EGFR

EGFR

Definition

EGFRDie Abkürzung EGFR hat in der Medizin zwei unterschiedliche Bedeutungen. EGFR kann für den EGF-Rezeptor (Epidermal Growth Factor Receptor) stehen oder für die Abkürzung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate bezeichnen.

EGF-Rezeptor

Der EGF-Rezeptor ist ein Eiweiß in der Zellmembran und gehört zur Gruppe der Rezeptortyrosinkinase. Die Rezeptortyrosinkinase ist ein typischer Rezeptor für Botenstoffe des Wachstums, der Differenzierung und des Anabolismus. Unter Differenzierung wird die Spezialisierung einer Zelle verstanden. Anabolismus erklärt den Aufbau von Stoffen in Lebewesen. Ein besonderer Botenstoff des Wachstums ist der Epidermal-Growth-Factor (Epidermale Wachstumsfaktor). Er tritt als Signalmolekül bei der Einleitung der Mitose auf. Unter Mitose versteht man die indirekte Zellteilung. Durch die Zellteilung entstehen zwei Tochterkerne mit derselben genetischen Information. Der Epidermale Wachstumsfaktor spielt eine essentielle Rolle in der Ausbildung von Zelltypen. Der EGF-Rezeptor wird viel Bedeutung in der Krebsforschung zugesprochen.

Definition eGFR

Die Abkürzung steht für die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (estimated Glomerular Filtration Rate) und ist ein wichtiger Parameter in der Medizin. Der eGFR hat eine große Bedeutung in der Erfassung einer beginnenden Nierenerkrankung. Anhand des Serumkreatinins und Angaben, wie Alter und Geschlecht des Patienten, wird der eGFR geschätzt.

Kreatinin

Das Kreatinin gehört zu den harnpflichtigen Substanzen. Über den Urin wird das Kreatinin ausgeschieden. Erst bei einer Einschränkung der glomerulären Filtrationsrate über 50 % steigt das Serumkreatinin an. Ein normaler Kreatininwert, schließt eine beginnende Nierenerkrankung daher nicht aus. Zusätzlich zur eGFR kann eine Kreatinin-Clearance bestimmt werden. Dies ist eine aufwendige Sammelharnbestimmung.

Glomeruläre Filtrationsrate

Die glomeruläre Filtrationsrate berechnet, wie viel die Nieren an Volumen pro Zeiteinheit filtrieren kann. Der eGFR wird geschätzt. Fehlerquellen wie Über- oder Untergewicht, extremer Muskelmasse und hohes Alter müssen beachtet werden. Obwohl der eGFR geschätztist, sind die Formeln zur Berechnung des eGFR sehr präzise. Dem eGFR kommt eine große Bedeutung in der Medizin zu, da es ein genaues Ergebnis liefert, ohne aufwendigem Harnsammeln.

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