Apokrin

Apokrin

ApokrinDer Begriff „Apokrin“ beschreibt eine Eigenschaft, welche von exokrinen Drüsenzellen angenommen wird. Sind diese apokrin, so bedeutet das, dass ihr Sekret mit inklusive einem Teil ihres Zystoplasmas und Bereichen der Zellmembran an die äußere oder innere Oberfläche abgegeben wird. Umgangssprachlich könnte man sagen, dass „Apokrin“ „nach Außen ausscheidend“ bedeutet. Eine apokrine Drüsenzelle ist ein Teil derer die „exokrin“ sind.

Unterteilung der Drüsen

Bei Drüsen, welche ihr Sekret an die innere und äußere Oberfläche ausscheiden, spricht man von „exokrin“. Würden sie den abgesonderten Stoff in die Blutgefäße abgeben, wäre dies „endokrin“.

Unter den Drüsen, welche exokrin sind, wird noch einmal in: apokrin, merokrin (oder „ekkrin) und holokrin unterteilt. Der Unterschied zwischen diesen, ist die Art und Weise wie das Sekret abgegeben und was zusätzlich abgesondert wird.

Während bei merokrinen Drüsenzellen nur der eigentliche Inhalt abgegeben wird, sondert eine Drüsenzelle, welche apokrin ist, auch Teile der Zellmembran ab.

Apokrine Schweißdrüsen

Ist eine Schweißdrüse apokrin, spricht man auch von einer „Duftdrüse“. Das bedeutet, dass sie die Eigenschaft hat Düfte abzusondern. Sie sind auch der Urheber des bekanntlichen „Schweißgeruchs“ und spielen eine erhebliche Rolle für die Entstehung des natürlichen Körpergeruchs des Menschen. Diese Drüsen findet man vor allem im Anal- und Genitalbereich, in den Achselhöhlen und vereinzelt im Gesicht. Die Schweißdrüse, welche apokrin ist, schnürt einen Teil der Zelle, wie die Zellmembran, ab und umhüllt sie mit ihrem Sekret.

Wird dieses dann an die Oberfläche, die Haut, abgegeben, wird ebenso ein Teil der Zellmembran abgesondert. Hier spricht man also von einer Drüsenzelle, deren Eigenschaft „apokrin“ ist.

Der Großteil der menschlichen Schweißdrüsen ist jedoch „merokrin“. Diese sondern das Sekret ohne einem Anteil der Zelle ab. Das ausgeschiedene Produkt ist hierbei eher säuerlich.

Der strenge Geruch des Schweißes kommt aber von Schweißdrüsen, welche apokrin sind und führt auf ihre leichte Zersetzbarkeit durch Bakterien zurück.

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