Intramuskuläre Injektion – Durchführung, mögliche Probleme und Nebenwirkungen

Intramuskuläre Injektion – Durchführung, mögliche Probleme und Nebenwirkungen

Intramuskuläre Injektion – Durchführung, mögliche Probleme und NebenwirkungenWahrscheinlich kennen Sie die intramuskuläre Injektion nicht, aber glauben Sie uns, jeder hat Sie bereits im Leben bekommen. Es handelt sich um die Verabreichung von Medikamenten und Impfungen, die sofort in den Skelettmuskel gespritzt werden und somit den klassischen Weg durch den Magen-Darm-Trakt umgehen. Die Durchführung ist derweil ganz simple, wie Sie sicherlich durch ihre letzte Impfung wissen oder? Einfach beim Arzt hinsetzen, die jeweilige Impfstelle oder Injektionsstelle wird kurz desinfiziert und zack kann die Injektion eingespritzt werden. Pflaster drauf und fertig. So simple könnten wir das Thema abschließen, aber gerne möchten wir noch weitere Informationen über die intramuskuläre Injektion mit Ihnen teilen, weil viele nicht wussten, worum es da geht, was möglicherweise alles auf diese Weise verabreicht werden kann usw.

Wer darf die Durchführung einer intramuskulären Injektion ausüben?

Werden Sie eigentlich noch vom Arzt geimpft? Sehr selten kommt dies vor. Im Krankenhaus ist meist der Facharzt da, aber in Arztpraxen wie beim Hausarzt sind es meist die Helferinnen. Dies ist auch mit Anleitung und genauer Kenntnis des Arztes kein Problem. Selbstverständlich unterstehen Ärzte, Heilpraktiker sowie Helferinnen wie Krankenschwestern und Praxispersonal einer Sorgfaltspflicht, sodass nach Anleitung desinfiziert werden muss etc.

Wo kann eine intramuskuläre Injektion stattfinden?

Hier kommen wir zu einem entscheidenden Punkt. Überall! Ob im Po, in der Armvene oder auch im Rücken bei Rückenleiden durch die Orthopädie ist es möglich, eine intramuskuläre Injektion zu erhalten. Sogar der Oberarm und die Schulter sowie der Oberschenkel können hier dienlich sein, um die sofortige Skelettmuskel Injektion durchzuführen. Im Gesäßmuskel werden vor allem die Tetanus Impfung gespritzt, was sich seit Jahren bewährt hat.

Probleme bei einer intramuskuläre Injektion

Wer gerade eine Impfung im Oberarm, Gesäß oder direkt in den Gesäßmuskel bekommen hat, weiß oft nicht, wie ihm geschieht. Manch einem wird nach der Impfung immer schlecht und schwindelig. Das sind kleine Nebenwirkungen, die durchaus auftreten können. In ganz schweren Fällen kann ein Blutgefäss getroffen sein, sodass natürlich die Blutung stärker ist und geschaut werden muss, inwieweit es verletzt ist. Auf der anderen Seite kann im Ernstfall sogar ein Schockzustand auftreten. Doch auch wenn dies nicht jeder gerne hört, intramuskuläre Injektionen gehören generell zur Routine und nur äußerst selten treten Nebenwirkungen auf.

Intramuskuläre Injektion in der Altenpflege

In der Altenpflege ist die intramuskuläre Injektion selbstverständlich auch zu finden. Die Damen und Herren weisen meist bereits Problematiken mit dem Magen-Darm-Trakt auf, sodass im Po oder Oberschenkel gewisse Injektionen erforderlich sind. Adrenalin wird beispielsweise auch direkt als Injektion in die Brust gespritzt, um den Patienten nach einem Schock oder bei schweren Verletzungen stabil zu halten, ehe eine fachärztliche Behandlung möglich ist, was auch in der Pflege möglich sein kann. Antibiotika wird hier ebenfalls intravenös gespritzt, weil die Wirkung schneller ist, als möglicherweise bei einem Patienten, der mit dem Magen-Darm-Trakt durch Krebs oder andere Erkrankungen zu kämpfen hat.

Intramuskuläre Injektion nach Hochstetter gibt es nur bei Erwachsenen. Auch Adrenalin zu spritzen oder direkt zu injizieren ist eher für Erwachsene typisch. Bei Blutverdünnung ist es meist jedoch nicht erlaubt, eine intramuskuläre Injektion durchzuführen, um Patienten mit zu flüssigem Blut nicht der Gefahr auszusetzen, dass die Blutung nicht stoppt. Bei Antikoagulation ist es oftmals auch nicht üblich, dass Patienten eine intramuskuläre Injektion erhalten, es seiden es handelt sich bei Blutverdünnung um entsprechende Medikamente, die die Problematik verbessern sollen. Doch ansonsten ist die intramuskuläre Injektion den meisten hier längst bekannt, weil sie beim Impfen alleine regelmäßig auftritt.

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