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CVI

CVI

Bedeutung CVI

CVICVI ist eine Abkürzung mit unterschiedlichen Bedeutungen. In der Medizin steht diese Abkürzung für drei verschiedene Erkrankungen:

1. Chronisch-venöse Insuffizienz

Der Begriff Insuffizienz beschreibt eine Unfähigkeit bzw. eine Schwäche. Im Kontext der Medizin ist damit oft eine eingeschränkte Funktionalität oder herabgesetzte Leistungsfähigkeit einer Körperfunktion oder eines Organs gemeint. Im Sinne der chronisch-venösen Insuffizienz handelt es sich laut Definition um eine Venenschwäche. Diese betrifft vorwiegend die Venen an den Beinen. Die CVI wird durch einen erhöhten Druck in den Venen verursacht. Viele Faktoren wie beispielsweise Fehlfunktionen der Venenklappen sowie Thrombosen der Beinvenen können eine Druckerhöhung in den Venen begünstigen. Als Folge der CVI können Krampfadern oder schmerzende geschwollene Beine entstehen. Wird die CVI nicht rechtzeitig erkannt, kann dies zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie oder einen Ulcus cruris (offenes Bein) führen.

2. Zerebrovaskuläre Insuffizienz

,,Die Blutgefäße des Gehirns betreffend“ ist die Bedeutung und Definition des Wortes ,,zerebrovaskulär“. Eine Insuffizienz, die zerebrovaskulär entsteht, drückt sich in einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit der hirnversorgenden Gefäße aus. Diese entwickelt sich durch Gefäßläsionen. Läsionen sind Verletzungen und krankhafte Veränderungen von anatomischen Strukturen, die in der Regel mit Funktionseinschränkungen einhergehen. Somit sind die betroffenen Gefäße nicht mehr in der Lage, das Gehirn ausreichend mit Blut zu versorgen. Vor allem die Arteriosklerose (Ablagerungen in Blutgefäßen) ist die häufigste Ursache für diese Erkrankung. Bei der CVI (zerebrovaskulär) sind Kopfschmerzen, Schwindel und Vergesslichkeit typische Krankheitszeichen.

3. Cortical Visual Impairment

Cortical Visual Impairment ist eine weitere Bedeutung der Abkürzung CVI innerhalb des Bereiches der Medizin. Nach Definition handelt es sich dabei um einen Sammelbegriff für zerebral bedingte Sehschädigungen. Die Symptome der CVI sind ebenso vielfältig wie die möglichen Ursachen. CVI wird oft durch ein Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumore, Hirninfarkte, Hirnblutungen oder Sauerstoffmangel bewirkt. Zu den häufigsten Krankheitszeichen gehören Gesichtsfeldstörungen, Lesestörungen und Störungen der räumlichen Orientierung.

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Palliativ

Palliativ

PalliativBeim Begriff “ Palliativ “ handelt es sich um eine Sammlung von Maßnahmen auf therapeutischer Basis, die allerdings keine Heilung der Erkrankung im Fokus hat. Hierbei geht es vielmehr darum, die auftretenden Symptome therapeutisch zu lindern. Diese Symptome beziehen sich in der Regel auf die zugrundeliegende Krankheit. Die Linderung der Beschwerden ist hier dann also das absolute Ziel. Eine Palliative Behandlung als Maßnahme muss in der Regel mit dem Patienten abgestimmt werden. Eine Therapie unter dem Begriff Palliativ findet sowohl zuhause, wie auch im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen statt.

Hauptsächlich kommt der Begriff Palliativ bei der Behandlung von Tumorerkranungen im fortgeschrittenen Stadium zur Anwendung. Hierbei geht es dann beispielsweise um eine adäquate Schmerztherapie, welche letzten Endes die deutliche Steigerung der Lebensqualität und eine Linderung der Schmerzen und Beschwerden als Ziel hat. Die Anwendung der entsprechenden Maßnahme aus dem Bereich Palliativ ist aber nicht nur auf die Symptome der Schmerzen bei einer Erkrankung beschränkt, sondern erstreckt sich eben auf alle Bereiche und Symptome, wo eine Einschränkung der eigenen Lebensqualität des betroffenen Patienten zu beobachten ist. Auch erstreckt sich der Begriff Palliativ nicht nur auf die Tumorerkrankungen, bei welchen therapeutisch agiert werden kann.

