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Urin riecht nach Ammoniak – Diabetes

Urin riecht nach Ammoniak – Diabetes?

Urin riecht nach Ammoniak – DiabetesUnsere Leber ist für uns Menschen ein lebenswichtiges Organ, welches den Stoffwechsel ankurbelt und neben den Nieren für einen sauberen Urin verantwortlich ist. Doch was ist, wenn ein frischer Urin riecht nach Ammoniak auftritt? Haben Sie eine Idee, welche Ursachen beim Kind, in der Schwangerschaft durch Alkohol oder beim Baby dafür verantwortlich sein können, wieso Ihr Urin nach Ammoniak riecht? Falls nicht, lesen Sie sich hier bitte durch, weil es auch Anzeichen für eine falsche Ernährung, Mangelernährung und Krankheit sein kann.

Urin riecht extrem nach Ammoniak – Ursachen

Wenn Urin stark nach Ammoniak riecht, kann die Ernährung ein Grund sein. Zucker, zu wenig Obst & Gemüse, zu viel Fleisch, zu viel säurehaltiges Essen – all das kann der Grund sein, dass der Urin nach Ammoniak riecht. Urin riecht extrem nach Ammoniak? Dann ist der erste Grund als Ursache in der Ernährung zu suchen. Beim Kind, Baby und in der Schwangerschaft können die Ursachen fpr einen extrem riechenden Urin nach Ammoniak auch dafür sprechen, dass Mangelerscheinungen oder Organschäden an Leber und/oder Nieren aufgetreten sind.

Wenn Urin stark nach Ammoniak riecht – Diabetes?

Warum riecht Urin nach Ammoniak? Auch Diabetes könnte eine Begründung sein, weil der Stoffwechsel und die Nieren ebenfalls den richtigen Gehalt an Zucker benötigen, aber nicht zu viel und jemand der zuckerkrank ist, der kann die mangelnde Erscheinung des Körpers in Form von ekelhaft riechenden Urin nur mittels Insulin aufbessern. Haben Sie das gewusst?

Frischer Urin riecht nach Ammoniak

Frischer Urin riech nach Ammoniak? Eine Blasenentzündung könnte der Grund sein oder auch allgemeine Harnwegserkrankungen. Die Blasenentzündung ist neben der falschen Ernährung, Leberschäden oder Schäden an Niere sowie Leber neben Diabetes nur ein Teil der möglichen Begründungen, wieso Urin trüb und riecht nach Ammoniak ist. Alkohol begünstigt ebenfalls den Geruch von Ammoniak und das sollten Sie nicht vergessen.

Homöopathie gegen Uringeruch Ammoniak?

Homöopathie wäre eine Methode, um den üblen Ammoniak Geruch im Urin zu vermeiden. Doch das muss nur dann zutreffend sein, wenn es um Mangelerscheinungen für Ihren Stoffwechsel, der auch für das Wasser lassen verantwortlich ist, geht. Diabetes muss mittels Insulin verbessert werden und schwere Krankheitsbilder wie Leber- und Nierenprobleme, Gallensteine oder Harnwegserkrankungen können nur mittels Arztbesuch behoben werden, um schlimmere Symptome oder Ursachen prüfen zu lassen.

Wenn Ihr Urin nach Ammoniak riecht, ist nicht sofort ein Grund für Panik geboten, aber auf die leichte Schulter sitzen Sie den Geruch bitte auch nicht ab. Sie müssen sofort prüfen, ob es daran liegen kann, dass Sie sich in Augenblick falsch ernähren oder möglicherweise der Körper übersäuert ist? Denn das sind die einfachste Ursachen, die für den Grund des Geruchs verantwortlich sein können.

Eine Erkältung macht sich breit? Auch das kann der Grund für den Ammoniak Geruch im Urin sein. Wenn Urin nach Ammoniak riecht ist es immer zu empfehlen, wenn „harmlose“ Gründe nicht die Ursache sein können, sofort einen Hausarzt aufzusuchen, der die Urinprüfung vornimmt. Bei der Untersuchung geht es dann um Farbe und viele weitere Thematiken, um die Gesundheit zu hinterfragen und bitte den Geruch bald vermeiden zu können. Denn dieser ist wahrlich unangenehm.

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Heilpflanzen und Gewürze zur Blutzuckersenkung

Heilpflanzen und Gewürze gegen Diabetes

Zimt – Der Blutzuckersenker mit Nebenwirkungen

Die Natur liefert uns zahlreiche Heilpflanzen, die eine blutzuckersenkende Wirkung besitzen uns somit im Kampf gegen Diabetes besonders wertvoll sind. So kann über Zimtextrakt der Blutzucker reguliert werden. Als Nahrungsergänzungsmittel ist Zimtextrakt (Cinnamom) in Kapselform erhältlich.

Dennoch ist bei der Einnahme von Zimt Vorsicht geboten. Denn typische Begleiterscheinungen sind eine schnellere Atmung sowie ein vorübergehender Pulsanstieg. Als Nebenwirkungen können zudem in seltenen Fällen Nieren- und Leberschäden auftreten. Auch allergische Reaktionen auf Zimt sind bekannt. Neuere Studien legen zudem den Verdacht nahe, dass Zimt  ab einer gewissen Dosis krebsinduzierend sein kann. So ist es nicht allzu verwunderlich, dass die deutsche  Diabetesgesellschaft gänzlich von Zimt als Therapeutikum abrät.

