Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom – Ursachen, Behandlung und Therapie

Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom – Ursachen, Behandlung und TherapieIn der letzten Zeit häufen sich mediale Berichterstattungen aus der ganzen Welt, wo Mütter ihre Kinder bewusst erkranken lassen, Krankheiten vortäuschen oder verletzen, um sie dann wiederum von Ärzten behandeln zu lassen. Da fragen sich viele Eltern, aber auch Menschen ohne Kinder, was das für eine Erkrankung sein muss, die dazu führt, dass man aus Mitleid und mehr derartig negativ auffällt, den Kindern schadet und mehr. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene, aber ausgesprochen gefährliche Variante des sogenannten Münchhausen-Stellvertreter-Syndroms, welches auch kurz als MSBP bezeichnet wird. Es kommt nämlich aus dem englischen und lautet Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Diese Erkrankung ist selten, aber hoch gefährlich und fällt in aller Regel schnell auf, wenn man die Anzeichen genauer kennt.

Anzeichen für das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom

Ein wirklich ausgesprochen typisches Verhalten für Mütter, da so gut wie nie Männer betroffen sind, ist, dass sie sich aufopfernd um ihre Kinder kümmern, sich liebevoll geben, immer da zu sein scheinen und ihre artifizielle Störung niemals erwartet werden würde. Die Mütter haben ständigen Kontakt zu den Ärzten und dem Pflegepersonal sowie akzeptieren sie jegliche Behandlungen, stimmen ohne viel Hinterfragen zu und machen generell alles mit, was mit einer ärztlichen Untersuchung zu tun hat. Meistens wollen sie ihre Kinder nicht alleine lassen, eine Behandlung und Untersuchung erfolgt nur, wenn die Mama dabei ist und auch andere Menschen dürfen nahezu nie mit dem Kind in einem sozialen Verhältnis stehen.

Ursachen für das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom

Es ist bis heute nicht geklärt, wieso fast ausschließlich Frauen von dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom betroffen sind und keine Männer. Hinzu kommt, dass die Ursachen der Symptome nicht geklärt werden kann und das wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, ehe man hier genauer hinterfragen kann, wieso die Mütter teilweise Mitleid erregen wollen, Aufmerksamkeit durch Krankheit erzwingen wollen oder allgemein Aufmerksamkeit erregen wollen. Man könnte die Motive nun nicht pauschalisieren, weil selbst Forschern und Mitarbeitern in Psychiatrie & Co bisher jegliche Anhaltspunkte fehlen, um die Motive genauer zu erkennen, ob es eine Erkrankung in der Psyche ist und mehr. Das macht eine Heilung ebenso ausgeschlossen.

Behandlung und Therapie beim Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom

Eine Diagnose nach den vielen Vorkommnissen wird nicht schwierig sein, aber die Therapie hingegen schon. Denn es gibt einfach keine Heilung im Augenblick, die eine Linderung der Störung aufweist. Die artifizielle Störung ist ein erweitertes Münchhausen Syndrom, welches den meisten als Aufmerksamkeit erregen bekannt ist, Lügen um Aufmerksamkeit zu bekommen oder auch Mitleid erregen. Doch das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom ist derweil etwas dramatischer, weil die Leidtragenden immer Kinder sein werden. Selbstverletzungen kommen allerdings auch vor, sodass auch ein Aufenthalt in der Psychiatrie meist die Folge ist. Die Trennung von Kind und Mutter ist derweil ebenso notwendig, weil das durchaus etwas hilfreich sein kann, aber eine Heilung gibt es im Augenblick noch nicht.

Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom wird vielen durch Aufmerksamkeit durch Krankheit schnell an einem betroffenen Menschen bewusst. Denn immer hat das Kind eine neue Verletzung, zeigt neue Symptome auf, es muss regelmäßig Aufmerksamkeit erregt werden, um die eigene Identitätsstörung befriedigen zu können und das Selbstwertdefizit weiter anzukurbeln. Die Mütter stehen trotz der angeblichen Erkrankung der Kinder dann wiederum immer im Mittelpunkt. Haben Sie den Verdacht, dass genau solch ein Verhalten in einem Bekanntenkreis, der Nachbarschaft oder der Familie auftritt? Dann reagieren Sie bitte schnell, weil es auch zu tödlichen Folgen für den Nachwuchs kommen kann.

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