Entzündete Ohrläppchen: Gründe und Tipps zur Vorbeugung

Ein entzündetes Ohrläppchen tritt häufig nach dem Stechen eines Ohrrings oder bei der Verwendung eines Dehners für sogenannte Tunnel auf. Leider ist eine Entzündung keine Seltenheit und tritt mit einem typischen Symptombild auf. Wie dieses aussieht, was man am besten tun kann und wie eine Entzündung verhindert werden kann, das verrät der folgende Artikel.

Entzündete Ohrläppchen: Häufige Symptome

Klassische Symptome einer Entzündung sind Rötung, Schwellung, Schmerz und im schlimmsten Fall: Eiterbildung. Diese treten dann an der Einstichstelle des Ohrrings, oder des Tunnels auf. In der Regel kann man die Symptome selbst, mit Salben aus der Apotheke und auch einigen Hausmitteln, bekämpfen. Sollten die Symptome im Verlauf abklingen, braucht man keinen Arzt konsultieren und kann die Entzündung allein behandeln.

Bei einem schlimmeren Verlauf können aber Fieber oder eine Schwellung der Lymphknoten auftreten, wenn dies der Fall ist, sollte man doch einen Arzt hinzuziehen. Auch wenn sich die Schmerzen und die Eiterbildung nach mehreren Wochen nicht zurückbilden, sollte die Infektion einmal von einem Arzt untersucht werden. Hier kann notfalls ein Antibiotikum verordnet werden.

Erste Schritte bei einer Entzündung

  1. Als Erstes sollte natürlich der Ohrring oder der Dehner entfernt werden.
  2. Danach sollte man die entzündete Stelle sanft mit PH-neutraler Seife oder nur mit Wasser reinigen und eine Salbe zur Wundheilung auftragen. Diese erhält man in der Apotheke, in der Regel wird hier eine Zinksalbe empfohlen.
  3. In der Apotheke kann man ebenfalls ein Wunddesinfektionsmittel erhalten, was hier zur Wundheilung, aber auch schon im Vorfeld zur Prävention von Entzündungen verwendet werden kann.
  4. Hausmittel wie kalter Kamillentee, Teebaumöl oder Lavendelöl können ebenfalls helfen und sanft bei der Abheilung helfen.

Hygiene ist wichtig

Generell sollte man natürlich vor jedem Kontakt mit der infizierten Stelle die Hände ausgiebig waschen.

Wie kann man eine Entzündung verhindern

Entzündete Ohrläppchen mit Hygiene-Maßnahmen vorbeugen
Hygiene-Maßnahmen für Ohrläppchen

Bei der Wahl des Piercers sollte man sich schon im Vorfeld informieren, ob dieser sich an die notwendigen Hygienevorschriften hält. Hat man hier einen seriösen Piercer gefunden, so wird dieser einem auch die Nachsorge des Piercings oder des Tunnels detailliert erklären. Außerdem wird er eine ausführliche Anleitung zum Tunnel dehnen vermitteln, an die man sich halten sollte, um Infektionen zu vermeiden.

Das Material des ersten Steckers oder Dehners sollte hypoallergen sein, Silber oder Titan empfiehlt sich zum Beispiel bei Schmuck. Außerdem sollte man erst nach einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen oder vollständiger Abheilung zu Schmuck greifen und generell schwere Ohrringe vermeiden.

Zum Piercer oder zum Juwelier seines Vertrauens?

Hat man einen kompetenten Piercer gefunden, so wird dieser auch die richtige Stelle für den Einstich finden, denn diese ist auch für die Vermeidung von Infektionen ein wichtiges Kriterium. Viele Menschen tendieren auch dazu, sich Ohrlöcher bei einem Juwelier stechen zu lassen, dieser nutzt aber eine Ohrlochpistole. Diese erhöhen das Risiko für Infektionen, da sie schlecht sterilisierbar sind und so Bakterien weitertragen können. Außerdem verheilt die Einstichstelle nach der Verwendung einer Ohrlochpistole schlechter.

Man sollte also auch hier den Besuch bei einem Piercer vorziehen. Weiterhin gibt es einige Dinge, die man noch beachten kann, um selbst einer Infektion vorzubeugen:

  • Bevor man sein Ohr, beziehungsweise die Wunde berührt, sollte man sich die Hände waschen, um Kontakt mit Bakterien zu vermeiden.
  • Außerdem sollte man für mindestens vier Wochen den Besuch im Schwimmbad oder in der Sauna vermeiden.
  • Auch kann es nicht schaden jeden Morgen und jeden Abend ein Desinfektionsmittel wie zum Beispiel Octenisept auf die Wunde aufzutragen.

Fazit

Bei richtiger Pflege und sorgsamer Behandlung der Einstichstelle kann dann kaum noch etwas schief gehen.

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