Kurkuma

Das Ingwergewächs Kurkuma gilt nicht nur als entzündungshemmendes Gewürz, die Gelbwurz übt auch einen günstigen Effekt auf den Blutzucker aus. In unserer heutigen Lebensmittellandschaft trifft man auf dieses gelbe Gewürz vorallem im Currypulver. Umfangreich Studien konnten belegen, dass bei zuckerkranken Patienten durch die regelmäßige Kurkumaeinnahme der Blutzuckergehalt leicht absenken ließ. Man verspricht sich auch bei Personen, die noch nicht an Diabetes erkrankt sind, aber bereits einen erhöhten Blutzuckerspiegel haben, eine vorbeugende Wirkung.

Der genaue Wirkmechanismus ist dabei noch ungeklärt. Forscher vermuten, dass die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse durch den Kurkumawirkstoff geschützt werden. Man geht davon aus, dass bei einer Bestätigung der bisherigen Ergebnisse mittels Langzeitstudien die Popularität von Kurkuma im Rahmen der Diabetesvorsorge weiter zunehmen wird.

Ginseng (Panax ginseng, Panax quinquefolius)

Vor allem in der asiatischen Medizin gilt Ginseng als natürliches Heilmittel für ein ganze Reihe an Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Unter anderem auch für Diabetes. Dennoch konnten in Studien keine signifikanten Ergebnisse mittels Ginsengtherapien erbracht werden. Daher gibt es hier von medizinischer Seite her keine generelle Empfehlung.



Aloe Vera (Wüstenlilie) und Bockshornklee haben ab einer gewissen Dosis erwiesener Maßen blutzuckersenkende Eigenschaften.

Ausblick

Aktuell wird fieberhaft die Wirkung einiger weiterer Heilpflanzen in Bezug zur Blutzuckersenkung erforscht. Besonders viel erhofft man sich dabei unter anderem von den sog. Amorfrutinen. Amorfrutine sind Pflanzenteile, die im Indigo und in der Süßholzwurzel (Gycyrrhia foetida) vorkommen.

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Medikamente gegen Diabetes

Diabetes Medikamente und ihre Wirkung

Zunächst sollte stets versucht werden, den Blutzuckerspiegel über eine Ernährungsumstellung und sportliche Betätigung in den Griff zu bekommen. Ist dies beim Typ-2-Diabetiker nicht möglich, so müssen Medikamente zum Einsatz kommen. Im Folgenden werden die gängigsten Medikamte gegen Diabetes mellitus aufgezeigt und in ihrer Wirkungsweise erklärt.

Metformin wirkt auf vielen Ebenen

Metformin stellt heute global betrachtet das wichtigste Medikament zu Behandlung von Typ-2-Diabetes dar, dabei ist es schon seit über 40 Jahren auf dem Markt.

Wirkung

Metformin schraubt zum einen die Leberfunktion ein wenig herunter. So wird von den Leberzellen weniger Glucose ins Blut überführt. Zudem erhöhtes die Effektivität des Insulins. Die Folge davon ist, dass Muskelzellen den benötigten Zucker einfacher in ihre Zellen aufnehmen können, wo sie dann zur Energiegewinnung bereit stehen.

Ein zusätzlicher Effekt ist die Drosselung der Zuckeraufnahme im Darm. Dazu gibt es noch eine ganze Reihe an positiven Begleiterscheinungen: Das Hungergefühl wird gemindert, die Fettstoffwechselprozesse und Gefäßfunktionen werden gefördert. Zudem wird Metformin eine krebsschützende Wirkung zugeschrieben, was aber nocht nicht eindeutig wissenschaftlich belegt ist.

Einnahme und Therapie

Das Medikament ist in tablettenform erhältlich. Die Dosierung wird anfangs behutsam gesteigert. Die Einnahme erfolgt idealerweise abends vor dem zu Bett gehen. Tagsüber kann Metformin seine Wirkung am besten unmittelbar nach dem Essen entfalten.

Als Nebenwirkungen können bei etwa 10% aller Zuckerpatienten Übelkeit, Magenschmerzen, Blähungen und Durchfall auftreten.

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass dieses Medikament mindestens 2 Tage vor einer Operation abgesetzt werden muss. Zudem darf Metformin nicht eingenommen werden, wenn der Tagesenergieverbrauch bei unter 1000kcal liegt. Es ist bekannt, dass in seltenen Fällen bei langfristiger Einnahme Schädigungen an Nieren und dem Herz-Kreislauf-System auftreten können.

Alpha-Glucosidase-Hemmer – ein Teil des Zuckers bleibt im Darm

Die wesentlichen Wirkstoffe sind dabei Acarbose und Miglitol. Diese blockieren zuckerspaltende Enzyme im Darm des Patienten. Das führt dazu, dass die Zuckerverdauung verlangsamt wird und die Blutzuckerwerte fallen. Auf hormoneller Ebene wird Insulin in seiner Effektivität gestärkt und der Gegenspieler, das Glucagon, wird in seiner blutzuckersteigenden Wirkung gehemmt. Neben verringerten Blutzuckerwerten nehmen Patienten bei diesem Medikament meist ein bis zwei Kilogramm ab.



Auch bei diesem Medikament wird die Dosis langsam gesteigert.

Damit die Glucosidase-Hemmer überhaupt ihre Wirkung entfalten können, müssen sie unmittelbar VOR der Nahrungsaufnahme  eingenommen werden. Häufige Nebenwirkungen sind ein Völlegfühl und Blähungen.

