Archiv der Kategorie: Therapie Knie

Übungen für das Knie nach TEP

Knie TEP Übungen in der Physiotherapie – Flexion und Extension

Übungen für das Knie nach TEPIst das Knie stark beschädigt, etwa durch eine Arthrose oder durch einen degenerativen Knorpelverschleiß, so hilft heufig nur noch eine Totalendoprothese, kurz TEP. Dabei handelt es sich um ein künstliches Kniegelenk, an das sich in den Wochen und Monaten nach der Operation sämtliche Bänder und Muskeln mithilfe spezieller Übungen gewöhnen müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Reha bei einer Knie-Endoprothese bereits schon wenige Tage nach der Operation lanciert wird. Zunächst wird dabei allerdings vollkommen auf Gewichte und Belastungen verzichtet. Es geht zu Beginn der Krankengymnastik ausschließlich darum, erste Bewegungen zu schulen und den gesamten Bewegungsapparat sanft an die Prothese im Knie zu gewöhnen. Bei TEP sind Übungen mit Vollbelastung oder Theraband erst nach einige Wochen denkbar. Prinzipiell ist es den Patienten freigestellt, ob sie einzeln oder in der Gruppe die Knie TEP Übungen durchführen. Auch gibt es aquatische Methoden wie ein Bewegungsbad oder Wassergymnastik, die vielen TEP-Patienten helfen ihre gewohnte Mobilität zügig zurück zu erlangen.

Physiotherapie: Knie TEP Übungen in der Reha

Der frühest mögliche Zeitpunkt um mit den TEP Übungen für das Knie zu beginnen ist der zweite Tag nach dem Einsetzen der Endoprothese. Einige Patienten müssen allerdings noch einige Tage mehr mit der Physiotherapie beginnen, etwa wenn weitere Knieverletzungen oder operative Komplikationen vorliegen.

Jede Übung sollte in der Regel 15 bis 20 Mal wiederholt werden. Nach einer kurzen Pause von ein bis zwei Minuten, sollte der Trainingssatz insgesamt ein bis zwei weitere Male durchgeführt werden, ehe zur nächsten Übung übergegangen wird. Die Belastung sollte mit zunehmender Wiederholungszahl zwar spürbar sein im Sinne von erschöpfend, allerdings keinesfalls Schmerzen verursachen.

Konkrete Knie-TEP-Übungen

  • Eine häufige Knie-TEP-Übung zum Einstieg ist das Fahrrad Fahren im liegen. Legen Sie sich dazu auf den Rücken, heben Sie die Beine im 90-Grad-Winkel und imitieren sie die Fahrrad-Bewegung.
  • Die zweite TEP-Übung: Bleiben Sie auf dem Rücken liegen, strecken Sie ihre Oberschenkel nach oben, beugen Sie die Knie im 90-Grad-Winkel und heben Sie das Becken sanft für wenige Zentimeter vom Boden. Halten Sie diese Position, in der Ihre Knie auf gleicher Höhe ruhen, für mindestens 30 Sekunden.
  • Für diese kräftigende Übung für Fortgeschrittene benötigen Sie eine Treppenstufe sowie ein Geländer, um sich daran festzuhalten. Strecken Sie ein Bein aus, das andere beugen Sie und stellen es auf der ersten Stufe ab. Nun verlagern Sie Ihr Gewicht auf das Knie, welches angewinkelt ist. Heben Sie dabei das hintere Bein ein wenig und halten Sie diese Position kurz.

 

Begleitende Maßnahmen zur Krankengymnastik

Das Reha-Programm ist bei TEP Patienten stark individuell und kann nur was den groben Ablauf anbelangt in Ansätzen pauschalisiert werden. Zu Beginn steht die Schmerzreduktion an erster Stelle einer jeden Krankengymnastik. Durch punktuelle Kühlung der Knie-TEP sowie spezielle Massagen können Schmerzen gelindert und das Wohlbefinden mit der neuen Prothese gesteigert werden. Ein Lymphdrainage kann darüber hinaus die Schwellung am Knie deutlich verringern.

