Dysarthrophonie

Dysarthrophonie

Definition

DysarthrophonieUnter einer Dysarthrophonie versteht man in der Medizin eine Störung – die neurogen ist – bei der Sprechkoordination und ebenso bei der Sprechmotorik. Diese betrifft die Stimmbildung, die Artikulation sowie die Sprechatmung, welche sich aus den Einzelkomponenten der Dysarthrie und der Dysphonie zusammensetzt.

Charakteristika

Eine undeutliche und verwaschene Sprechweise (zusammenfassend eine Fehlfunktion der Sprechmotorik, der Sprechkoordination und der Sprechatmung) sind Kennzeichen einer Dysarthrophonie und ist meistens aufgrund von hirnorganischen Fehlfunktionen (neurogen) mit anderen damit einhergehenden Körperbehinderungen verbunden.

Vorkommen & Therapiemöglichkeiten

Eine Dysarthrophonie kann im Laufe der kindlichen Entwicklung in Form einer Sprachstörung neurogen auftreten, wohingegen die Dysarthrophonie im Erwachsenenalter beispielsweise im Rahmen einer Morbus Parkinson-Erkrankung oder nach einem Schlaganfall auftritt.

Bei einer Dysarthrophonie gibt es verschiedene Möglichkeiten einer logopädischen Therapie, zB muss bei einer Dysarthrophonie die selbstständige Kommunikationsfähigkeit verbessert werden und durch Übungen der Sprechmotorik, der Sprechkoordination und der Sprechatmung sowie der Artikulation ein besseres Selbstwertgefühl erzeugt werden. In Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten ist die eigene Körperhaltung und die des Kopfes ein wichtiger Ansatz zur verbesserten Kommunikationsfähigkeit und die der Sprechatmung, Sprechkoordination und der Sprechmotorik zur Entlastung der Störung. Ebenso muss die bewusste Bauchatmung und die Mundmotorik trainiert werden, um einen bewussten Sprechvorgang und eine Artikulation auszulösen. Auch durch Rollenspiele wird dem Betroffenen geholfen, mit seiner Dysarthrophonie im Alltag den Menschen ohne Angst vor seiner Störung zu begegnen.

Unterschiede

Neben der Dysarthrophonie existiert ebenso das Krankheitsbild der Dysarthrie, die sich zwar ähneln, jedoch voneinander zu unterscheiden sind. Bei der Dysarthrophonie ist hauptsächlich die Stimme betroffen, wohingegen eine Dysarthrie eine erworbene Sprechstörung – sie ist ebenso neurogen wie die Dysarthrophonie – bezeichnet, die durch Schädigungen im peripheren oder zentralen Nervensystem verursacht werden kann. Man erkennt sie an der fehlerhaften Ausführung und Steuerung der Organe, die an der Motorik des Sprechvorgangs beteiligt sind, wie zB des Gaumensegels, der Zunge, der Lippen. Hierbei kann es zu einer Störung der sogenannten Funktionskreise – die die Stimmgebung (die Phonation), die Atmung als auch die Artikulation (die Aussprache) betreffen – kommen.

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