Mit Sulfonylharnstoffe die Bauchspeicheldrüse anregen

Eine weitere Gruppe blutzuckersenkender Medikamente sind die Sulfonylharnstoffe. Diese regen die Betazellen der Pankreas (Bauchspeicheldrüse) dazu an, mehr Insulin feizusetzen. Der Nachteil dieser Therapie liegt darin, dass die Bauchspeicheldrüse durch das beständige Aufputschen schneller leistungsschwach wird. Dies wird von Ärzten dann als Sekundärversagen bezeichnet.

Weitere Begleiterscheinungen sind oftmals Gewichtszunahme und ein erhöhtes Risiko, in Unterzucker zu geraten. Gerade bei Überdosierung oder geschwächter Nierenfunktion können diese Nebenwirkungen sehr deutlich ausfallen. Die Gewichtszunahme wird durch die vermehrte Insulinfreisetzung verursacht, was die Umwandlung von Zucher- in Fettmoleküle indirekt begünstigt. Dieser negative Effekt wir in Expertenkreisen als „Insulinmast“ bezeichnet.

Sulfonylharnstoffpräparate werden meist einmal täglich oral eingenommen. Nebenwirkungen beschränken sich in aller Regel auf ein Völlegefühl und Magen-Darm-Beschwerden.

Glinide

Funktionell gesehen wirken Glinide ganz ähnlich wie Sulfonylharnstoffe. Auch sie senken den Blutzucker. Der wesentliche Unterschied liegt in einem geringeren Unterzuckerrisiko. Dafür müssen Glinide 3 mal täglich eingenommen werden, da ihre Wirkungszeit kürzer ist.

Gliptine – die Helfer des Dünndarms

Nach dem Essen entsendet der Darm blutzuckerregulierende Botenstoffe, die nur eine kurze Halbwertszeit besitzen und zügig von körpereigenen Eiweißstoffen zerstört werden. Gliptine hemmen diesen Abbau, sodass die blutzuckersenkenden Hormone länger wirken können und das Insulin im Blut unterstützen.

Da die Botenstoffe vom Körper nur nach der Nahrungsaufnahme ausgeschüttet werden, wirken die Medikament zu anderen Zeiten nicht, wodurch eine Unterzuckerung ausgeschlossen werden kann. In seltenen Einzelfällen können als Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindelgefühle sowie Verstopfung des Magen-Darm-Traktes auftreten.

Insgesamt gilt, das jede Diabetestherapie, insbesondere eine medikamentöse, unter ärztlicher Anleitung statt finden muss. Nicht zu letzt, weile viele Medikamente nicht zeitgleich oder additiv verwendet werden dürfen. Andernfalls kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen oder auch zur kompletten Wirkungsaufhebung kommen.

Tiefergehende Informationen zu diesen und weiteren Diabetesmedikamenten finden sie auf der Internetpräsenz des Berufsverbandes deutscher Internisten.

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Sport mit Diabetes

Sport gegen Diabetes

Sowohl für Personen, die leicht zum Überzucker neigen, als auch für Diabetespatienten sind Sport und Bewegung im Alltag von fundamentaler Bedeutung. Gesunde Menschen können dadurch sogar eine Zuckererkrankung im Alter nach hinten verschieben oder gar ganz abwehren.

Da unzählige Studien diesen Sachverhalt mittlerweile bewiesen haben, wird Bewegung sogar als Kassenrezept verordnet.

Doch welchen Nutzen bringt einem tägliche Bewegung genau?

Zum einen wird logischerweise die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems verbessert, der muskuläre Stütz- und Bewegungsapparat wird gestärkt, Glückshormone wie Serotonin und Endorphin werden ausgeschüttet und die Lungenfunktion erreicht ein höheres Niveau. Das ist alles schon großartig, aber hilft gegen Diabetes mellitus nur indirekt.

Der direkte Nutzen gegen die Zuckerkrankheit liegt in den Auswirkungen von sportlicher Betätigung auf den Stoffwechsel. Bei körperlicher Betätigung werden zunächst die Glucosemoleküle in den Muskeln verbrannt. Nach wenigen Minuten sind diese Aufgebraucht, und es geht den Kohlenhydratspeichern in Muskeln und Leber an den Kragen. Somit unterstützt der Sport den Körper darin, einen Überschuss an Kohlenhydraten im Organismus zu beseitigen. Und das geschwächte, ineffektive Insulin der Diabeteskranken hat es sofort um einiges leichter.

Je höher dabei das Fitnesslevel des Patienten ist, desto effizienter geht die Zuckerverbrennung von statten. Denn trainiertere Personen haben mehr Muskelmasse und können somit pro Zeiteinheit auch mehr Zucker verbrennen.

Diabetologen empfehlen daher eine ausgewogene Mischung aus Krafttraining und leichtem Ausdauertraining. Bei letzterem kann es sich je nach Belieben der betroffenen Person um Nordic Walking, Joggen, Schwimmen, Wandern oder Fahrrad fahren handeln.

Vor dem Trainingsbeginn ist allerdings eine Grunduntersuchung beim Hausarzt obligatorisch. Dabei wird festgestellt, wie Herz und Blutdruck auf körperliche Belastung reagieren. In der Regel wird ein Belastungs-EKG durchgeführt, dessen Ergebnisse Auskunft darüber geben, wo die persönlichn Pulsschranken für den angehenden Sportler liegen.