Nach der Schmerzlinderung kommt die Phase der Mobilisierung. Hier kommen die eigentlichen TEP Übungen zur Extension und Flexion zum Einsatz. Gängige Hilfsmittel sind Therabänder sowie Bewegungsbäder und Wassergymnastik. Ziel ist die Beweglichkeit des Knies vor der Endoprothese zurückzuerlangen. Viele Knie-TEP-Übungen dienen dem Beugen des Kniegelenks – das Strecken fällt vielen Patienten deutlich leichter.

Die Belastung steigert sich im Rahmen der Bewegungstherapie stufenweise bis zu den Knie TEP Übungen unter Vollbelastung. Je nach genetischer Disposition, Alter, allgemeiner Fitness und Krankheitsbild kann die Physiotherapie bis zu einigen Monaten andauern.

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Quarkwickel für das Knie

Quarkwickel Knie – Wirkungsweise – Anleitung – Tipps

Quarkwickel für das KnieBei Entzündungen und Verletzungen des Knies zählen Quarkwickel schon seit vielen Jahren zu den wichtigsten Hausmitteln überhaupt. Über Jahrhunderte hinweg hat sich diese Maßnahme bereits bewährt, sodass sie auch heute noch besonders oft in Anspruch genommen wird. Ob bei Zerrungen, Blutergüssen oder anderen Verletzungen des Bewegungsapparates – bei vielen Problemen wird der Quarkwickel angewandt.

Wirkungsweise des Quarkwickels

Bei Schmerzen im Knie wirkt ein Quarkwickel schmerzlindernd und entzündungslindernd. Einer der Hauptbestandteile von Quark ist das wichtige Kasein, welches entzündungshemmend wirkt. Es handelt sich um eine Hauptphosphatquelle, die für den menschlichen Körper bei Verletzungen wichtig ist. Wird Kasein auf die Haut aufgetragen, so kommt es zu folgenden Wirkungen:

  • Entzündungshemmend
  • Kühlend
  • Schmerzlindernd
  • Abschwellend

Quark verfügt über viel Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit verdunstet nach dem Auftragen auf der Haut, wodurch eine angenehme Verdunstungskälte entsteht. Besonders oft wird der Quarkwickel bei Entzündungen im Knie beansprucht. Treten Probleme mit dem Meniskus auf oder befindet sich Wasser im Knie, so ist der Quarkwickel ebenfalls sehr hilfreich. Auch bei einem Bluterguss, Arthrose und anderweitigen Schmerzen im Knie kommt der Quarkwickel oft zur Anwendung.

Anleitung zur richtigen Anwendung am Knie

Einige Dinge sollten Sie beachten, wenn Sie einen Quarkwickel auf dem Knie anwenden möchten. Nur mit der richtigen Anwendung kann der Quark seine Wirkung entfalten. Auf Youtube finden Sie oft auch eine gute Anleitung. In einem Video wird das Vorgehen besonders schön erklärt und sichtbar. Wichtig sind für Sie folgende Punkte:

  • Quark sollten Sie nicht zu kalt auftragen (nicht direkt aus dem Kühlschrank)
  • Quark auf das Knie auftragen
  • Danach das Knie mit Verbandmaterial umwickeln und mit Pflaster fixieren
  • Wird der Quark zu warm oder bröselig, entfernen sie ihn und bringen bei Bedarf neuen Quark auf

Den Quark können Sie direkt auf die Haut beziehungsweise direkt aufs Knie auftragen. Falls Sie keinen Verband zur Hand haben, können Sie auch gerne ein Geschirrtuch, ein Baumwolltuch oder ein Handtuch verwenden. Möchten Sie ein Tuch verwenden, so bestreichen Sie das Tuch mit Quark. Haben Sie den Quark auf das Tuch aufgetragen, schlagen Sie das Tuch so um, dass sich der Quark im Inneren befindet. Nun können Sie das Tuch um das Knie schlagen und befestigen. Einen direkten Hautkontakt mit dem Quark gibt es bei der Tuchvariante nicht. Dennoch entfaltet der Quark seine Wirkung. Ein Quarkwickel kann Sie so oft, wie Sie möchten, anwenden. Eine Anwendung über Nacht ist jedoch nicht sinnvoll. Denn der Quarkwickel wird meistens nach einer Dauer von 20 Minuten warm und bringt daher nachts nicht mehr den gewünschten Effekt mit sich.



