Primär Biliäre Zirrhose – Symptome, Ursachen und Therapie

Primär Biliäre Zirrhose – Symptome, Ursachen und TherapieDie alte Begrifflichkeit „primär biliäre Zirrhose“ wurde mittlerweile verändert und wird als primäre biliäre Cholangitis bezeichnet. Die Begrifflichkeit ist jedoch die eine Veränderung und die andere, dass vor allem 90 Prozent der Damenwelt von der Erkrankung der Leber betroffen sind. Allerdings dürfen wir auch schon zu Beginn ein wenig beruhigend auf Sie einwirken. Diese Erkrankung ist äußerst selten, sodass die Autoimmunerkrankung nicht jeden einfach so trifft. Wieso die Begrifflichkeitsveränderung von primär billiäre Zirrhose auf primär biliäre Cholangitis? Ganz einfach, denn primär biliäre Zirrhose beschreibt im Grunde das „Endergebnis“, oder das letzte von vielen Stadien, die natürlich die Lebenserwartung deutlich verringert. Heutzutage ist es jedoch möglich, dass die Autoimmunerkrankung rechtzeitig behandelt wird und die Symptome verringert werden, die Leberwerte angepasst werden und medikamentös dagegen vorgegangen werden kann, sodass eine Zirrhose nicht ständig auftritt. Aus diesem Anlass entschied man sich im Jahre 2015 die Veränderung der Erkrankung im Namen deutlich zu machen.

Symptome einer primär biliäre Zirrhose

Die Symptome richten sich maßgeblich auch nach den Stadien, in denen sich Betroffene befinden. In den meisten Fällen geht es jedoch um Müdigkeit und Juckreiz, der auf einmal an verschiedenen Körperstellen auftritt. Auch eine Osteoporose kann bereits die Stadien deutlich machen und die Symptomatik verschlechtern sowie die Leberwerte selber. Müdigkeit ist der größte Symptom Faktor, welcher auftritt, wenn eine beginnende primär biliäre Zirrhose auftritt. Der plötzliche und unerklärliche Juckreiz ist eine weitere Häufigkeit, die bei der seltenen Autoimmunerkrankung auftritt. Diese Problematiken können durch Vitamin- und Mineralmangel verstärkt werden, sodass auch die Ernährung angepasst werden muss.

Ursachen für eine primär biliäre Zirrhose

Die Ursachen sind bis heute nicht richtig geklärt. Denn eine Autoimmunerkrankung tritt nur selten auf, aber kann dafür fatale Auswirkungen mit sich bringen. Denn die Erkrankung bildet oftmals Antikörper gegen die eigenen bisher funktionellen Wichtigkeiten des Körpers und greift diese vermehrt an. Dies führt zu Komplikationen und ist der Grund, wieso die Leber zum Beispiel in Mitleidenschaft gezogen wird. Es gibt jedoch auch andere Autoimmunerkrankungen, sodass nicht nur die primär biliäre Zirrhose eine Folge sein kann. Alkohol ist zwar ein Garant und eine falsche Ernährung, für eine kaputte Leber, aber das reicht offenbar nicht aus, um die seltene Lebererkrankung hervorzurufen, sodass Alkohol hier als Auslöser ausgeschlossen werden kann. Es scheint eine genetische Ursache zu sein, die möglicherweise auch vererbbar ist.

Behandlung einer primär biliäre Zirrhose

Wer früh zum Arzt geht, der wird den Begriff primär biliäre Zirrhose wohl nicht mehr hören, sondern den Begriff primär biliäre Cholangitis. Wieso? Weil nicht immer am Anfang sofort von einer Endstadium Zirrhose gesprochen werden muss. Die rechtzeitige Diagnose und nachfolgende Behandlung mit Medikamenten kann dazu beitragen, dass eine hohe Lebenserwartung zu erwarten ist und die Zirrhose erst gar nicht möglich ist. Unterschiedliche medikamentöse Behandlungswege liegen dafür vor, aber die Diagnose muss schnell gestellt werden. Dazu prüft der Arzt die Antikörper im Körper, die Leberwerte und die Leber.

Therapie einer primär biliäre Zirrhose

Ursodeoxycholsäure wird bei der seltenen Lebererkrankung als Therapie Maßnahme sofort eingesetzt und muss ein Leben lang eingenommen werden. Immunsuppressive Medikamente können ebenfalls eingesetzt werden, falls es im Vorfeld schon zu Komplikationen gekommen ist oder das Frühstadium erreicht war. Denn die Wirkung von UCD = Ursodeoxycholsäure zeigt zumindest auf, dass eine lange Lebensdauer möglich ist und die Stadien teilweise zum Stillstand kommen. Es kann jedoch passieren, dass die Laborwerte sich nicht verbessern, sodass immunsuppressive Medikamente als Unterstützung dienlich sind.

Die seltene Erkrankung trifft vorwiegend Frauen. Genauer sind 90 Prozent aller Betroffenen dem weiblichen Geschlecht zugeteilt. Woran das genau liegt, kann bis heute niemand genau sagen und die Forschungen sind dabei, dies auch nachhaltig klären zu können. Die Erkrankung ist jedoch äußerst selten und wird nicht durch Autoimmunherpatitis oder Alkohol, die falsche Ernährung & Co ausgelöst. Es scheint vererbbar zu sein und in der Genetik als Ursache weiter geforscht zu werden.

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