Wie viel und wie intensiv darf ich trainieren?

Allgemein gilt, dass Personen mit erhöhten Zuckerwerten und ohne Folgeerkrankungen beim Training bis an ihre jeweilige, individuelle Belastungsgrenze gehen dürfen. Für alle anderen gilt es mit dem betreuendem Arzt die Grenzen zu besprechen. Ein Überschreiten der persönlichen Belastungsgrenze kann schwerwiegende Folgen haben. Zu intensives Training kann insbesondere bein Trainingsanfängern zu Schäden an Muskeln, Sehnen und Bändern verursachen. Zudem entsteht mit Lactat ein schädliches Stoffwechselprodukt, das sich genau dann bildet, wenn die Zellen aufgrund der Überbelastung nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden.

Sind alle Sportarten geeignet?

Nein. Unvorteilhaft sind Tauchen, Extremklettern, Skitouren, Drachenfliegen und Fallschirmspringen. Denn falls eine zuckerkranke Person während der Ausübung einer dieser Sportarten in Unterzucker gerät, so ist dies mit dramatischen Folgen verbunden. Denn bei zeitgleicher Belastung kann eine Unterzuckerung innerhalb von wenigen Minuten zur Unzurechnungsfähigkeit führen. Diese Sportarten sollten Sie als Diabetiker nur ausführen, wenn Sie darin überaus erfahren sind.

Sport in Gruppen hilft beim ‚Dranblieben‘




Deutlich leichter fällt es vielen Menschen, wenn sie in Gruppen gemeinsam Sport treiben. Dies erhöht Motivation und Spaß gleichermaßen. Dennoch ist jeder Stoffwechsel und jeder Zuckererkrankung ganz individuell. Somit gilt es, besondere Rücksicht auf die anderen und auch auf sich selbst zu nehmen. Sie sollten sich nicht aus Ehrgeiz mit anderen messen, und dabei ihren Diabetes vergessen. Haben Sie Ihr persönliches Limit immer im Hinterkopf.

Wenn Sie Kontaktmöglichkeiten suchen, um mit anderen Diabetespatienten gemeinsam Sport zu treiben, kann ich Ihnen die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport empfehlen. Dort ist für alles Altersgruppen und beiderlei Geschlechter etwas dabei.

 

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Diabetes Prophylaxe durch Sport

Diabetes vorbeugen

Die Zahlen sind alamierend, gerade in Deutschland: Mehr als jeder Zehnte erkrankt im Laufe seines Lebens an Diabetes mellitus, und davon wiederum 20% vor dem 50. Lebensjahr.

Das stellt man sich natürlich die Frage, a) ob es möglich ist, dagegen etwas zu tun und b) was genau getan werden kann.

Die gute Nachricht lautet, dass die meisten von uns sehr wohl aktiv gegen eine Zuckererkrankung vorgehen können und ihr Auftreten zeitlich um viele Jahre nach hinten verlagern können. Im Idealfall lässt sich die Zuckerkrankheit ganz verhindern. Je nach genetischer Veranlagung fällt dies schwerer oder leichter. Doch Typ-2-Diabetes ist für jeden vermeidbar! Welche Maßnahmen zur Vorbeugung jeder von uns ohne all zu viel Aufwand durchführen kann, werden im folgenden dargestellt.

Kommunikation mit dem Hausarzt

Prinzipiell ist es in allen Gesundheitsfragen vorteilhaft, proaktiv, also aus eigenem Antrieb heraus, den Hausarzt wenigstens einmal jährlich einen Besuch abzustatten. Bei dieser Gelegenheit können Sie sämtliche Symptome und Veränderungen, die Ihnen in letzter Zeit am eigenen Körper aufgefallen sind, mitteilen.

Bei Diabetesverdacht ist dies von enormer Wichtigkeit, denn kaum ein Krankheitsbild ist so diffus und vielfältig.

Zudem können Sie gemeinsam mit ihrem betreuenden Arzt das Risiko einer Diabeteserkrankung abschätzen und vorbeugende Maßnahmen mit ihm abklären. Dabei werden Fragen zu Fällen von Diabetes in der Familie, Ihren Essgewohnheiten, Ihren körperlichen Aktivitäten und zahlreichen weiteren Aspekten gestellt. So kann relativ gut vorausgesagt werden, wie hoch ihr Diabetesrisiko ist.

Kommunikation mit der Familie erhöhte die Erfolgswahrscheinlichkeit

Bei vielen oder gar allen Maßnahmen, die Sie ergreifen werden, um einer Zuckerkrankheit vorzubeugen, sind mehr oder weniger gravierende Veränderungen des Alltags notwendig. Sprechen Sie darüber mit Ihren Mitmenschen, Ihren Partnern und Ihren Kindern. Ideal wäre es, diese in Ihren modifizierten Alltag zu integrieren. So können Sie mit den Kindern gemeinsam sporteln, und mit dem Partner/ der Partnerin einen neuen, niederkalorischen Ernährungsplan entwerfen und gemeinsam umsetzen. Oder sich zusammen das Ziel setzen, weniger zu rauchen oder zu trinken.

Bei all diesen Dingen, die einer gewisse Überwindung und Umstellung bedürfen, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit um ein Vielfaches höher, wenn Sie Personen in Ihrem Umfeld haben, die Sie dabei unterstützen.

Ernährungsumstellung – Essen Sie sich gesund!