Wie oft Sie den Quarkwickel anwenden sollten, hängt von Ihrer Verletzung und den Schmerzen ab. Bei starken Verletzungen sollten Sie den Quarkwickel über einen längeren Zeitraum anwenden. Flauen die Beschwerden ab, sind Sie auf einem guten Weg zur Besserung. Die Abstände des Quarkwickels können dann auch kürzer ausfallen.

Tipps für Knie-Quarkwickel

Bei starken Entzündungen im Knie oder nach einer OP kommt es zu jeder Menge Wärme. Der Quark nimmt die Wärme der Knieentzündung auf. Sie sollten beachten, dass Sie in einem solchen Fall den Quarkwickel öfters wechseln müssen. Tun Sie das nicht, so fällt der kühlende Effekt deutlich geringer aus beziehungsweise ebbt ab, sobald der Quark zu warm geworden ist. Für Sie ist es bei starken Knie-Verletzungen und Entzündungen ratsam, mindestens zwei bis dreimal einen Quarkwickel hintereinander aufzubringen. Eiskalter Quark ist jedoch tabu. Er sollte kühl sein, wenn Sie in auf Ihr Knie auftragen.

Sicherlich möchten Sie Ihr Bett, die Couch oder eine andere Unterlage nicht mit Quark beschmutzen. Legen Sie daher einfach ein paar Tücher oder Decken unter, die Sie nach der Anwendung problemlos waschen können. Praktisch sind auch Wegwerf-Varianten wie Papiertischdecken. Müssen Sie keinen Quarkwickel am Knie mehr machen, werfen Sie die Decke einfach weg. Benötigen Sie viel Quark, sollten Sie größere Packungen Magerquark aufgrund der Kosten kaufen.

Weitere Informationen:

 

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Lymphdrainage Knie Therapie

Lymphdrainage am Knie: Anleitung, Tipps zur Selbstbehandlung

Lymphdrainage Knie TherapieJeder Mensch hat zahlreiche Lymphen im gesamten Körper. Diese sind für das Abtransportieren von Giftstoffen notwendig. Doch gerade nach Operationen oder nach Verletzungen sammelt sich reichlich Wasser in den Lymphen sowie im Bindegewebe an. Das kann sowohl an den Armen als auch an den Beinen passieren. Vor allem im Kniebereich ist eine Wasseransammlung unangenehm. Ist das Lymphsystem demnach überbelastet, kann eine manuelle Lymphdrainage am Knie hilfreich sein. Wie die Lymphdrainage funktioniert und was Sie noch über Lymphen wissen sollten, erfahren Sie in diesem Text.

Warum ist eine Lymphdrainage am Knie sinnvoll?

Das Lymphsystem besitzt keine Muskulatur, sondern ist mit dem Blutsystem verbunden. Es kann deshalb eine Weile dauern, bis Schlacken und Schadstoffe aus dem Blut herausgefiltert und abtranspiert werden. Gerade bei mangelnder Bewegung, wie es nach einer OP oder bei der Entzündung vom Meniskus der Fall sein kann, sammelt sich die Lymphflüssigkeit, was zu Stauungen führen kann. Auch nach der Entfernung einer Bakerzyste ist eine Lymphdrainage im Zusammenspielt mit einem Tape Verband hilfreich. Mit einer manuellen Lymphdrainage kann der Abtransport der Flüssigkeit ideal vollzogen werden. Dabei wird mit kreisenden Bewegungen der Lymphfluss angeregt. Dabei ist es zunächst sinnvoll, diese Prozedur von einem Physiotherapeuten durchführen zu lassen. Nach einer Einweisung und Anleitung können Sie anschließend selbst zuhause Hand anlegen und die Massage anwenden.

