) Zersetzungen, die u.a. das Gehirn regelrecht durchlöchern können. Populärstes Beispiel für diese Vorgehensweise der Prionen ist wohl der ‚Rinderwahn‘ (BSE). Eine gezielte Bekämpfung dieser Infektionserreger oder die Entwicklung eine Impfstoffs ist noch nicht gelungen.

Protozoen

Bei diesen mikroskopisch kleinen Infektionserregern handelt es sich um deutlich größere Organismen als dies Bakterien beispielsweise sind. Bekannteste Vertreter der Protozoen sind dabei die Erreger von Malaria oder der Schlafkrankheit. Gegen einige, aber nicht alle, Vertreter der Protozoa gibt es mittlerweile wirksame Arzneimittel.

Würmer

Würmer sind die größten aller Infektionserreger; manche können gar mehrere Meter lang werden. Ein Impfung gegen Würmer ist unmöglich. Oftmals können selbst chriurgische Behandlungen nicht mehr helfen, wie beispielsweise beim Fuchsbandwurm. Die meisten Würmer befallen primär den Verdauungstrakt ihres Opfers.

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Infektion Infektionskrankheiten

Infektionen & Infektionskrankheiten

Jeder gesunde Mensch besitzt eine sogenannte Basisimmunität, d.h. er oder sie ist von Grund auf gesund und hat Schutzbarrieren gegen fremde Erreger aufgebaut, welche einer Infektion und der damit einher gehenden Erkrankung im Weg steht.

Bei einem völlig gesunden, wohlernährten Menschen ist das Auftreten einer Infektionskrankheit weit weniger wahrscheinlich als bei einem chronisch Krankem, einem Alkoholiker oder einem Kettenraucher. Denn diese internalen wie externen Faktoren reißen die natürlichen Schutzbarrieren unseres Organismuses ein. So sind es in erster Linie die intakte Haut sowie die funktionierenden Schleimhäute in den Atemwegen, die ankommende Erreger nicht in den körpereigenen Organismus vordringen lassen. Eine Ausnahme bilden hierbei natürlich unvorhersehbare Unfälle, die zu Verletzungen am Integument (so wird die Körperhülle in Fachkreisen genannt) führen und somit eine unfreiwillige Eingangspforte für Erreger bieten. Der klassische Fall von Erregern, die schlichte Fleischwunden infezieren und besiedeln, wären die Erreger von Tetanus und Gasbrand.

Infektion – eine kurze Definition

Um das Zustande kommen von Infektionskrankheiten genauer zu verstehen, müssen wir erstmal den Begriff Infektion fassbar machen, ihn definieren.

Unter Infektion versteht man die Übertragung, das Haftenbleiben und das Eindringen von Krankheitserregern in den aus kleinsten Zellen bestehenden Organismus. Eine Infektion kann vollkommen unbemerkt bleiben, aber trotzdem zur Antikörperbildung führen oder eine akut verlaufende oder gar chronische Krankheit hervorrufen.

Aus: „Impfen, wissen was stimmt“ von Prof. Dr. Friedrich Hofmann, Herder Verlag (Freiburg, 2011), Seite 15

Die Infektionswege, also wie Erreger in den menschlichen Organismus gelangen, können auf unterschiedlichste Weise erfolgen.

Infektionsformen

Ein Infektionsweg stellt die aerogene Infektion dar. Hier läuft die Ansteckung über die Luft und tritt vor allem bei Masern, Röteln, Influenza sowie den Windpocken (Varizellen) auf. Daneben gibt es noch die alimentäre Infektion, welche auf der oralen Aufnahme verunreinigter Lebensmittel in den Organismus beruht. Hier wären die Salmonellen oder auch Typhuserreger zu nennen, ebenso wie Hepatitis A.



Bei der parenteralen Infektion oder auch Kontaktinfektion schaffen es die Erreger unter Umgehung des Magendarmtrakes in den Blutkreislauf des Organismus vorzudringen. Das kann bei verunreinigten Spritzen ebenso der Fall sein wie im bereits angesprochenen Fall einer verunreinigten Fleischwunde. Auf diese Weise gelangen unter anderem HI-Virus sowie Hepatitis B und C Viren in den Körper.

Ganz ähnlich der parenteralen Infektion, da häufig geringe Blutmengen mit von der Partie sind, ist die Sexualkontaktinfektion. Hierzu zählen u.a. die Erreger für Tipper (Gonorrhoe) und Syphilis.

Und schließlich gibt es Erreger, die sich über  biologische Vektoren, sog. natürliche Vehikel, Zugang in den menschlichen Körper verschaffen. Als Vektoren dienen folgende, lebende Transportmittel: Zecken, Fliegen, Moskitos und Flöhe. Die Infektionskrankheiten, welche sich durch diese Vektoren verbreiten, sind meist weit verbreitet: Borreliose, Malaria und viele weitere mehr.