Ziel der täglichen Nahrungsaufnahme sollte sein, dass das Körpergewicht gehalten oder reduziert wird. Eine Gewichtsreduktion als Vorbeugung von Diabetes darf aber nur solange erfolgen, bis das normale Körpergewicht erreicht wird, und keinesfall zu einer Unterernährung führen.

Vermeiden Sie Abweichungen vom Normalgewicht

Weshalb ist Übergewicht so gefährlich? Das Insulin, welches im Rahmen einer Zuckerkrankheit entweder nicht ausreichend gebildet wird oder nicht effektiv genug im Körper wirkt, wird durch zu viel Fett noch weiter in seiner Wirkung reduziert. Das bedeutet, dass Übergewicht Diabetes indirekt fördert, und den Blutzuckerspiegel weiter steigen lässt.

Gesunde Ernährung

Eine gesunde Mahlzeit sollte etwa zu 10 bis 20% aus Eiweiß, zu 25 bis 30% aus Fett und zu etwa 50% aus Kohlenhydraten bestehen. Gerade der Kohlenhydratwert ist bei nahezu jeder Mahlzeit in einem Fast-Food-Restaurant zu hoch.



Hierbei sollte auch beachtet werden, dass Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate sind. Es gibt kurzkettige und langkettig Zucker. Die langkettigen lassen den Insulinspiegel weniger steil ansteigen, und sind daher für Diabetiker oder Personen, die sich vor Diabetes schützen möchten zu empfehlen. Umsetzen lässt sich dies im Alltag bereits, in dem man nur noch auf Vollkornprodukte zurückgreift, und auf  somit auf Weißbrot verzichtet.

5 Ernährungstipps um Diabetes vorzubeugen

  • Essen Sie abwechslungsreich. Mageres Fleisch ist durchaus erlaubt, aber nicht täglich. Besser wäre es, wenn Sie verstärkt auf Fisch ausweichen. Achten Sie bei sämtlichen Milchprodukte darauf, die fettreduzierten Varianten zu kaufen.
  • Essen Sie 5 mal am Tag Obst oder Gemüse. Das ist deshalb so wichtig, weil diese Lebensmittel eine geringe Kaloriendichte besitzen. Sie können also vergleichsweise viel von ihnen essen, ohne zuzunehmen. Außerdem enthalten Obst und  Gemüse Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe, die für Ihre Gesundheit nur förderlich sein können.
  • Verzichten Sie auf übermäßig viel Salz und Natrium. Kräuter und Gewürze sind hingegen positiv für Ihre Gesundheit.
  • Halten Sie sich bei Süßspeisen und Süßigkeiten zurück. Diese beinhalten fast ausschließlich die kurzkettigen Kohlenhydrate, welche Ihren Blutzuckerspiegel in gefährliche Höhen schießen lassen.
  • Trinken Sie täglich einen Liter Wasser über Ihren Durst. Viel zu trinken ist enorm wichtig, um überschüssige Kohlenhydrate über den Urin hinauszuspülen.

Ausreichende Bewegung

Nicht nur aber vorallem für Personen, die Diabetes mellitus vorbeugen möchten, ist neben einer ausgewogenen Ernährung auch die sportliche Betätigung fundamental. Dabei ist nicht Leistungssport gemeint, und Sie brauchen auch keine Marathondistanzen laufen. Schon 30 Minuten tägliches, ruhiges Joggen oder Fahrrad fahren hilft ihrem Kreislauf enorm weiter. Generell sind alle Bewegungsformen, die sanft ihre Ausdauerfähigkeit beanspruchen ideal. Dazu zählen ebenso Schwimmen, Wandern oder Nordic Walking.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt hierbei, wenigstens 150min in der Woche spazieren zu gehen. Dabei kann ein kleiner Schrittzähler helfen, nicht zu mogeln. So raten Experten, dass 10 000 Schritte pro Tag ausreichen, um das Diabetesrisiko drastisch zu senken.

Rauchen und Alkohol vermeiden

Rauch und Alkohol sind Giftstoffe für Ihren Körper. Diese schädigen und schwächen ihn, auch wenn sie im Moment des Konsums nichts davon mitbekommen. Dennoch sollte Ihr Ziel für eine aktive Bekämpfung einer möglichen Diabeteserkrankung sein, möglichst gesund zu sein. Zudem ist Alkohol hochkalorisch, das bedeutet, dass Sie den Großteil der Gewichtsreduktion durch eine erfolgreiche Ernährungsumstellung bereits mit einem Bier pro Tag zu nichte machen würden. Das es dabei um die Wahl des alkoholischen Getränkes ankommt und Wein beispielsweise nicht schädlich wäre, ist leider ein Märchen.

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Diabetes Infografik

Risiko Diabetes – Alle Risikofaktoren im Überblick

Diabetes Infografik

 

Das Risiko an Diabetes Typ2 zu erkranken, hängt sowohl von der genetischen Veranlagung als auch von der Lebensweise ab. Mittlerweile gibt es schon handfeste Zahlen, wie groß das Ausmaß dieser Erkrankung in Europa, und dort besonders in Deutschland, wirklich ist.

Diabetes ist eine Volkskrankheit

Etwas mehr als jeder 10. Deutsche im Alter von über 20 Jahren ist ein Diabetiker, die allermeisten von ihnen leiden am vermeidbaren Typ-2-Diabetes. Diese Diabetesform wird gemeinhin als Resultat des Wohlstandssyndroms bezeichnet.