Hinweis: Eine Selbstbehandlung ohne Hintergrundinformationen kann einen gegenteiligen Effekt erzielen. Zu starker Druck lässt die Lymphgefäße blockieren, sodass die Flüssigkeit nicht abfließen kann. Die Lymphdrainage am Knie sollte daher mit Vorsicht angegangen werden, damit die Therapie vorteilhaft verläuft. Möchten Sie die Massage demnach selber machen, sollten Sie die Anweisungen des Therapeuten nutzen.

Was passiert während der Drainage?

Manchmal werden während einer Operation Lymphen beschädigt – die Reproduktion benötigt einige Zeit. Daher ist bei der Lymphdrainage am Knie Vorsicht geboten. Durch die Massage lassen sich Schwellungen, der Bluterguss, ein Kniegelenkserguss und andere Leiden an Kniekehle oder im Kniebereich lindern. Dabei wird mithilfe von leichtem Druck das Blut im Bindegewebe verteilt, sodass ein Rückgang von Schwellungen oder Schmerzen erzielt wird.



Bei der Massage selbst kommen zumeist beide Hände zum Einsatz. Die übereinander gelegten Hände kreisen über das gewünschte Gewebe mit leichten, kreisenden und streichenden Bewegungen. Durch sanft ziehende Striche werden mitunter effektvolle Resultate erreicht. Dank dieser Maßgaben wird

  • die Lymphbildung verbessert,
  • der Lymphstau verhindert,
  • die Gewebsflüssigkeit in den Lymphen verschoben und
  • eine Bindegewebslockerung erzielt.

Die Lymphdrainage sollte folglich gewissenhaft vollzogen werden, damit eine schnelle Heilung herbeigeführt wird. Wie oft die Massage in Ihrem Fall sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrem Therapeuten besprechen.

Lymphdrainage mit anderen Maßnahmen kombinieren

Die manuelle Lymphdrainage ist oftmals nur ein Teil der KPE (komplexen physikalischen Entstauungstherapie), bei der mitunter verschiedene Maßnahmen angewandt werden. Hierzu können

  • Kompression mit Bandagen, Binden, Strümpfen
  • Bewegungsübungen
  • Hautpflegeanleitungen

eingebunden werden. Dank dieser Maßgaben lassen sich Venen als auch Lymphgefäße ideal verkleinern. Dies hat zur Folge, dass die Schließfunktion erfüllt und die Anstauung von Lymphflüssigkeit verhindert wird.

Tipp: Stellen Sie bei der Massage Schwierigkeiten wie Schmerzen fest, gehen Ödeme oder auch Hämatome nicht zurück, so sollten Sie direkt mit Ihrem Physiotherapeuten oder Arzt sprechen.

Wie lange sollte die Knie-Lymphdrainage erfolgen?

Die Dauer der Lymphdrainage am Knie wird von Ihrem Arzt bestimmt. Zumeist kann die Massage eine halbe Stunde andauern und sollte mehrmals wöchentlich erfolgen. Dies hängt von der Erkrankung ab und sollte daher gewissenhaft durchgeführt werden.

Wer übernimmt die Kosten der Lymphdrainage?

Die Lymphdrainage wird in der Regel von Ihrem Arzt verschrieben. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen, wenn ein qualifizierter Therapeut die Massagen übernimmt. Achten Sie weiterhin darauf, dass Ihr Therapeut spezielle Fortbildungen für diese Therapieform besitzt.

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MRT vom Knie - Kernspintomographie

MRT vom Knie – Ablauf, Kosten und Risiken

MRT vom Knie - KernspintomographieIst das Knie verletzt oder weist Schäden auf, so kann eine Kernspintomografie vom Knie (MRT – Magnetresonanztomographie) Aufschluss geben. Durch diesen Vorgang lassen sich Verletzungen am Meniskus sowie andere Gegebenheiten abklären. Wichtig für die Untersuchung ist ein Termin – auf diesen warten Patienten oftmals einige Wochen. Das MRT selbst ist von kurzer Dauer und zudem schmerzfrei. Wie genau die Untersuchung abläuft und was Sie alles über die Kernspintomographie wissen müssen, erfahren Sie im nachfolgenden Text.

