Enzephalopathie

Enzephalopathie

Was versteht man unter dem Begriff „Enzephalopathie“?

EnzephalopathieDer Begriff Enzephalopathie sammelt krankhafte Veränderungen im Gehirn, die nicht durch eine Erkrankung in der Hirnstruktur ausgelöst wurden. Der Auslöser der Störungen liegt also nicht im Kopf. Per Definition ist das gesamte Gehirn betroffen, es funktioniert das Zusammenspiel unter den einzelnen Nervenzellen nicht mehr richtig, es zeigt sich jedoch oft keine Veränderung an der Struktur der Nerven und Gehirnstruktur. Die Auslöser für eine Enzephalopathie können unterschiedliche Erkrankungen im ganzen Körper sein. Besonders eine Schädigung des Herz-Lungen-Kreislaufs, der Leber, der Nieren oder der Hormone gehören zu den häufigen Auslösern einer Enzephalopathie.

Wie sieht eine Enzephalopathie aus?

Eine Enzephalopathie kann laut Definition durch Symptome wie etwa einer Veränderung der Bewusstseinslage erkennbar werden. Unter dem Begriff „veränderte Bewusstseinslage“ werden generell Zustände wie Benommenheit, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma gesammelt. Häufig sind auch Sehstörungen, epileptische Anfälle (Krampfanfälle) und motorische Probleme (Probleme mit Bewegungen oder der Koordination von Bewegungen). Die Symptome sind alle auf eine Veränderungder Reizleitung im Nervensystem zurückzuführen. Das heißt, dass die Weitergabe eines Reizes von einer Nervenzelle an die nächste nicht richtig funktioniert und dadurch das Gehirn nicht richtig arbeiten kann.

Welche Ursachen hat eine Enzephalopathie?

Die Ursachen einer Enzephalopathie sind mitunter schwierig zu diagnostizieren. Die Symptome äußern sich wie eine Schädigung im Gehirn, grundlegende Erkrankung an dieser Stelle besteht aber keine. Eine Enzephalopathie kann unter anderem durch Vergiftungen (durch Gifte, Drogen und körpereigene Stoffe, die der Körper nicht verträgt), Krankheitserreger, einer Schädigung der Leber oder der Nieren, einer Veränderung der Hormone und auch durch ein Trauma (Definition: Verletzung/Unfall) entstehen. Die Grunderkrankung liegt somit nicht im Gehirn selbst, durch diese andere Erkrankung entstandene Stoffe reizen allerdings die Nervenzellen so sehr, dass diese nicht mehr richtig funktionieren können und sich das in einer Enzephalopathie äußert.

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