Auch die Linderung entsprechender Symptome und Beschwerden bei einer anderen Erkrankung ist hier das Ziel, beispielsweise dann bei einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz oder auch bei der chronisch-degenerativen Erkrankung des zentralen Nervensystems ALS. Einfacher gesagt: Überall da, wo es notwendig ist, therapeutisch die entsprechende Maßnahme zu ergreifen, um eine Linderung der Symptomatik zu erreichen, findet auch der Begriff Palliativ Anwendung.

Das Gegenteil zum Begriff Palliativ ist im Übrigen der Begriff kurativ. Hierbei geht es dann eben im Gegenteil zu Palliativ um die direkte Heilung. Aufgrund der steigenden Bedeutung des Begriffs Palliativ hat sich hier ein eigenes medizinisches Fachgebiet gebildet, welches als Palliativmedizin bekannt ist.

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Dysarthrophonie

Dysarthrophonie

Definition

DysarthrophonieUnter einer Dysarthrophonie versteht man in der Medizin eine Störung – die neurogen ist – bei der Sprechkoordination und ebenso bei der Sprechmotorik. Diese betrifft die Stimmbildung, die Artikulation sowie die Sprechatmung, welche sich aus den Einzelkomponenten der Dysarthrie und der Dysphonie zusammensetzt.

Charakteristika

Eine undeutliche und verwaschene Sprechweise (zusammenfassend eine Fehlfunktion der Sprechmotorik, der Sprechkoordination und der Sprechatmung) sind Kennzeichen einer Dysarthrophonie und ist meistens aufgrund von hirnorganischen Fehlfunktionen (neurogen) mit anderen damit einhergehenden Körperbehinderungen verbunden.

Vorkommen & Therapiemöglichkeiten

Eine Dysarthrophonie kann im Laufe der kindlichen Entwicklung in Form einer Sprachstörung neurogen auftreten, wohingegen die Dysarthrophonie im Erwachsenenalter beispielsweise im Rahmen einer Morbus Parkinson-Erkrankung oder nach einem Schlaganfall auftritt.

Bei einer Dysarthrophonie gibt es verschiedene Möglichkeiten einer logopädischen Therapie, zB muss bei einer Dysarthrophonie die selbstständige Kommunikationsfähigkeit verbessert werden und durch Übungen der Sprechmotorik, der Sprechkoordination und der Sprechatmung sowie der Artikulation ein besseres Selbstwertgefühl erzeugt werden. In Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten ist die eigene Körperhaltung und die des Kopfes ein wichtiger Ansatz zur verbesserten Kommunikationsfähigkeit und die der Sprechatmung, Sprechkoordination und der Sprechmotorik zur Entlastung der Störung. Ebenso muss die bewusste Bauchatmung und die Mundmotorik trainiert werden, um einen bewussten Sprechvorgang und eine Artikulation auszulösen. Auch durch Rollenspiele wird dem Betroffenen geholfen, mit seiner Dysarthrophonie im Alltag den Menschen ohne Angst vor seiner Störung zu begegnen.

Unterschiede

Neben der Dysarthrophonie existiert ebenso das Krankheitsbild der Dysarthrie, die sich zwar ähneln, jedoch voneinander zu unterscheiden sind. Bei der Dysarthrophonie ist hauptsächlich die Stimme betroffen, wohingegen eine Dysarthrie eine erworbene Sprechstörung – sie ist ebenso neurogen wie die Dysarthrophonie – bezeichnet, die durch Schädigungen im peripheren oder zentralen Nervensystem verursacht werden kann. Man erkennt sie an der fehlerhaften Ausführung und Steuerung der Organe, die an der Motorik des Sprechvorgangs beteiligt sind, wie zB des Gaumensegels, der Zunge, der Lippen. Hierbei kann es zu einer Störung der sogenannten Funktionskreise – die die Stimmgebung (die Phonation), die Atmung als auch die Artikulation (die Aussprache) betreffen – kommen.

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Sklerodermie

Sklerodermie

Was ist Sklerodermie?

SklerodermieSklerodermie ist eine seltene Erkrankung, die in zwei Formen auftreten kann, die systemische Sklerodermie sowie die progressive systemische Sklerose. Beide Krankheiten haben als Gemeinsamkeit die Bildung von Fibrose und Sklerose im Hauptbindegewebe zur Folge. Zwar gibt die Bezeichnung Sklerodermie wieder, dass es sich bei betroffenen Organ um Bindegewebe in der Haut handelt. Der Mensch verfügt aber sowohl in den inneren Organen als auch in den Blutgefäßen über Bindegewebe.