Darum ist die Kernspintomografie am Knie derart beliebt

Die Kernspintomografie (umgangssprachlich Kernspin) ist ein hervorragendes Verfahren, um einen genauen Einblick in Organe und andere Weichteile zu erhalten. Hierbei werden präzise Bilder des gewünschten Körperbereiches in hoher Auflösung ermöglicht, die dem Arzt die Möglichkeit bieten, Einblicke in die Anatomie zu erhalten. Wird bei Ihnen ein MRT am Knie vollzogen, so lassen sich Aufnahmen von den Bändern, dem Knorpel nebst Knorpelschaden, das Kniegelenk sowie den Menisken herstellen.

Bei der Aufzeichnung der Bilder werden magnetische Felder erzeugt, die – anders als beim Röntgen – ohne schädliche Strahlung auskommt. Sie können das MRT also bedenkenlos vornehmen und mehrere Aufnahmen machen lassen.

Wie kann ich mir die MRT Untersuchung am Knie vorstellen?

In der Regel werden Sie zunächst mit dem zu behandelnden Arzt sprechen. Vor der Untersuchung findet ein Vorgespräch statt. Dabei werden Vorerkrankungen, Arthrose, eventuell vorangegangene Operationen und dergleichen abgeklärt. Der Ablauf des MRT selbst ist vollkommen schmerzfrei. Bei der Aufnahme der Bilder liegen Sie auf einer Liege und werden in die „Röhre“ gefahren. Für die Untersuchung ist es maßgeblich, dass Sie auf dem Rücken liegen und sich nicht bewegen. Sie können dabei vollkommen ruhig atmen und sich entspannen. Das Gerät selbst verursacht bei der Prozedur unterschiedlich laute Klopfgeräusche. Daher erhalten Sie während der Aufnahme Ohrstöpsel oder Kopfhörer, welche den Lärmpegel reduzieren.



Hinweis: Falls Sie unter Klaustrophobie (Platzangst) leiden sollten Sie eingangs mit dem Arzt und den Arzthelfern über Ihre Angst sprechen. In diesen Fällen erhalten Sie ein sanftes Beruhigungsmittel verabreicht. Für ein MRT am Knie werden Patienten jedoch häufig nur bis zum Oberkörper in die Röhre geschoben.

Was sollte ich über das MRT am Knie wissen?

Beim MRT vom Knie ist es nicht zwingend notwendig, nüchtern zu sein. Sie können daher gern vor der Untersuchung essen und trinken. Allerdings ist es maßgeblich, sich vor der Untersuchung von allen metallischen Gegenständen zu befreien. Das gilt nicht nur für den Schmuck an Händen und Hals, sondern auch für sämtliche Piercings.

Hintergrund: Diese Gegenstände können sich im Zuge der Bildaufnahmen erhitzen und zudem das Ergebnis der Aufnahmen stören oder gar Verzerrungen bilden, womit die Bilder unbrauchbar wären, da sich kaum bis gar nichts erkennen lässt. Um eine gute Diagnose stellen zu können, sollten Sie den Anweisungen des Arztes und des Personales gewissenhaft folgen.

Für den Vorgang selbst ist es nicht nötig, dass Sie sich vollkommen ausziehen. Oftmals ist bequeme, lockere Kleidung zweckmäßig, damit Sie sich während der Untersuchung entspannt fühlen. Nach der Untersuchung erhalten Sie oft binnen kurzer Zeit den Befund mitgeteilt.

Muss ich ein Kontrastmittel zu mir nehmen?

Dies hängt ganz von der medizinischen Indikation ab, über welche Sie jedoch vor der Aufnahme nochmals gesondert informiert werden. Vor dem MRT erhalten Patienten ein Kontrastmittel über einen speziellen Venenzugang injiziert. Dies ist wichtig, um einen guten Kontrast zwischen den Weichteilen im Knie herzustellen. So lassen sich anschließend feinere Strukturen sowie Risse oder die Durchblutung verschiedenster Areale besser erkennen.