Das komplizierte dabei ist, dass die Folgeerkrankungen, von denen einige gar tödlich verlaufen können, nicht immer eindeutig dem Diabetes zugesprochen werden können. Dennoch ist ein signifikanter Zusammenhang nicht zu leugnen. Der schwerwiegendesten Folgeerkrankungen sind etwas Gefäßverschlüsse und damit einhergehende Schlaganfälle sowie Herzinfarkte.

Risikofaktoren für Diabetes Typ2

  • Übergewicht – und das liegt bei einem Bodymaßindex (BMI) von 25 und höher vor
  • Langfristig erhöhter Blutdruck (über 140/90 mmHg)
  • Taillenumfang von mehr als 80cm bei der Frau und 94cm beim Mann
  • erhöhte Blutfettwerte (müssen vom Arzt bestimmt werden)
  • weniger als 30min aktive Bewegung pro Tag
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum erhöht ebenfalls das Diabetesrisiko, und zwar bereit ab 12 Gramm Alkohol pro Tag (ein halbes Bier)
  • Gesteigert Verzehr von Fleisch und Wurstwaren (ab 600 Gramm pro Woche); insbesondere Schweine- und Rindfleisch ist mit einem Risiko behaftet.
  • Bei Frauen: Wenn bereits eine Schwangerschaftdiabetes festgestellt wurde liegt das Risiko, im späteren Leben an Typ-2-Diabetes zu erkranken bei etwa 20%

Nicht beeinflussbar sind folgende Risikofaktoren:

  • Mit zunehmendem Alter steigt das Diabetesrisiko rapide an. Dies beträgt bei 70-Jährigen über 50%.
  • Zuckerkranke Blutsverwandte erhöhen ebenso das Risiko, selbst an Diabetes zu erkranken. Denn auch bei Typ-2-Diabetes spielt die Veranlagung eine Rolle.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass sich das Diabetesrisiko durch eine gesunde Lebensweise, die genügend Bewegung, den weitgehenden Verzicht von Genussmitteln sowie eine ausgewogene Ernährung beinhaltet, deutlich nach unten schrauben lässt.



So raten Ärzte dazu, wenigsten 3 mal in der Woche einen sanften Ausdauersport auszuüben(Wandern, Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren) und auf eine zu fleischlastige Ernährung zu verzichten.

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Diabetes mellitus diagnostizieren

Diabetes erkennen und diagnostizieren

In diesem Beitrag wird erläutert, auf welche Warnhinweise des Körpers man achten sollten. Und ab wann es ratsam ist, zum Arzt zu gehen.

Wie erkenne ich Diabetes mellitus?

Die Anzeichen für Typ-1-Diabetes sind konkreter und verdichten sich in einem vergleichsweise kurzem Zeitfenster, wohingegen sich beim Typ-2-Diabetiker die Symptome erst nach und nach offenbaren.

Symptome von Diabetes

  • Abgeschlagenheit und unerklärliche Müdigkeit
  • Gewichtsschwankungen
  • häufiger Harndrang
  • häufiges Durstgefühl
  • gerötete, juckende Hautpartien
  • nächtliche Krämpfe
  • Sehprobleme bei Tageslicht
  • zeitweiliges Schwitzen, Zittern der Hände in Kombination mit Heißhunger

All diese Punkte müssen für Unterzucker und Überzucker spezifiziert werden.

Der letzte Punkt stellt die für Diabetiker gefährliche Situation eines Unterzuckers dar. Ohne baldige, kohlenhydrathaltige Nahrung fällt der Patient in Ohnmacht.

Werden diese Symptome nicht ernst genommen, so wird zusehends auch das Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen. Das kann sich dann in Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und allgemeiner Verwirrtheit äußern. In letzter Stufe wird dann ein komaähnlicher Zustand erreicht, in dem akute Lebensgefahr besteht.

Ursachen für eine akute Unterzuckerung (Hypoglykämie) sind körperliche Belastungen, verstärkter Alkoholkonsum, Erkrankungen oder eine fehlende Nahrungsaufnahme verantwortlich.

Bei einer Überzuckerung hingegen kann es zu Übelkeit, Erbrechen, andauerndem Harndrang sowie gesteigertem Durstgefühl kommen. Bei schwerem Überzucker können Atemstörungen und Bewusstseinstrübung hinzu kommen, die ohne Behandlung ebenfalls zum Koma führen.

Diabetes Diagnose

Gleich zu Beginn findet eine Blutzuckerbestimmung statt. Dabei muss der Patient unbedingt nüchtern sein, da sonst die Ergebnisse drastisch verfälscht werden. Laut medizinischer Vereinbarung liegt Diabetes mellitus vor, wenn der Glucosegehalt im Blut den Wert 126 mg/dl übersteigt.



Ein Wert von 100 bis 125, also knapp darunter, deutet auf eine Zuckerneigung, eine sog. abnorme Nüchternglucose, hin. In diesem Fall wird dem Patient ein Zuckerbelastungstest (oraler Glucosetoleranztest) vorgeschlagen, um der Schwere der Diabetesneigung festzustellen.

Bei einem solchen Zuckerbelastungstest erhält die Testperson eine reine Zuckerlösung, die in Wasser leicht verdünnt ist. Innerhalb von 5 Minuten muss diese getrunken werden. Während des Zuckerbelastungstest werden drei Blutzuckermessungen durchgeführt: Unmittelbar vor dem Trinken der Zuckerlösung, sowie eine und zwei Stunden danach. Aus diesen Blutzuckerwerten ergibt sich eine Kurve, die entweder auf völlige Stoffwechselgesundheit, eine gestörte Glucosetoleranz (= Diabetesvorstufe) oder Diabetes schließen lässt.

