AV-Block 1. Grades

AV-Block 1. Grades

Definition:

AV-Block 1. GradesDer AV-Block 1. Grades oder auch atrioventrikulärer Block, ist eine Störung der Erregungsausbreitung im Herz. Dabei ist die Überleitungszeit zwischen dem Vorhof, dem Atrium, und der Kammer, dem Ventrikel, verzögert.

Befunde im EKG:

Der AV-Block 1. Grades zeigt sich ausschließlich im EKG und ist weitgehend asymptomatisch, da er nicht mit einem Abfall der Herzfrequenz einhergeht. Die sogenannte PQ-Zeit, die Zeit zwischen Beginn der P-Welle und Beginn der Q-Zacke im EKG, ist beim AV-Block 1. Grades verlängert. Ab einer PQ-Zeit von >200 Millisekunden spricht man von einem AV-Block 1. Grades. Wichtig ist, dass das Herz beim AV-Block 1. Grades im Sinusrhythmus schlägt. Es liegt ein regelmäßiger Herzrhythmus vor, welcher vom Taktgeber im Vorhof, dem sogenannten Sinusknoten, vorgegeben und über den AV-Knoten, dem atrioventrikulären Knoten, auf die Kammer übergeleitet wird. Da der Sinusknoten den Rhythmus beim AV-Block 1. Grades vorgibt und dieser 1:1 auf die Kammer übergeleitet wird, kommt es regelhaft zu keinem Abfall der Herzfrequenz. Im Herz ist also lediglich die Überleitungszeit vom Vorhof auf die Kammer verzögert, eine tatsächliche Blockierung liegt beim AV-Block 1. Grades nicht vor.

Ätiologie:

Ein AV-Block 1. Grades kann idiopathisch, also ohne Grunderkrankung, auftreten und auch bei einem gesunden Herz vorkommen. Es können jedoch auch strukturelle Herzerkrankungen vorliegen, beispielsweise die koronare Herzkrankheit, die mit einem Abfall der Herzdurchblutung einhergeht. Weiter kann eine Entzündung des Herzmuskels, die Myokarditis zu einem AV-Block führen. Auch bestimmte Medikamente, besipielsweise Digitalis, oder ein Überschuss an Kalium können dafür sorgen, dass die AV-Überleitungszeit vom Vorhof auf die Kammer verzögert wird. So kommt es auch hier zu einem AV-Block 1. Grades.

Therapie:

Ein AV-Block 1. Grades, macht in der Regel keine Therapie notwendig. Liegt eine Grunderkrenkung vor, sollte diese behandelt werden. Der Abfall, der Konzentration eines auslösenden Medikamentes oder eine Ausgleichung der Kaliumspiegel, kann ebenfalls zu einer Normalisierung der Überleitungszeit führen.

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