Menschliche Zahnentwicklung

Zahnentwicklung – so bilden sich die menschlichen Zähne aus

Menschliche ZahnentwicklungKaum ein Bereich unseres Körpers schenken wir jeden Tag mehr Aufmerksamkeit als unserem Mundraum und hier wiederum unseren beim täglichen Putzen. Wenn es nach Zahnärzten geht, zwei mal drei Minuten – mindestens! Da stellt sich natürlich auch die Frage, wie sich unsere Zähne im Laufe unserer pränatalen (vorgeburtlichen) Entwicklung gebildet haben. Wie Sie sogleich sehen werden, ist das ein durchaus komplexes aber nicht minder spannendes Thema.

Die Zahnentwicklung beginnt früh

Bereits 40 Tage nach der Befruchtung, also im zweiten Monat der Schwangerschaft, wird die zelluläre Grundlage für das spätere Zahnwachstum gelegt. In dieser frühen Phase bildet sich in der Mundbucht des Embryos eine sogenannte Zahnleiste aus. Dort wiederum entwickeln sich erste Zahnknospen, die freilich noch nichts mit unseren weißen, harten Zahnen zu tun haben.

Aus diesen Zahnknospen erwachsen im späteren Verlauf die Schmelzkappen, aus denen wiederum die Zahnpapillen hervorgehen. Das ganze Gebilde wird dann von Wissenschaftlern als Schmelzorgan bezeichnet und ähnelt in seiner Form einer Glocke.

Zahndurchbruch bringt die ersten Zahnschmerzen mit sich

Im Rahmen des Zahndurchbruchs (Odontogenese) erhöht sich der Wachstumsdruck auf Zahn und Kiefer. Sobald sich beim Baby der erste Zahn zeigt, geht dies häufig mit Rötungen und Schmerzen einher. Vielen Babys hilft es hierbei, auf gekühlte Beißringe zu beißen.

Als Eltern sollten Sie in dieser Phase insbesondere darauf achten, dass zum einen alle 10 Milchzähne pro Kiefer zum Vorschein treten, und zum anderen sollte untersucht werden ob es zu Platzeinengungen oder ungünstigen Durchbruchpositionen vereinzelter Zähle kommt. Unterstützung erhalten Eltern bei den routinemäßigen Untersuchungen ihres Kindes beim Kinderarzt.

Das Milchgebiss verabschiedet sich

Ab dem 6. Lebensjahr etwa beginnt bei vielen Kindern der Ausfall einzelner Milchzähne. Solange Kinder sowohl Milchzähne als auch bleibende Zähne in ihren Kiefern besitzen, bezeichnet man diesen Zustand auch als Wechselgebiss. Diese Phase zieht sich über viele Jahre und findet in der Regel ihren Abschluss mit der Ausbildung des dritten Molaren (Weisheitszahn) im Alter von 18 -20 Jahren.

Insbesondere in dieser Phase ist ein gute Zahnhygiene wichtig. Auch der Wachstum der bleibende Zähne sollte in regelmäßigen Abständen durch einen erfahrenen Zahnarzt untersucht werden, um Zahnfehlstellungen frühzeitig entgegenwirken zu können.

 

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