Livid

Livid

LividUnter dem Begriff „Livid“ versteht man in der Medizin ein Synonym für eine Verfärbung auf der Haut. Diese kann durch fahles Gewebe, welches schlecht durchblutet wird, entstehen. Die Verfärbungen sind meist grau, blau oder bläulich-violett. Die Bedeutung stammt vom lateinischen Begriff „lividus“, welcher blau bedeutet. Spricht man in der Medizin von „livid“, beschreibt man in der Regel die Farbe einer äußerlich sichtbaren Veränderung beziehungsweise Verfärbung. Diese kann verschiedene Ursachen haben, wobei die Bedeutung die selbe ist.

Livide Verfärbungen durch schlechte Durchblutung

Bei schlechter Durchblutung können livide, fahle Stellen am Hautbild auftreten. Dies kann auf Störungen, aber auch Krankheiten, der Durchblutung zurückgeführt werden. Wird die Durchblutung, beispielsweise zu einem Gliedmaß, ganz abgeschnürt, so machen sich flächenmäßig livide Verfärbungen breit. Diese treten oft zusammen mit dem allbekannten „Einschlafen“, einem Taubheitsgefühl, der Gliedmaßen auf. Andersrum können Verfärbungen auch bei zu starker Durchblutung livid sein. Hier spricht man von „Erythemen“. Diese sind mit dem bloßen Auge erkennbare Flecken auf der Haut, die durch eine gesteigerte lokale Durchblutung auftreten. Werden diese Stellen zu stark durchblutet, zum Beispiel entzündungsbedingt, können neben roten Flecken auch blaue, graue oder bläulich-violette Flecken auftreten- diese sind livid.

Livide Flecken als Zeichen schwerer Krankheiten

Livide Flecken können auch Hinweise auf schwere Krankheiten wie die Dermatomyositis sein. Dort fallen sie unteranderem auch als lividaussehende Pappeln, also Knoten, auf der Hautoberfläche auf. Die Bedeutung von „livid“ ist in der Medizin also vielmehr eine farbliche Beschreibung.

Was noch livid sein kann

In der Schwangerschaft kann es vorkommen, dass das Gewebe der Schamlippen livid wird. Dies bedeutet lediglich, dass sich die Schamlippen blau verfärben. Dies beruht auf Veränderungen des Hormonhaushalts. Auch sogenannte „Totenflecken“ können livid sein. Dadurch, dass der Körper nach dem Tod nicht mehr durchblutet wird, staut sich das Blut an und es entsteht eine Verfärbung auf dem Gewebe der Haut.

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