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Keuchhusten trotz Impfung – wie richtig behandeln?

Keuchhusten trotz Impfung – Ursachen, Symptome, Behandlung

Keuchhusten trotz Impfung – wie richtig behandeln?Der Keuchhusten ist den meisten Eltern sicherlich bekannt. Denn am häufigsten ist das Kleinkind betroffen, weil der Keuchhusten sich rasant vermehrt und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit übertragen wird. Denn Keuchhusten überträgt sich mittels Tröpfchenmethode. Es reicht aus, wenn das Kleinkind einfach nur jemanden angefasst hat oder das Baby angefasst wurde, wenn man derzeit Keuchhusten hat. Das bedeutet, dass der Keuchhusten in jedem Fall schwer ansteckend ist und aus diesem Anlass gibt es eigentlich eine Vorsorge, indem frühzeitig der Nachwuchs, am besten als Baby, geimpft wird, um vorsorglich Antikörper aufbauen zu können und dem Keuchhusten so keine Chance zu geben. Doch das Bakterium Bordetella Pertussis, wie das Keuchhusten Bakterium genannt wird, ist stark und kann sogar trotz Impfung Symptome einer Erkältung auslesen, was wir uns mal genauer mit Ihnen anschauen wollen.

Ursachen und Symptome von Keuchhusten

Der Verlauf von Keuchhusten trotz Impfung bleibt im Grunde immer derselbe. Es macht sich langsam eine Erkältung breit, indem Symptome wie Gliederschmerzen, Reizungen der Atemwege auftreten und eben Husten. Dadurch können auch Halsschmerzen und andere Symptomatiken wie Appetitmangel auftreten. Die Ursachen sind meist durch Übertragung wie Küsschen, Tröpfchen, Händchen halten & Co möglich, sodass nochmals anzumerken ist, wie ansteckend der Keuchhusten ist. Bei Erwachsenen kann er nicht mehr nachhaltig geimpft werden, weil diese keine Antikörper mehr bilden würden. Das Immunsystem ist voll ausgereift und würde dann wahrscheinlich gegen die Impfung ankämpfen, was Mediziner vermuten, sodass Keuchhusten trotz Impfung gerade bei Erwachsenen der Fall ist.

Behandlung und Therapie von Keuchhusten

Trotz Impfung kann Keuchhusten auftreten, weil keine Antikörper da sind. Vor allem bei einer noch frühen Impfung kann nicht sofort erwartet werden, dass die Bakterien Pertussis schnell abgewehrt werden können. Gerade auch in einer Schwangerschaft kann die Keuchhusten Impfung nicht stattfinden, weil da allgemein durch hormonelle Umschwankungen auf derartige Impfungen verzichtet wird. Die Behandlung, wenn der Keuchhusten aufgetreten ist, ist mit Antibiotika möglich. Keuchhusten möglich, wenn man geimpft wird? Auch das stimmt und hier kommt trotzdem Antibiotika zum Einsatz. Außer in der Schwangerschaft, da muss ein Arzt genauer schauen, was Schwangere vertragen und was nicht, um das Ungeborene zu schützen. Deswegen ist auch keine Impfung innerhalb der Schwangerschaft möglich.

Vorsorge gegen Keuchhusten

Keuchhusten möglich mit einer Impfung vorzubeugen? Je früher ein Baby geimpft wird desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Verlauf von Keuchhusten komplett eingedämmt werden kann. Natürlich müssen regelmäßige Nachimpfungen stattfinden, aber wer früh beginnt, dem dürfte der Keuchhusten im Alter erspart bleiben. Leichter Keuchhusten ist mittels Antibiotika auch schnell abgeheilt, aber er kann auch chronisch werden. Kann Keuchhusten auftreten, wenn Sie gerade geimpft wurden? Natürlich, weil noch keine Antikörper entwickelt wurden, sodass Sie bitte nicht erwarten können, dass ein leichter Keuchhusten schon verschwindet, sobald Sie gerade geimpft wurden. Deswegen raten wir an, frühzeitig und alle Impfungen mitzunehmen, damit der Keuchhusten keine Chance hat.

Keuchhusten trotz Impfung bedeutet entweder, dass Sie keine Antikörper gebildet haben, was vor allem bei Erwachsenen der Fall ist oder dass die Impfung noch zu kurzfristig vor Ausbruch des Keuchhustens war, um aktiv zu werden.

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Nach Gelbfieberimpfung Alkohol trinken? Keine gute Idee!

