Neostigmin – Anwendung, Dosierung und Wirkung

Neostigmin – Anwendung, Dosierung und Wirkung

Neostigmin – Anwendung, Dosierung und WirkungDie Wirkung von Neostigmin kennen womögliche viele Leser eher unbewusst, weil das Mittel auch als kleine Dosierung nach der Anästhesie genutzt wird, um zum Beispiel ein Aufwachen ohne Nebenwirkungen zu begünstigen. Es wird also an dieser Stelle ein wenig chemisch, weil die medizinische Wirkung auch biologisch und chemisch von Bedeutung ist. Doch seien Sie sicher, dass wir den Artikel so einfach wie möglich gestalten wollen, damit Sie wissen, wieso das Antidot eingesetzt wird. Es gibt nämlich unterschiedliche Anwendungsgebiete, aber das haben Sie wahrscheinlich angenommen oder?

Anwendung des Neostigmin

In einer geringen Dosierung wird Neostigmin nach der Anästhesie angewandt, um das Aufwachen zu erleichtern sowie ein gewisses Risiko zu vermeiden, welches bei klassischen Narkosemitteln auftreten kann. Risiken bei einer OP sind auch bei klassischen Routineeingriffen möglich, aber das Neostigmin soll dies vermeiden. Nebenher wird das Mittel auch als Antidot genutzt, wenn der Körper Vergiftungserscheinungen aufweist. Bei Obstipation also der Stärkung der Muskeln, wenn sich ein Patient weniger als dreimal wöchentlich entleert, wird die Wirkung des Neostigmin ebenfalls angewandt. Die vielseitige Anwendung mach das Neostigmin also umso wichtiger und folgende Anwendungsgebiete sollten Sie kennen:

  • bei Darmtonie
  • bei Obstipation
  • toxischen Vergiftungen
  • nach der Narkose
  • bei Myasthenia Gravis
  • beim Anticholinerges Syndrom
  • bei Asthma

Das sind die Einsatzgebiete, wo das Neostigmin eingesetzt wird. Die Dosierung unterscheidet sich immer von Fall zu Fall und das Mittel wird meist intravenös ins Blut geleitet, weil die Wirkung schneller ist.

Dosierung des Neostigmin

Klar ist, dass bei Kindern die Dosierung sehr gering ausfallen muss. Kinder kriegen maximal 50µg/kg KG und Erwachsene in der Regel nicht mehr als maximal 0,5 bis 2,0 mg. Es kommt allerdings auf die Ursachen an, wieso das Neostigmin intravenös ins Blut verabreicht werden muss. Das bedeutet, dass bei Myasthenia Gravis pro Dosis nicht mehr als 0,5 mg genutzt werden dürfen und das über den Tag mehrfach verteilt. Bei einer Darmatonie muss ebenfalls geschaut werden, wie viel der Dosierung notwendig ist, aber in der Regel werden hier auch nur wenige Milligramm verschrieben beziehungsweise verabreicht und das zur Stärkung des Antichollerges Syndrom mehrmals täglich.

Neostigmin in Verbindung mit einem Glaukom

Manchmal reichen Augentropfen bei gewissen Beschwerden am Auge einfach nicht aus. Das Glaukom beweist dies nur allzu gut. Deswegen wird auch hier das Neostigmin oftmals eingesetzt, um die Stärkung des Augenmuskels zu ermöglichen, welches häufig durch Druckbeschwerden auffällig wird. Augenärzte verschreiben allerdings nur Augentropfen und das lindert die Problematik nur bedingt. Das bedeutet, dass auch hier die Problematik wieder mit dem Neostigmin, welches natürlich nur vom Facharzt verabreicht werden darf, verschrieben wird.

Neostigmin ist wirklich in vielen Bereichen eine wichtige intravenöse Anwendung, die man berücksichtigen sollte. Nach einer operativen Maßnahme ist es meist ohnehin so, dass Neostigmin gespritzt wird. Doch bei anderen Erkrankungen wird natürlich erst das medizinische Know-how und die Leitlinien berücksichtigt, ehe es zum Neostigmin geht. Sogar zur Behandlung von Asthma kann das Neostigmin eingesetzt werden, weil die Muskeln des Zwerchfells gestärkt werden. Das zeigt auf, wie vielseitig Neostigmin ist und wieso der Enzymhemmer eingesetzt werden muss.

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