Wer übernimmt die Kosten der Kernspintomographie?

Anders als bei vielen anderen Untersuchungen ist das MRT vom Knie relativ hoch. Je nach Aufwand können hier Kosten im Rahmen von 600€ und 800€ für Privatversicherte aufkeimen. Die Mehrzahl aller Fälle erhält jedoch eine Kostenerstattung der privaten Krankenkasse.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Rechnung für ein MRT vom Knie direkt. Besteht eine medizinische Notwendigkeit, so müssen Sie die Kosten nicht selbst tragen.

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Plicaresektion Informationen

Plicaresektion Knie – Defintion, Durchführung, Heilung

Plicaresektion InformationenDie Plicaresektion ist ein minimaler, invasiver Eingriff. Hierbei wird eine störende Hautfalte aus der Kniegelenksspalte herausgeschnitten. In aller Regel läuft diese Operation komplikationsfrei von statten und zeiht gewöhnlich auch keine lange Nachsorge auf sich.

So läuft die Plicaresektion ab

Im Regelfall wird das Knie vorn an den beiden Außenseiten mit kleinen Schnitten geöffnet, um das Arthroskop, eine kleine Kamera, sowie die Operationsinstrumente von innen an die Plica mediopatellaris zu führen. Es erfolgen dann zwei kleine Schnitten, einen an jeder Seite des Kniegelenks, und die abgetrennte Plica wird entfernt. In der Regel ist der Eingriff in rund zehn Minuten erledigt.

Die eigentliche medizinische Herausforderung stellt nicht die Operation an sich dar, sondern vielmehr das Erkennen einer Entzündung an der Gelenkhaut. Denn selbst mit MRT-Aufnahmen lässt sich nur selten ein klares Bild zeichnen. Häufige Indizien für eine entzündete Plica sind schmerzhafte Entzündungen auf der Vorderseite des Kniegelenks sowie gewisse Knack-Laute beim Gehen. Erfahrene Ärzte können zudem den Entzündungsherd manuell ertasten, um somit letzte Zweifel zu beseitigen und eine Plicaresektion anzuordnen.



Übrigens: Eine Plicaresektion wird nicht unter Vollnarkose, sondern lediglich unter Teilnarkose durchgeführt. Patienten können das Krankenhaus normalerweise noch am Tag des Eingriffs wieder verlassen. Liegen weitere Erkrankungen vor, welche die Operation gegebenenfalls riskanter machen, ist eine ambulante Operation nicht immer möglich.

Das gilt es nach der Plicaresektion zu beachten

Die Heilungschancen liegen bei der operativen Entfernung der Plica bei rund 99 Prozent. Für die weitere Funktionalität des Kniegelenks ist das Verhandensein der Plica nicht notwendig. Üblicher Weise können Patienten bereits nach rund zwei Wochen wieder ganz normal arbeiten und gehen. Nach rund vier Wochen ist auch Sport wieder möglich. In jedem Fall müssen die Operationsnarben in den Tagen nach der Plicaresektion versorgt werden, um einer Entzündung vorzubeugen. Bei einer zügigen Wundheilung können bereits nach 10 bis 12 Tagen die Fäden gezogen werden.

Wissenswertes zur Plica

Das Kniegelenk wird von einer Gelenkkapsel ummantelt, welche an ihrer Innenseite mit einer dünnen Haut, der Gelenkhaut, ausgestattet ist. Diese dünne Gewebeschicht hat an der Innenseite des Beins eine kleine Falte, welche als Plica bezeichnet wird. Diese reicht ab und an in den Gelenkspalt des Kniegelenks hinein – was erstmal nicht weiter störend ist. In seltenen Fällen reibt das dünne Häutchen aber an der Gelenkhaut, was zu leichten Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung führen kann. Ist dies der Fall, muss die Plica mittels einer kleinen Operation, der Plicaresektion, beseitigt werden.

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