Wichtig ist bei diesen Blutzuckertests, dass dem untersuchenden Arzt die aktuelle Situation des Patienten wahrheitsgemäß geschildert wird. Denn Stress im Alltag, kürzlich eingenommene Medikamente oder Drogenkonsum können den Blutzuckerspiegel stark beeinflussen.

HbA1c-Wert Messung (Glykohämoglobin)

Vergleichsweise neue ist die Diagnose anhand des HbAc1-Wertes. Die große Stärke dieses Diagnoseverfahren liegt darin, dass er unabhängig von der derzeitigen Verfassung des Patienten den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8 Wochen angibt. Daher auch die Namen „Langzeitblutzucker“ oder „Blutzuckergedächtnis“. Mittlerweile gehört es deutschlandweit zum Standard, dass Diabetiker quartalsweise auch diesen Wert von ihrem Haushart bestimmen lassen.

Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes

Die Schwangerschaftsdiabetes gilt als eine der häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft. So wurde in Deutschland 2012 verordnet, dass zwischen der 24. und der 27. Schwangerschaftswoche eine abgeschwächte Variante des Zuckerbelastungstests durchgeführt werden sollte. Wird eine Schwangerschaftsdiabetes nachgewiesen, so muss die restliche Schwangerschaft von einem diabetologisch geschulten Arzt begleitet werden. Meist können schon kleinere Ernährungsumstellungen mit täglicher Bewegung ausreichen, um den Blutzuckerspiegel auf ein für Schwangere normales Niveau zu senken.

Zusammenfassung

Diabetes liegt in der Regel vor, wenn

– der Nüchternzucker im Venenblut mehr als 126 mg/dl beträgt

– der Blutzucker einmal über 200 mg/dl beträgt

– der der HbAc1- Wert 6,5% oder mehr beträgt

 

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Diabetes Typ1 und Typ2

Die verschiedenen Formen von Diabetes

Bei Diabetes mellitus handelt es sich in all seinen Varianten stets um eine Stoffwechselstörung. Allen Diabetesformen gemein ist das Kernsymptom, nämlich ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie). Doch die Ursachen sind dafür ganz verschieden. Somit werden all diese ‚Zuckerkrankheiten‘ je nach Ursache genauer benannt.

Etwas mehr als 5% aller Diabetiker sind von Typ-1-Diabetes betroffen. Diese Variante wird auch gerne als „juveniler“ Diabetes bezeichnet, weil er meist im Kinder- und Jugendalter auftritt. Ursache für den Typ 1 sind genetisch bedingte Zellstörungen in der Bauchspeicheldrüse.

Deutlich häufiger tritt hingegen der Typ-2-Diabetes auf. Um die 90% aller Zuckerkranken zählen zu dieser Gruppe. Hierbei spielen die genetische Veranlagung ebenso eine Rolle wie eine ungesunde Lebensweise, die sich in Übergewicht und Bluthochdruck äußert. In der Fachsprache wird hierbei vom sog. Wohlstandssyndrom gesprochen.

Der Energiestoffwechsel eines gesunden Menschen

Um zu verstehen, worin die genauen Unterschiede der Diabetestypen liegen, sollten wir einen kurzen Blick auf den Energiestoffwechsel unseres Körpers im gesunden Zustand werfen.

Zucker, also Kohlenhydrate wie etwas Glucose, sind für unseren Körper lebensnotwendig. So verbrennt bereits unser Gehirn täglich mindestens 120 Gramm Zucker. Die Kohlenhydrate gelangen über unsere Nahrung in unseren Verdauungstrakt. Im Darm werden die Kohlenhydrate in einzelne Zuckermoleküle zerlegt und werden als solche in den Blutkreislauf eingeschleust. Über den Blutstrom werden sie an alle Organe verteilt, besonders an Gehirn und Muskeln, da diese einen enormen Zuckerbedarf haben.

Somit ist es verständlich, dass wir zu der Tages- und Nachtzeit einen gewissen Blutzuckerspiegel haben. Dieser liegt bei ungefähr 80 bis 100 Gramm pro 100ml Blut. Wenn man gerade kohlenhydratreich gegessen hat, steigt dieser deutlich an.

Wenn der Körper einmal zu viel Glucose im Blut hat, so kann er diese in Glykogen, einer Energiespeicherform in Muskeln und Leber überführen. Zudem verfügt er über die Möglichkeit, Zucker in Fett umzuwandeln, und somit die Energie ebenso zu speichern.

So kann in Hungerphasen und in Zeiten körperlicher Belastung wie etwa beim Sport, das Glykogen zügig in Glucose umgesetzt und über den Blutkreislauf den Muskeln zur Verfügung gestellt werden.

Für den komplexen Kreislauf des Auf- und wieder Abbauen der Zuckermoleküle sind Hormone veranwortlich. Das bedeutendste ist hierbei Insulin, welches in den Langerhans’schen Inseln der Pankreas (Bauchspeicheldrüse) hergestellt wird. Ein Insulinausstoß ins Blut bewirkt, dass die Gewebszellen den im Blut gelösten Zucker aufnehmen. Die genau entgegengesetze Funktion besitzt das Hormon Glucagon, der Gegenspieler des Insulins.