Die Gelbfiebermücke ist eine Mücke, vor der Sie sich in Acht nehmen müssen. Denn sie überträgt das gefährliche Gelbfieber, woran jährlich in Afrika und auf der ganzen Welt tausende Menschen sterben, die keinen notwendigen Zugang zur medizinischen Versorgung haben. Im Allgemeinen wissen Sie doch sicher, dass nicht Haie, Nasshörner, Kühe und Reptilien für viele Todesursachen verantwortlich sind, sondern jährlich sowieso 1 Millionen Menschen durch die unterschiedlichsten Mücken sterben oder? So ergeht es auch der Gelbfiebermücke, die vielen Menschen schon das Leben gekostet hat, aber jetzt gibt es eine Impfung gegen das Fieber, damit Sie vorbeugend vor dieser gefährlichen Mücke geschützt werden. Haben Sie das etwa nicht gewusst?

Wann sollten Sie sich gegen eine Gelbfiebermücke und das Gelbfieber impfen lassen?

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie sich gegen das Gelbfieber eine Impfung verpassen lassen möchten, dann denken Sie nach, wo Ihre Reisen im Urlaub mal hingehen werden. Asien, Afrika sowie Südamerika sind ganz entscheidende Gebiete, wo die Gelbfiebermücke überdurchschnittlich anzutreffen ist. Vergessen Sie aber nicht, dass auch Mücken als blinde Passagiere weltweit zum Vorschein kommen und die Klimabedingungen verändern sich, sodass die Gelbfiebermücke jederzeit auch anderswo besonders häufig anzutreffen sein kann. Also lieber Vorsicht als Nachsicht oder was denken Sie?

Alkohol vor der Gelbfieberimpfung vermeiden

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, weil Sie womöglich Angst vor Spritzen haben, ein Glas Wein, Sekt oder Bier zu trinken, ehe Sie zur Gelbfieberimpfung gehen, bitte lassen Sie es. Es gibt bei jeder Impfung, auch der Grippeimpfung einige Nebenwirkungen, die auftreten können und gerade Alkohol verstärkt diese deutlich. Zudem ist Alkohol ein Blutverdünner, der dafür verantwortlich sein kann, dass die Impfung etwas mehr blutet als üblicherweise und das muss wirklich nicht sein!

Alkohol nach der Gelbfieberimpfung möglich?

Grundsätzlich würde dem nicht gegensprechen, aber es wäre besser nach Anweisung der Ärzte, die das sicherlich bestätigen können, auf Alkohol innerhalb der nächsten 24 Stunden zu verzichten. Innerhalb dieser Zeit treten unter Umständen Nebenwirkungen wie Schwindel oder etwas Müdigkeit sowie Erbrechen auf und da kann Alkohol als weiterer Auslöser die Nebenwirkungen begünstigen sowie bestärken. Das wollen Sie sicherlich vermeiden und sollten aus diesem Anlass dem Alkohol sowohl vor als auch nach der Impfung den Rücken kehren.

Es kann sich immer lohnen, rechtzeitig eine Impfung in Betracht zu ziehen, wo man sonst einen Krankenhausaufenthalt in Betracht ziehen müsste und im schlimmsten Fall, je nach Ort und Reiseland, stirbt, weil eine gute medizinische Versorgung nicht vorhanden ist. Deswegen impfen sich immer mehr Menschen gegen das Gelbfieber, aber bitte ohne Alkohol vor oder nach der Impfung. Alkohol beschleunigt die Nebenwirkungen und kann sie zudem deutlich begünstigen und erschweren. Nicht jeder erleidet Nebenwirkungen, aber mit der Einnahme von Alkohol kann das durchaus möglich sein, dass Sie doch von Nebenwirkungen heimgesucht werden, was zu vermeiden ist. Jetzt dürfen Sie natürlich entscheiden, ob Sie sich gegen das Gelbfieber aus reiner Vorsicht impfen lassen möchten oder nicht. Doch wenn Sie ehrlich sind, spricht vieles dafür, dass man sich gegen die Mücke als Überträger und ihren Virus, der Sie durchaus arg beanspruchen kann, impfen lässt, stimmt es?

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impfempfehlung

Impfempfehlungen – Gegen was soll ich mich impfen lassen?

