Zenker Divertikel – Klassifizierung und Therapie

Zenker Divertikel – Klassifizierung und Therapie

Zenker Divertikel – Klassifizierung und TherapieEin Zenker Divertikel bedeutet, dass es sich um eine Aussackung eines Hohlorgans handelt. Fälschlicherweise wird aufgrund der Region Speiseröhre, Schlund und Wirbelsäule stets vermutet, dass es sich um eine Aussackung der Wand in der Speiseröhre handelt, was jedoch falsch ist. Die Bilder im Web sind jedoch oftmals für den Laien auch nicht einfach zu erkennen, um zu wissen, dass nicht die Speiseröhre, sondern der Schlund betroffen ist. Eine Aussackung tritt aufgrund einer Muskelschwäche auf, sodass die Wand im inneren des Mundbereichs bis zur Wirbelsäule das sogenannte Divertikel aufweisen kann. Beim Röntgen wird dies schnell festzustellen sein, aber ehe das Zenker Divertikel überhaupt festgestellt wird, muss natürlich einiges passieren. Hier erfahren Sie aus diesem Anlass, wie Sie erkennen können, ob Sie möglicherweise an einer Wandaussackung im Schlund leiden.

Klassifizierung Zenker Divertikel

Die Brombart-Klassifizierung ist der Maßstab, wie die Aussackung fachlich klassifiziert wird. Eine große Aussackung, die bereits am Hals sichtbar ist oder zur Atemnot führt, wird in der Klasse 4 eingeteilt. Während in Klasse 1 die Ausbeulung nur wenige Millimeter betrifft und kaum auffällt. Hier wäre nur das Röntgen wirklich hilfreich, um ein Divertikel zu erkennen. Bis 8mm und einer keulenförmigen Ausbeulung spricht der Fachmediziner derweil von der Klasse 2 und bei Klasse 3 handelt es sich um ein Zenker Divertikel, welches bis zu 10mm lang ist und ohne Kompressionen des Ösophagus auftritt. Das ist die Klassifizierung des Zenker Divertikel, um zumindest auch verstehen zu können, wann es schlimm, auffällig oder gar gefährlich werden kann.

Zenker Divertikel – wann eine Absackung auftritt

Das Alter spielt im Grunde keine Rolle, wenn es um das Zenker Divertikel geht. Natürlich kann der Fachmediziner sagen, dass bei Kindern die Chance eigentlich geringer ist, als bei Menschen in einem höheren Alter ab 50 Jahren aufwärts. Trotzdem muss es nicht zwangsläufig sein, dass ein Divertikel nur durch das Erschlaffen der Muskeln im Alter auftritt, sodass auch bei Kindern aufgrund von muskulärer Probleme, eine Beschädigung der Hohlorganwände durch eine Operation oder einer Beschädigung der Muskeln ein Divertikel auftritt.

Welcher Arzt bei einem Zenker Divertikel?

Die Frage, welcher Arzt ist eigentlich gerade bei sehr spezifischen Themen immer wichtig. Da ein Zenker Divertikel den Hals und Schlund betrifft, wäre ein HNO-Arzt sicherlich vom Vorteil. Doch viele Hausärzte haben ebenfalls vor Ort bereits Röntgengeräte und Ultraschallgeräte, sodass hier auch mal angefragt werden kann, ob es Auffälligkeiten gibt. Ambulant ist dies ohne Weiteres möglich und der Gang zum Krankenhaus ist nicht direkt notwendig.

Therapie und Beschwerden bei einem Zenker Divertikel

Wenn Sie an Atemnot oder Mundgeruch sowie einer Abtragung leiden, dann wäre durchaus zu vermuten, dass hier etwas nicht stimmt. Bei Atemprobleme ist natürlich klar, dass ein Arzt sofort ersucht werden muss, um nicht in die Gefahr zu laufen, zu ersticken. Die Therapie ist meist mit einer Operation verbunden, die in vielen Fällen auch ambulant stattfinden kann. Hier wird die Muskelfaserung durchtrennt, um eine weitere Absackung zu vermeiden. Unter Anästhesie wird der Muskel durchtrennt, um das Divertikel behandeln zu können.

Mundgeruch ist für viele nicht gleich ein Grund, den Zahnarzt, Hausarzt oder Hals-Nasen-Ohren Arzt aufzusuchen. Doch eine Abtragung oder durch OP Komplikationen hervorgerufenes Divertikel kann bis zur Atemnot führen und auch irgendwann optisch ersichtlich sein. Schluckbeschwerden sind ebenfalls keine Seltenheit, wie die Bilder im Web beweisen, sodass eine Behandlung und Kontrolle in jedem Fall notwendig ist und im Ernstfall muss unter Anästhesie ein kleiner Eingriff erfolgen, um das Zenker Divertikel richtig behandeln zu können.

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