Bei einem gesunden Menschen passiert also folgendes: Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel an. Die Bauchspeicheldrüse sendet daraufhin Insulin aus, damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt. Zudem wird dadurch bewirkt, dass ein Teil des Zuckerüberschusses in Speicherfett umgewandelt wird.



Das Problem beim Fehlen von Insulin ist also, dass das Blut nicht in die Gewebezellen von z.B. Muskeln gelangen kann. So steigt der Blutzuckerspiegel unaufhörlich an.

Die Nieren haben die Funktion, sämtliche Mineral- und Nährstoffe aus dem Primärharn dem Körper zurückzuführen, und nur die Überschüsse an die Blase weiter zu reichen, damit diese dann ausgeschieden werden können. Ab einem bestimmten Blutzuckerspiegel (Nierenschwelle) wird eine derartige Reabsorption nicht mehr durchgeführt, das bedeutet, dass vermehrt Zucker ausgeschieden wird. Dieser kann dann über Teststreifen, die man in den Urin hält, nachgewiesen werden.

Doch Zucker muss immer in hydratisierter Form vorliegen, damit er ausgeschieden werden kann. Das heißt also, dass gewaltige Wassermassen ‚mitgezogen‘ werden, was bei Patienten zu vermehrtem Harndrang und ständigem Durstgefühl führt.

Die schwerwiegendeste Folge ist allerdings der dauerhauft hohe Blutzuckerspiegel, welcher unter anderem das Infarkt- sowie Schlaganfallrisiko dramatisch erhöht.

Typ-1-Diabetes – eine Autoimmunerkrankung

Bei dieser Variante werden die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die zur Insulinherstellung benötigt werden, vom eigenen Immunsystem zerstört. Dabei spricht man von einer Autoimmunerkrankung. Die Folge dieser Erkrankung sind dauerhafter Insulinmangel und ein hoher Blutzuckerspiegel. Unbehandelt würde diese Diabetesform in kürzester Zeit zum Tod führen.

Mittlerweile gilt eine genetische Ursache als gesichert. Doch genaueres weiß man derzeit noch nicht.

Eine Sonderform des Diabetes Typ1 ist LADA. Dabei kommen die Symptome erst sehr viel später (frühestens ab dem 25. Lebensjahr) zu tragen, was ihn im wesentlichen vom klassischen, juvenilen 1er Diabetes unterscheidet.

Typ-2-Diabetes – die Folgen des Wohlstandssyndroms

Bei Typ-2-Diabetes handelt es sich immer um mehrer Störungen. Zum einen wird Insulin während der Nahrungsaufnahme nur zögerlich frei gesetzt, was den Blutzuckerspiegel kurzzeitig ins Unermessliche ansteigen lässt. Dabei spricht man von ‚Spitzenblutzuckerspiegel‘.

Desweitern können die Insulinmoleküle nicht effektiv an den Gewebszellen wirken. Das bedeutet, Zellen wie Muskelzellen sind in gewisserweise resistent gegen Insulin. Auch das führt zu einem Verbleib der Glucose im Blut.

Zudem vermutet man, dass sog. Chaperone in den beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse dafür verantwortlich sind, das, ähnlich wie bei Typ1-Diabetes, einige insulinproduzierende Zellen der Pankreas absterben.

Schwangerschaftsdiabetes

Die dritthäufigste Diabetesform betrifft ausschließlich Frauen: Die Schwangerschaftsdiabetes. Diese Gestationsdiabetes tritt erst im Laufe der Schwangerschaft auf und betrifft etwa jede 25. schwangere Frau.

Als Risikofaktoren gelten dabei Übergewicht, hochkalorische Ernährung sowie Bewegungsmangel. Doch es ist wohl auch eine erbliche Neigung bei den Betroffenen vorhanden.

Wichtig ist dabei zu wissen, dass während der Schwangerschaft eine leichte Blutzuckererhöhung völlig normal ist, denn der Körper samt Embryo weist einen erhöhten Energiebedarf auf.

In der Regel verschwindet Diabetes mit der Enbindung. Bei weiteren Geburten liegt das Risiko, erneut an der Zuckerkrankheit zu erkranken, bei etwa 30%.

Dennoch sollte Schwangerschaftsdiabetes als ernstzunehmender Hinweis gelten. Denn die Wahrscheinlichkeit der betroffenen Frauen, im späteren Leben an Typ-2-Diabetes zu erkranken, ist um das 8fache gesteigert. Hier kann eine gesunde Ernährung in Kombination mit viel Bewegung entgegenwirken.

Weitere Zuckerkrankheiten

Über 99% aller Diabetespatienten haben Typ1, Typ2, LADA oder Schwangerschaftsdiabetes. Doch es gibt auch weitere Formen, die hier nur der Vollständigkeit halber genannt werden.

So können Tumore oder chronische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ebenso zu einer gestörten Insulinausschüttung führen. Auch können diverse andere Hormone wie Kortisol und Wachstumshormone den Insulinhaushalt und damit indirekt den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen.

Eine Vielzahl an Erkrankungen haben eine Zuckererkrankung quasi als Begleiterscheinung. Dazu zählen Röteln und Mukoviszidose. Zu guter letzt können auch Medikamente wie Kortison oder Mittel gegen Herzleiden einen erhöhten Blutzuckerspiegel als Nebenwirkung haben.

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