Die Impfstoffwächter in Deutschland

Sehen wir uns zunächst die ofiziellen Empfehlungen an. Wozu raten Staat und Forschungsinstitute? Für öffentliche Impfempfehlungen ist deutschlandweit die ‚Ständige Impfkommission‘ des Rober Koch-Instituts, kurz STIKO, zuständig. Die Überwachung der Impfstoffsicherheit obliegt dem Paul-Ehrlich-Institut. Dieses ist auch für Bearbeitung von Nebenwirkungen oder Zwischenfällen zuständig. Im sog. ‚Epidemiologischen Bulletin‘ werden von Seiten der STIKO jährlich die neuesten Impfempfehlungen veröffentlicht und erläutert.

Impfempfehlungen

Insgesamt werden für Personen, die sich ausschließlich in Deutschland aufhalten,  Standardimpfungen gegen folgende Krankheiten empfohlen:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Keuchhusten
  • Hib
  • Kinderlähmung
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken
  • Meningokokken
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken
  • Damen: Gebärmutterhalskrebs
  • Senioren: Influenza (Grippe)

 

Zusätzlich werden bei Reisen als sog. Indikationsimpfungen empfohlen:

  • Cholera
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A
  • FSME
  • Tollwut
  • Typhus

 

In Österreich sind die Impfempfehlungen nahezu identisch – nur gegen Gürtelrose wird es zusätzlich empfohlen, sich impfen zu lassen.

Sind Impfungen für jeden sinnvoll?

In Deutschland wurden mittlerweile über 1500 Erreger nachgewiesen, welche bei uns Menschen Krankheiten hervorrufen. Die Dunkelziffer ist wohl gar ein Vielfaches davon. Doch wir haben lediglich gegen 22 dieser Infektionskrankheiten eine Impfungmöglichkeit. Daher müssen wir uns die Frage stellen, nach welchen Kriterien die Impfpläne eigentlich erhoben werden. Was macht eine Standardimpfung aus, die möglichst jeder Bürger, egal welchen Alters oder Berufsstands er oder sie ist, einnehmen sollte? Und wo lohnt es sich lediglich für spezielle, gefährdete Berufsgruppen oder Säuglinge / Kleinkinder, sich den Impfschutz zu holen? Die Antworten auf diese Fragen sind wohl für jeden Nutzer von Impfungen von Bedeutung, denn dadurch wird die individuelle, persönliche Gefährdungsbeurteilung ungemein erleichtert. Daher sollte man sich folgende Fragen für jede Erregergruppe, gegen die es einen Impfstoff gibt, stellen.


Beschaffenheit und Übertragungsweg des Erregers

Zunächst ist es sinnvoll, sich alle Informationen zum jeweiligen Erreger die dadurch induzierte Krankheit einzuholen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Frage nach dem Reservoir. Also gilt es zu prüfen, ob der Erreger möglicherweise ausschließlich den Menschen befällt – was eine Ausrottung des Erregers bei konsequenter Impfung eines jeden Menschen ermöglichen würde. Zudem gilt es die Aggressivität sowie die Übertragungwege einzuschätzen. Bei zur Übertragung eventuell benötigten, tierischen Vektoren wie Mücken ist selbstverständlich zu klären, ob diese Vektoren in Zentraleuropa überhaupt vorkommen. Ein weiterer Punkt wäre die Infektiosität und das Überprüfen, ob auch Infizierte ohne Symptome infektiös für ihre Mitmenschen sein können.

Vorkommen des Erregers

Die wohl sicher trivialste Frage ist die nach dem Vorkommen eines bestimmten Erregers. Kaum jemand, der ausschließlich in Deutschland lebt und weder beruflich noch privat viel mit Menschen zu tun hat, die tropische Länder bereisen, wird sich gegen Malaria impfen lassen. Denn der Erreger und mit ihm die Vektoren (Moskitos) gibt es hier schlichtweg einfach nicht. Schließlich sollte man noch in Erfahrung bringen, wie lange eine etwaige Immunität nach Impfung anhält und ab welchem Lebensalter geimpft werden darf.

Schwere der Krankheit

Natürlich muss auch die schwere einer möglichen Infektion und der einher gehenden Krankheit berücksichtigt werden. Je schwerer diese ist, desto dringlicher wird eine Impfung empfohlen und desto wahrscheinlicher ist eine Einstufung als Standardimpfung. So kommt die Diphtherie nur noch sehr selten vor, doch da die Mortalitätsrate dieser schweren Erkrankung immens ist, gehört sie nach wie vor zur den Grundimpfungen, auch in Deutschland.

