Sollte wieder mehr gefördert werden: Bewegung bei Kindern

Internationalen Studien zufolge verbringen Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit vor dem Fernseher oder der Spielekonsole. Die Folgen davon sind Übergewicht, denn zum einen fehlt auf dem Sofa die wichtige Bewegung und beim fernsehen oder zocken werden meist ungesunde Snacks genascht. Aber weshalb ist Bewegung so wichtig für Kinder und wie kann man schon die Kleinsten zu einem aktiven Leben anregen?

Warum Bewegung bei Kindern gefördert werden sollte

Fernsehen führt zu mangelnder Bewegung bei Kindern
Bild von Vidmir Raic auf Pixabay

Die Jüngsten müssen Bewegungsabläufe aktiv erlernen

Wenn im Alter von rund 6 Monaten die Kinder erstmals ihre Umwelt kennenlernen wollen, versuchen sie aktiv, die eigenen Fähigkeiten zu testen. Zunächst krabbeln die Kleinsten noch unsicher, bevor sie dann auf allen vieren die Welt erkunden. Nur wenig später versuchen sich die Jüngsten an Gegenständen hochzuziehen, damit sie alles aus einer neuen Perspektive wahrnehmen können. Für die Kleinsten sind die ersten Gehversuche ein echter Meilenstein in der Entwicklung, der aber nicht nur auf geistiger Ebene wirkt. Auch die Muskeln lernen ständig weiter, wenn das Baby seine ersten Bewegungsversuche unternimmt. Der Mediziner spricht hier von neuromuskulärer Aktivierung. Der Körper stimmt hier erstmals die unterschiedlichen Bewegungsabläufe ab und festig die neu erlangten Fähigkeiten.

Gut zu wissen

Wird das Kind in seinem natürlichen Bewegungsdrang gehemmt, so kann die neuromuskuläre Aktivierung nur in geschwächter Form stattfinden. Die Folge sind Haltungsschäden und ein schlechtes Körpergefühl.

Daher sollten Eltern die natürliche Lust an der Bewegung aktiv fördern und ihren Kindern Möglichkeiten bieten, die sich entwickelnden Fähigkeiten zu testen und zu optimieren.

Auch die kognitiven Fähigkeiten brauchen Bewegung

Nicht nur das die Muskulatur durch ein aktives Leben stets gefordert und somit auch gefördert wird, ist einer der Punkte für die Wichtigkeit von Bewegung. Auch die kognitiven Fähigkeiten entwickeln sich weiter, wenn ein Kind seinem Bewegungsdrang nachgeht.Zum einen braucht es für so manche sportliche Aktivität einiges an Selbstvertrauen. Zum Beispiel wenn das Kind erstmals auf einem Klettergerüst klettern möchte. Andererseits erfährt es diesen unbändigen Stolz, wenn es eine Hürde sprichwörtlich genommen hat. Das kindliche Gehirn arbeitet aktiv mit, wenn sich ein junger Mensch regelmäßig bewegt. So aktiv wie der Körper geformt wird, so bewegt bleiben auch die geistigen Fähigkeiten.Ebenso sind Kinder, die in Bewegung bleiben und sich aktiv mit anderen Kindern befassen, auch in sozialen Kompetenzen weitaus besser als diejenigen, die ihre Freizeit alleine auf dem Sofa vor dem Fernseher oder der Spielekonsole verbringen.

Wichtig: vielseitige Bewegungsmöglichkeiten für jedes Kind

Das eine Kind erfreut sich an einem Fußballspiel im Team, andere möchten lieber Bodenturnen machen. So unterschiedlich wie unsere Kinder sind, so verschieden sind auch ihre Interessen. Als Eltern ist es unsere Aufgabe, die Wünsche im Zusammenhang mit Bewegung und Sport zu erkennen, zu fördern und dem Nachwuchs die Möglichkeit zu bieten, sich regelmäßig zu bewegen.

Auch wenn die Kleinsten noch keine Lust auf Sport in einer Mannschaft haben, kann ein Trampolin oder auch ein Klettergerüst den kindlichen Bewegungsdrang auf lustige Weise fördern. Klettergerüste gibt es auch für den Indoorbereich, wenn kein Garten vorhanden ist. Auf dem Trampolin toben sich die meisten Kinder gerne aus und freuen sich, durch den eigenen Auftrieb in die Luft zu hüpfen.Mit unterhaltsamen Sportgeräten wie dem Trampolin oder einem Klettergerüst bieten Eltern ihren Kindern abwechslungsreiche Möglichkeiten für reichlich Bewegung.

Weiterführende Literatur