Rückenmarkspunktion – Gründe, Ablauf und mögliche Komplikationen

Rückenmarkspunktion – Gründe, Ablauf und mögliche KomplikationenUnsere Nerven und das Gehirn sind von Flüssigkeit umgeben. Man nennt diese auch gerne Nervenwasser, die bei der Diagnose eine entscheidende Rolle spielen können, um schwere Erkrankungen schnell zu erkennen und behandeln zu können. Denn Schädigungen der Nerven können laut Erfahrung vieler Ärzte absolut lebensbedrohlich sein. Das ist es, was zu vermeiden ist und aufgrund dessen ist die Entnahme von Nervenwasser in den meisten Fällen zur Diagnose umso wichtiger, um etwaige Erkrankungen wie Leukämie zu erkennen und schneller mit der Behandlung beginnen zu können. Die Entnahme nennt man Rückenmarkspunktion, welche bei einigen Patienten bestimmt bereits bekannt ist, aber viele haben noch nie etwas von ihr gehört, was wir nun ändern wollen.

Was zeigt eine Rückenmarkspunktion auf?

Die Rückenmarksbiopsie ist oftmals die Möglichkeit, die Flüssigkeit um die Nerven herumliegend zu entnehmen und dadurch zu schauen, ob sich schädliche Stoffe in der Flüssigkeit der Nerven also dem Nervenwasser befinden. Anhand dieser Informationen lässt sich nämlich sofort erkennen, wo das Problem liegt. Hier ist die Hirn-Bahn-Schranke nämlich wieder im Fokus, welche Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasser durchlässt und eigentlich alles schädliche von den Nerven fernhält. Funktioniert die Hirn-Bahn-Schranke aber nicht mehr, klappt es auch nicht damit, dass schädliche Stoffe in der Flüssigkeit fernbleiben und so erkennt man bei der Rückenmarkspunktion sofort, dass hier etwas nicht stimmt.

Wann wird eine Rückenmarkspunktion durchgeführt?

Die Rückenmarksbiopsie findet in der Durchführung statt, wenn zum Beispiel im Vorfeld ein schrecklicher Unfall passiert ist und etwaige Hirnschäden zu befürchten sind. Allerdings kann auch beim Baby oder bei Kindern die Durchführung vollzogen werden, wenn der Verdacht einer Meningitis besteht. Bei Infektionen kann es somit ebenfalls passieren, dass der Ablauf einer Rückenmarkspunktion durchgeführt wird. Leukämie, Hirntumore, Metastasierungen und MS sind weitere Einsatzgebiete, wo der Ablauf dieser Behandlungsmethode durchgeführt wird.

Ablauf einer Rückenmarkspunktion

Eigentlich bedarf es weder beim Baby, Kind noch Erwachsenen viel Vorbereitung. Die meisten Patienten sind allerdings ein wenig nervös, sodass Bettruhe empfohlen wird, um im Vorfeld etwas an Nervosität zu verlieren. Ansonsten kann auch ein Medikament verschrieben werden, um die Nervosität zu verringern. Circa 30 Minuten im Vorfeld der Punktion wird Blut entnommen. Der Eingriff passiert im Übrigen meist ambulant. Die Einstichstelle wird desinfiziert und vorbereitet. Dann erfolgt eine lokale Betäubung und die lange Hohlnadel wird zwischen zwei Wirbeln in den Liquorraum geführt, wo sich die Flüssigkeit befindet. Drei Portionen Nervenwasser werden abgetropft und dann ins Labor geschickt, wo die Ergebnisse dann entsprechend vorliegen werden. Nach der Behandlung, die meist ambulant stattfindet, ist Bettruhe ebenfalls zu empfehlen.

Der Eingriff ist ohne Komplikationen meist durchzuführen, wie die Erfahrung zeigt. Wenige Patienten klagen über Schmerzen und es kommt ausgesprochen selten zu Komplikationen. Der wichtige Eingriff ist jedoch notwendig, um schwere Erkrankungen zu erkennen und Nervenerkrankungen, die dann wiederum rechtzeitig behandelt werden können. Denn einige sind nachweislich lebensgefährlich und setzen eine Behandlung voraus. Dazu ist die Rückenmarkspunktion enorm wichtig und sollte hier auch erwähnt werden, damit die Gesundheit schnell geregelt ist und der Eingriff die Gesundheit wieder stabilisiert.

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