Impfempfehlungen – 2 exemplarische Einschätzungen

Beispiel 1: Masern

Die Erreger der Masern kommen immer noch deutschlandweit vor und der Krankheitsverlauf ist definitiv ernst zu nehmen. Darum ist eine Standardimpfung etwa zu Beginn des 2. Lebensjahres angezeigt. Früher zu impfen ist nicht sinnvoll, da das Kleinkind noch über ausreichend Anitkörper der Mutter verfügt. Eine Impfung zu diesem Zeitpunkt würde durch diese Antikörper neutralisiert werden, und der Impfeffekt würde verpuffen.

Beispiel 2: FSME

FSME wird über Zecken übertragen, wobei das hauptsächliche Gefährdungsgebiet auf den süddeutschen Raum begrenzt ist. Daher gibt es gegen FSME keine Standardimpfung sondern lediglich eine Impfempfehlung für die Personen in diesem Gebiet und insbesondere an jene Perosnengruppen, die beruflich (Förster, Jäger) oder privat (Pilzsammler, Wanderer) einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Gegen was soll ich mich nun impfen?

Um für sich selbst herauszufinden, welche Impfungen Sinn ergeben, sollten zusammenfassend folgende Aspekte hinterfragt werden:

  • Inzidenz – also die Häufigkeit des Auftretens, veranschaulicht durch Relationen zu anderen Erkrankungen
  • Prävalenz – Zahl der aktuell Erkrankten
  • Prozentualer Anteil an symptomatischen und nicht-symptomatischen Infektionen unter Einbezug einer Dunkelziffer
  • Gefährlichkeit der Krankheit sowie Krankheitsverlauf und – dauer
  • Etwaige Folgeerkrankungen
  • Häufigkeit von Komplikationen bei Krankheit und bei Impfung
  • Risikogruppen für bestimmte Erreger (siehe oben)
  • Zuverlässigkeit und Dauer des Impfschutzes

Das sind mit Sicherheit nicht alle Punkte, die überdacht werden müssen – aber wohl mit die wichtigsten. Ein weiterer Punkt wären institutionell-gesellschaftliche Vorgaben zu gewissen Impfungen. So sind zum Beispiel für den Besuch eines Kindergartens bestimmte Impfungen oftmals eine Grundvoraussetzung.

Insgesamt erscheinen die obigen Impfempfehlungen aber auch unter der Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände eine sehr gute Orientierung geben zu können.

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Praxistipps Impfung Impfstoffe

Umgang mit Impfungen und Impfstoffen – Praxistipps

Folgende 7 Tipps helfen Ihnen dabei, Fehler beim Umgang mit Impfstoffen oder der Impfung an sich zu vermeiden.

Regelmäßige Impfbuchkontrolle

Durch die regelmäßige Impfbuchkontrolle haben Sie ihre Auffrischungsimpfungen immer im Blick. Bitten Sie Ihre Arzt darum, für Sie den nächsten Termin mit Bleistift in das Impfbuch einzutragen. So wird sichergestellt, dass Sie sich nicht verrechnen.

Kommunikation mit dem Hausarzt

Sprechen Sie vor der anstehenden Impfung mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie sich nicht gut fühlen. Wenn sich ein Infekt anbahnt und Sie geschwächt sind, kann dies insbesondere bei Lebendimpfstoffen zu ernsthaften Komplikationen führen! Desweiteren sollten Sie Ihren Arzt unbedingt darüber informieren, wenn Sie eine zurückliegende Imfpung nicht vertragen haben und spezielle Nebenwirkungen festgestellt haben.

Vor Reisen die Infektionsrisiken ermitteln

Gerade bei Reisen in Entwicklungsländer gilt es sich zu informieren und einen präzisen, zeitlichen Impfplan zu erstellen. Bedenken Sie dabei, dass Lebendimpfstoffe nur in bestimmten, meist mehrwöchigen Abständen voneinander geimpft werden können. Bei den meisten Impfstoffen ist eine mehrmalige Grundimmunisierung notwendig.


Lagerung von Impfstoffpräparaten

Haben Sie selbst den Impfstoff bei sich, so muss eine enger Temperaturbereich zwingend eingehalten werden. Dieser liegt nahezu immer bei +2 und +8 Grad Celsius. Keinesfalls darf der Impfstoff einfrieren. Lagern Sie das Präparat am Besten in der räumlichen Mitte Ihres Kühlschranks, denn dort stimmt die tatsächliche Temperatur am genauesten mit der von Ihnen manuell eingestellten Temperatur überein.

