Krätze Skabies

Krätze (Skabies)

Skabies (Krätze) wird durch die achtbeinige Milbenart Sarcoptes scabiei ausgelöst. Diese werden lediglich einen halben Millimeter groß. In freier Natur ohne Wirt kann diese Milbenart nur wenige Tage überleben. Gelangen sie jedoch auf den menschlichen Körper, können sie sich vermehren und unbehandelt über Jahre hinweg Symptome auslösen.

Der Lebenszyklus der Krätzemilben beginnt damit, dass die Weibchen sich kleinste Tunnel in die menschliche Haut gräbt, in die sie ihre Eier legt. Die Larven schlüpfen bereits nach 3 bis 5 Tagen, um sich anschließend über einen Häutungsprozess in Nymphen zu verwandeln. Diese wiederum reifen zu adulten Milben heran, die ihrerseits Eier in die Haut des Wirtes ablegen. Der Befall mit diesen Milben führt zu andauerndem Juckreiz und unter Umständen gar zu allergischen Reaktionen, verursacht durch spezielle Eiweißstoffe. Doch es vergehen, gerade bei einem Erstbefall, einige Wochen, bis sich der Parasitenbefall über Symptome bemerkbar macht.

Wie verbreitet sich Krätze?

Über zwischenmenschlichen Hautkontakt werden die Erreger übertragen, wobei reines Händeschütteln bereits ausreicht. Auch können die Milben über gemeinsam benutzte Kleidung und Betten übertragen werden. Von Haustieren oder wild lebenden Tieren ist eine Erregerübertragen nicht möglich. Diese Tiermilben würden nach wenigen Stunden auf der menschlichen Haut absterben, ohne in sie einzudringen.

Krätze – Symptome und Anzeichen

Die Symptome treten häufig erst ein paar Wochen nach der Übertragung auf, in wenigen Fällen bereits nach 2 Tagen. Symptomatisch ist ein dauerhaftes, extrem unangenehmes Jucken der betroffen Körperpartien. Oft führt dieser Juckreiz zu einem Schlafdefizit, sodass Kopfschmerzen und Übermüdung häufige Begleiterscheinungen sind.

Wie sehen die betroffenen Hautstellen aus?

Die Haut ist dort meist gerötet und weist punktuell Spuren auf, die an Insektenbisse erinnern. Zudem können äußerlich bereits die feinen Tunnel der Skabiesmilben sichtbar sein, gerade an Fingern und Zehen. Am häufigsten sind folgende Körperbereich betroffen: Finger, Zehen, Handgelenk, Ellenbogen, Genitalbereich und Gesäß.

Wie wird Skabies diagnostiziert?

Meist genügt eine äußere Untersuchung durch einen Arzt, um Krätze mit hoher Sicherheit zu diagnostizieren. Eine Diagnose über Bluttests ist bei diesen Parasiten nicht möglich. Um ganz sicher zu gehen, wird womöglich die Haut an einer betroffenen Stelle leicht aufgeschabt, sodass einige Milben oder Larven entnommen werden können. Diese werden dann mikroskopisch untersucht.

Wie kann Krätze behandelt werden?




Es sind einige Medikamente erhältlich, die Krätzemilben gezielt abtöten. Einer solchen medikamentösen Therapie sollten sich alle Menschen im näheren Umfeld des Patienten unterziehen, die Hautkontakt mit ihm/ihr in den zurückliegenden Wochen hatten.

Durch häufiges Kratzen an den infizierten Stellen kann es oft zu Entzündungsherden kommen. Hier weden in der Regel Antibiotika oder antibiotische Salben verwendet, um die Bakterien los zu werden.

Der Juckreiz kann noch ein paar Tage nach erfolgter Behandlung anhalten, sollte aber spätestens 2 Wochen danach gänzlich verschwunden sein.

Wie lässt sich einer Skabiesinfektion vorbeugen?

Das ist leider oftmals äußerst schwierig. Falls der Krätzebefall eines Bekannten oder eines Familienmitglieds bekannt ist, sollte auf Körperkontakt unbedingt verzichtet werden. Partnern ist zu raten, vorübergehend in getrennten Betten zu schlafen und die Kleidung des jeweils anderen zu meiden. Eine simultane Behandlung aller Familienmitglieder ist unabdingbar, auch wenn bei einigen vielleicht noch keine Symptome erkennbar sind.

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