Trockene Augen am Arbeitsplatz: 5 Tipps

Trockene Augen kommen heutzutage bei vielen Menschen vor, vorallem in Folge einer regelmäßigen Arbeit am Bildschirm. Dadurch, dass sie den Großteil des Tages bewegungslos auf den Monitor starren, tun sie ihrer Gesundheit jedoch keinen Gefallen. Nicht nur kann es auf Dauer zu lästigen Verspannungen im Nacken, in den Schultern und im Rücken kommen – auch die Augen leiden unter der Belastung.

Symptome

Trockene Augen verursachen typische Symptome wie Trockenheit, Brennen und Juckreiz. Einfach die Arbeit sein zu lassen und stattdessen in die Natur zu gehen, ist jedoch meist keine echte Alternative. Dafür gibt es aber eine Reihe weiterer Maßnahmen, die man stattdessen ergreifen kann.

Tipps gegen trockene Augen am Arbeitsplatz

Augentropfen zum Befeuchten

Eigentlich befeuchten sich die Augen im Alltag gewissermaßen selbst. Wenn der Blick locker im Raum umherschweift, passiert es automatisch, dass wir zwischendurch blinzeln und die Tränenflüssigkeit sich dadurch auf dem Auge verteilt. Bei der Bildschirmarbeit ist der Blick jedoch relativ starr. Wir fokussieren uns auf einen einzigen Punkt und bewegen die Augen dabei äußert wenig. In der Folge findet auch das Blinzeln zu wenig statt, der Blick wird starr und die Augen trocknen aus. Die Folge sind trockene Augen, die empfindlich reagieren.

Eine Lösung kann es sein, spezielle Tränenersatzmittel zur Befeuchtung der Augenoberfläche zu nutzen. Diese kann man in jeder Apotheke kaufen. Die meisten Menschen berichten dabei eine sehr unterschiedliche Wirksamkeit in Bezug auf die Augentropfen. So kann es nötig sein, verschiedene Tropfen auszuprobieren und das Tränenmittel mitunter mehrmals zu wechseln.

Die richtigen Kontaktlinsen

Trockene Augen sind vor allem bei Kontaktlinsenträgern häufig ein Problem. Dies betrifft jedoch insbesondere Kontaktlinsen, die nicht ideal für das jeweilige Auge sind. Kontaktlinsen, die schlecht angepasst sind, reizen mitunter die Augenoberfläche und führen zu einem unangenehmen Fremdkörpergefühl. Man könnte meinen, Kontaktlinsen mit einem hohen Wassergehalt würden Abhilfe schaffen – dies ist jedoch ein Trugschluss.

Wasserhaltige Linsen entziehen dem Tränenfilm Flüssigkeit, um geschmeidig zu bleiben, und trocknen das Auge so zusätzlich aus. Doch es gibt spezielle Linsenmodelle, die bei trockenen Augen helfen können. Dabei handelt es sich um Exemplare mit einem integrierten Feuchtigkeitsspeicher oder Linsen aus Silikon-Hydrogel. Kontaktlinsenträger können sich im Zweifelsfall beim Optiker ihres Vertrauens beraten lassen.

Trockene Augen? Pausen sind wichtig

Oft ist es bereits hilfreich, die Arbeit am Computer in regelmäßigen Abständen zu unterbrechen und eine kleine Pause einzulegen. Diese Pause kann genutzt werden, um zu blinzeln, die Augen kurz zu schließen oder einen kleinen Spaziergang zu machen. Auch dem Rücken wird es guttun, sich während des Arbeitstages öfter zu bewegen.

Des Weiteren sollte man darauf achten, alle paar Minuten vom Bildschirm aufzuschauen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Das trainiert die Augenmuskulatur und hilft so dabei, Kurzsichtigkeit vorzubeugen. Außerdem wird durch Bewegung an der frischen Luft die Durchblutung angeregt – im ganzen Körper, speziell aber auch in den Augen.

Die Schriftgröße anpassen

Wenn die Buchstaben auf dem Bildschirm zu klein sind, müssen wir möglicherweise die Augen stark zusammenkneifen, um etwas erkennen zu können. Das schadet nicht nur den Augen, es führt auch mitunter dazu, dass wir den Nacken stetig weiter vorschieben und immer verkrampfter werden. Selbst ständige Kopfschmerzen hinter den Augen können dadurch ausgelöst werden.

Angenehmer ist es, dafür zu sorgen, dass man von vornherein den Bildschirm gut erkennen kann. Buchstaben und Zeichen sollten mühelos und entspannt lesbar sein. Um die Einstellungen anzupassen, kann man in Windows zum Beispiel mit der Tastenkombination „STRG“ und „+“ arbeiten. Wenn man beide Tasten gleichzeitig drückt, verändert sich automatisch die Schriftgröße.

Auf die Beleuchtung am Arbeitsplatz achten

Das Sonnenlicht kann tatsächlich das mentale Wohlbefinden stärker beeinflussen, als uns bewusst ist. Die meisten Menschen sind an warmen, sonnigen Tagen deutlich besser gestimmt, als wenn es draußen grau und dunkel ist.

Gut zu wissen

Auch der biologische Rhythmus hängt vom Sonnenlicht ab: Je weniger Licht vorhanden ist, umso eher werden wir uns müde und träge fühlen.

Umso wichtiger ist es, an einem Arbeitsplatz zu sitzen, der optimal ausgeleuchtet ist – nicht nur für die Augen, sondern für das Wohlbefinden des gesamten Organismus. Ideal ist es, wenn der Schreibtisch direkt am Fenster steht und ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Ist dies jedoch nicht möglich oder draußen ist es schlichtweg zu düster, dann kann auch künstliches Licht Abhilfe schaffen.

Nicht umsonst stellen sich viele Menschen im Winter eine Tageslichtlampe an den Schreibtisch: Das helle Licht hebt die Laune und lässt sie wacher und produktiver arbeiten. Die Beleuchtung von Decken und Schreibtischlicht sollte für einen spürbaren Effekt etwa 500 Lux betragen. So müssen sich die Augen weniger anstrengen, um lange am Bildschirm zu arbeiten, und ermüden auch insgesamt langsamer. Dadurch können trockene Augen geschont werden.