Impfstoff vor der Impfung auf Körpertemperatur erwärmen

Umschließen Sie mit Ihrer Hand die gefüllte Spritze für mindestens 4 bis 5 Minuten, damit der Impfstoff Ihre Körpertemperatur annehmen kann. Nur bei dieser Temperatur ist er aktiv und wirksam.

Nicht verkrampfen

Bleiben Sie bei einer Injektion in den Oberarm lockern, lassen Sie den Arm herunterhängen und verkrampfen Sie trotz des bevorstehenden Einstichs nicht. Denn eine Verkrampfung wird im Anschluss an die Impfung zu Schmerzen führen, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Muskulatur leicht verletzt hat.

Dokumentation der Impfungen

Überprüfen Sie das exakte Eintragen der jeweiligen Impfungen. Auch ein Arzt ist nur ein Mensch und kann Fehler begehen. Ist eine Impfung im Impfass nicht dokumentiert, so gilt sie als nicht durchgeführt. Ob nun bereits geimpft wurde oder nicht lässt sich mittlerweile allerding aufwendig mithilfe einer Antikörperbestimmung feststellen.

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Schutzimpfung

Schutzimpfung – Ist eine Impfung wie die andere?

Schutzimpfung – Impfstoffarten sind verschieden

Mit einer Schutzimpfung wird das Ziel verfolgt, gegenüber einem spezifischen Infektionserreger eine Immunität zu schaffen. Dies geschieht dabei meist über Antikörper. Im Prinzip unterscheidet man vier Arten von Schutzimpfungen:

  • Lebendimpfung – hier werden vermehrungsfähige, aber hinsichtlich ihrer schädigenden Eigenschaften abgeschwächte Erreger injiziert
  • Totimpfung mit abgetöteten Erregern
  • Totimpfung mit lediglich einzelnen Bestandteilen von Erregern – i.d.R. Eiweiß- oder Kohlenhydratmoleküle
  • Toxoidimpfung – bei dieser Schutzimpfung wird keine Immunität gegen den Erreger selbst, sondern gegen das von ihm erzeugte Gift, das sog. Toxin, gebildet.

 

Schutzimpfungen unterscheiden sich im Zeitpunkt der Impfstoffgabe

Normalerweise werden Impfstoffe vor Beginn einer möglichen Gefährdung verabreicht. So impft man sich beispielsweise einige Wochen vor einer Reise in ein gefährdetes Gebiet, oder vor dem Eintritt in eine mit Infektionsgefahren verbundene berufliche Ausbildung.

Es gibt jedoch auch Impfstoffe, welche beinahe ausschließlich unmittelbar nach dem Kontakt mit einem Erreger verabreicht werden. Dies ist z.B. bei Masern oder Röteln der Fall.

In wiederum anderen Fällen kommt eine sog. aktiv-passive Impfung oder auch Simultanimpfung zum Einsatz. Dabei werden die Antikörper, welche den (Lebend-)Impfstoff neutralisieren könne, gleich mit injiziert, um die Sicherheit zu erhöhen. So kann ausgeschlossen werden, dass die geimpften Erreger die Oberhand gewinnen, noch bevor der Körper mit der eigenen Antikörperbildung beginnen konnte. Diese additiven, zusätzlich verabreichten Antikörper sind Immunglobuline, welche man aus dem Blut von bereits immunen Menschen gewonnen hat. Beispiele, die eine Simultanimpfung erforderlich machen, sind Fuchsbisse (Tollwut) oder mit Erdreich verschmutzte, äußere Wunden (Tetanus).

Ziel einer Schutzimpfung

Das Erreichen einer lebenslanger Immunität aufgrund einer einmaligen Impfstoffgabe darf wohl als das Idealziel einer jeden Schutzimpfung gelten. Leider sind bei wir immer noch bei zahlreichen Impfpräparaten noch weit davon entfernt. Der werden nun die Vor-und Nachteile der jeweiligen Impfstoffe sowie die Prinzipien der Impfstoffherstellung vorgestellt.


Lebendimpfung

Die Basis zur Gewinnung eines Lebendimpfstoffs liegt in der Züchtung von Erregern, welche die krankmachende Wirkung bzw. Eigenschaften verloren haben. Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Mutanten, also von Erregerstämmen, welche spontan durch genetische Veränderungen ihre toxische Eigenschaft verloren haben. Diese Methode ist deshalb möglich, weil die Erreger in aller Regel sehr kurz Reproduktionszyklen in Nährmedien haben, sodass die Wahrscheinlichkeit, nach wenigen Tagen des ‚Bebrütens‘ auf eine derartige Mutante unter tausenden Erregerindividuen zu stoßen, sehr groß ist.

