Bandwürmer

Bandwürmer: Symptome, Behandlung, Vorbeugung

Der Mensch kann sich über den Verzehr ungegarten Fleisches (insbesondere Rindfleisch, Schweinefleisch) mit Bandwürmern infizieren. Er nimmt dabei nicht die eigentlichen Bandwürmer auf, sondern vielmehr die Larvenformen der Bandwürmer, sogenannte Finnen. Die adulten Parasiten erreichen im Verdauungstrakt ihres Wirts eine Länge von mehreren Metern.

Bandwürmer – Anatomie, Verbreitung  und  Ansteckung

Bei Bandwürmer handelt es sich um segmentierte, flache, fadenartige Würmer die in den Gedärmen einiger Tierarten leben. Die Tiere werden durch die Aufnahmen von kontaminierten Wasser oder Gras infiziert.
Der Verzehr von ungekochtem Fleisch ist immer noch der Hauptgrund für eine Bandwurminfektion beim Menschen. Je nach Bandwurmart, können diese über Jahre kaum Beschwerden hervorrufen oder bereits nach wenigen Monaten zum Tod führen.
Insgesamt gibt es sechs Arten von Bandwürmern, die nach ihrem jeweiligen Hauptwirt benannt werden (vergl. Fischbandwurm, Fuchsbandwurm, etc.). Kennzeichnend für Bandwürmer ist ein dreiphasiger Lebenszyklus, der sich ständig wiederholt: Ei – Larve – adultes Tier. Die Larven (Finnen) nisten sich in aller Regel in das Muskelgewebe ihres jeweiligen Wirtes ein. Das macht gerade den Verzehr von ungekochtem Fleisch so gefährlich. Auch ein Missachten von Hygienevorschriften bei der Fleischverarbeitung kann zu einer Ei- oder Larvenkontamination führen.

Symptome

Bei einem Befall mit dem Schweine- oder Rinderbandwurm fällt vor allem ein massiver Gewichtsverlust auf. Zudem kommt es oft zu unregelmäßigen Bauchschmerzen. Es ist möglich, dass Segmente eines Bandwurms abgetrennt werden, welche über den Stuhlgang des befallenen Menschen nach draußen befördert werden. Diese sind als weißliche, platte Plättchen ein sicherer Bandwurmindikator. Zudem sind Mangelerscheinung aufgrund eines Vitamin- oder Mineralstoffdefizits bei Patienten häufig zu beobachten.
Besonders gefährlich ist der Hundebandwurm. Der Mensch kann sich praktisch als ‚blinder‘ Zwischenwirt mit den Larven des Hundebandwurms infizieren. Die Larven entwickeln sich dann in Leber, Gehirn, Lunge oder in der Bauchhöhle zu teilweise sehr großen zystenartigen Gebilden, die operativ entfernt werden müssen. Doch solche Operationen sind in späteren Stadien selten von Erfolg gekrönt, besonders wenn sich Larvenzysten im Gehirn ausgebreitet haben.



Behandlung

Für die Behandlung des Rinder-, Schweine- und Fischbandwurmes sind spezielle Bandwurmmedikamente für eine gezielte und rasche Therapie entwickelt worden. Gerade auch beim Schweinebandwurm ist Vorsicht geboten, denn durch seine enorme größe kann er zu Darmverschlüssen führen.
Allgemein gilt, bei Verdacht zügig einen Arzt aufzusuchen, welcher als erstes feststellen wird, ob es sich um Bandwürmer handelt und falls ja, um welche Art. Dafür wird eine Stuhlprobe entnommen und analysiert. Lassen sich dort keine Spuren finden, so wird Blut abgenommen und diese auf Antikörper, die der Organismus möglicherweise bereits im Kampf gegen die Parasiten gebildet hat, zu untersuchen. Auch Computertomographie und Magnet-Resonanztomographie können bei der Identifikation des Bandwurmtyps zum Einsatz kommen.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung besteht darin, den Verzehr von rohem Fleisch sowie rohem Fisch zu vermeiden. Zudem sollten vor und nach der Zubereitung von fleischhaltigen Mahlzeiten die Hände gründlich unter Verwendung von Seife gewaschen werden (führt zur Beseitigung der Eier).

Links zu weiterführenden Artikeln und Videos zum Thema ‚Bandwürmer‘

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