Doch im Falle der Züchtung erfolgen zunächst mehrere Selektionsstufen, wodurch die Erreger nach und nach ihre toxische Eigenschaften verlieren. Dabei variiert man zwischen jeder Generationsstufe der Viren die Umgebungsparameter, sodass nur bestimmte Individuen mit entsprechendem Erbgut überleben. Über diese mikrobiologischen Verfahren gewinnt man nach etwa 20 bis 30 Schritten die gewünschten, harmlosen Erreger. Durch dieses Verfahren, das mehrere Monate dauern kann, werden u.a. Impfstoffe gegen die Erreger von Mumps, Masern, Gelbfieber und Windpocken hergestellt.

Vorteil und Nachteil einer Lebendimpfung

Der große Vorteil einer Schutzimpfung mit lebenden Erregern liegt in der natürlichen Nachahmung einer Infektion, wodurch gleich alle möglichen Antigen-Variationen des Erregers angeboten werden. Die Immunität, welche dabei hervorgeht, hält meist ein Leben lang. Und der Schutz ist bei nahezu 100%.

Ein Nachteil von Lebendimpfstoffen liegt in der Gefahr der Rückmutation der Erreger. Das bedeutet, dass die zuvor mühevoll auf Unschädlichkeit gezüchteten Erreger spontan doch wieder in der Lage sind, ihre toxische Wirkung zu entfalten. Diese Gefahr lässt sich nicht vollständig kontrollieren. Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Rückmutation bei 1:3 Millionen Impfungen.

Totimpfung

Ist eine Lebendimpfung nicht möglich, weil die Sicherheit aufgrund häufiger Rückmutationen nicht gewährleistet werden kann oder schlicht keine Züchtung durchgeführt werden kann, so ist eine Totimpfung eine Alternative.

Dabei werden die Erreger entweder physikalisch mittels Erwärmung oder chemisch durch keimabtötende Agenzien wie Formaldehyd inaktiviert. Auf diese Weise ist es mittlerweile gelungen, unter anderem gegen Kinderlähmung, Tollwut, Influenza sowie Hepatitis A einen wirksamen Impfstoff herzustellen.

Vorteil und Nachteil der Totimpfung

Der Vorteil dieser Variante der Schutzimpfung liegt in der Ungefährlichkeit. Durch das Abtöten der Erreger ist eine Reaktivierung unmöglich. Der Nachteil liegt allerdings im Zwang der häufigen Impfwiederholungen. So folgen auf eine mehrmals durchgeführte Grundimmunisierung in regelmäßigen, zeitlichen Abständen weitere Auffrischungen. Dies ist erforderlich, um das Immunsystem immer wieder zur Antikörperproduktion anzuregen. Eine Auffrischung zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes erfolgt je nach Impfstoff alle 3 bis 10 Jahre.

Toxoidimpfung

Ist es nicht notwendig, die Erreger abzutöten, da diese an sich für den Organismus unschädlich sind, so wird meist zu einer Toxoidimpfung geraten. Bei dieser Schutzimpfung wird lediglich eine Immunität gegen die produzierten Giftstoffe (Toxine) anvisiert. Dieses Vorgehen wird bereits bei Diphtherie und Keuchhusten erfolgreich angewendet. Im Rahmen der Impfstoffherstellung werden die Toxine so molekular verändert, dass sie nicht mehr giftig sind und dennoch die Antikörperbildung gegen das eigentliche Gift zu fördern. Solche Toxine nennt man dann Toxoide.

Auch hier ist eine regelmäßige Auffrischung erforderlich. Zudem besteht z.B. bei Diphtherie das Problem, dass infizierte aber geimpfte Personen zwar nicht selbst erkranken, aber andere Personen dennoch (unbemerkt) anstecken können.

Der Trend geht zu Kombinationsimpfstoffen

Da häufig Säuglinge und Kleinkinder geimpft werden, möchte man über Kominationsimpfstoffe die Belastung für die Geimpften möglichst gering halten. Solche Kombinationspräparate gibt es nicht nur Tot- oder Toxoidimpfstoffen, sondern auch bei Lebendimpfstoffen. Inzwischen mit bis zu acht unterschiedlichen Impfstoffkomponenten.

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