Gemeinsamkeit bei den Varianten der Erkrankung

Eine Gemeinsamkeit ist die Bildung von Verhärtungen im Bindegewebe in Form von Fibrose und Sklerose. Eine Sklerodermie, die lokalisiert auftritt, hat die Bezeichnung zirkumskripte Sklerodermie.Sie beschränkt sich auf das Haut-Bindegewebe und ist für den Betroffenen eine störende oder einschränkende Erkrankung der Haut. Sie ist nicht lebensbedrohend und wird auch nicht zu einer systemischen Variante.

Die progressive systemische Sklerodermie hingegen betrifft die inneren Organe und das Gefäßsystem durch die Bildung von Fibrose und Sklerose. Je nachdem, welches Organ befallen ist und wie der Verlauf der Krankheit vor sich geht, können enorme körperliche Beeinträchtigungen und Funktionsstörungen auftreten. Dies kann zu einer stark reduzierten Lebensqualität führen. Die rheumatische Auto-Immunerkrankung nimmt einen Verlauf, bei dem das körpereigene Abwehr-System sich gegen einzelne Bestandteile des eigenen Organismus richtet. Betroffen sind vor allem die Haut, der Magen-Darm-Trakt und die Lunge.

Ursachen und Symptome der Sklerodermie

Die Erkrankung tritt in der Regel zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf. Die genauen Gründe für Sklerodermie sind nicht wirklich bekannt, vermutet werden erbliche Veranlagung und Umwelt-Schadstoffe. Eine Gemeinsamkeit gibt es auch bei den Symptomen nicht. Manchmal tritt die Sklerodermie heftig und abrupt auf, manchmal zeigt sie sich schleichend. Teilweise kommt es nach Jahre langen Phasen ohne Beschwerden wieder zu akuten Schüben. Der Betroffene leidet unter Müdigkeit, Fieber, Gewichtsverlust und körperlicher Schwäche. Anzeichen zeigen sich zuerst an den Händen durch geschwollene Finger und reduzierter Beweglichkeit der Hände, bedingt durch die Bildung von Fibrose und Sklerose.

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Bulbus

Bulbus

Was Bedeutet Bulbus?

BulbusDer Begriff Bulbus kommt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie Zwiebel und Knolle. Em Englischen wird es als bulb bezeichnet.

Für was wird der Begriff Blubus verwendet?

Der Begriff wird hautpsächlich in der Anatomie verwedent und damit werden Organe und Organteile bezeichnet, welche knollenförmig sind.

Beispiel für ein knollenförmiges Organ

Ein Beispiel ist der Bulbus Oculi, als der Augapfel.
Weitere Beispiele sind die

  • Bulbus aortae, die Aorta
  • Bulbus caroticus, die Erweiterung der innern Kopfschlagader
  • Bulbus duodeni, der ampullenförmige Teil des Zwölffingerdarms
  • Bulbus olfactorius, vorgestülpter Teil des Gehirns, welcher für das Geruchsempfinden zuständig ist.

Wann werden diese Begriffe für ein Organteil in der Anatomie verwendet?

Die oben stehenden Beispiele werden alle öfter in der Anatomie verwendet. Jedes organteil, welches knollenförmig ist, erfüllt eine wichtige Eigenschft im Körper. Sollte dieses Organ von einer Krankheit befallen sein, so fällt dieser Begriff auch beim Arzt.

Jedes knollenformige Organteil besteht, bei der näheren Betrachtung, aus mehreren Teilen.
Für das Beispiel Bulbus Oculi sind das folgende:
Dabei lässt der Aufapfel sich in unterschiedliche Abschnitte aufteilen:

  • äußere Augenhaut
  • Lederhaut
  • Hornhaut
  • mittlere Augenhaut
  • Iris
  • Ziliarkörper
  • Aderhaut
  • innere Augenhaut
  • Linse
  • Glaskörper
  • Augenkammern

Für all diese Begriffe (auch die entsprechenden lateinischen Begriffe) ist der Bulbus Oculi der Überbegriff.

Man kann also sehen, dass hinter einem Organ, welches knollenförmig ist, einiges zu finden ist.
Jedes dieser Organteile in diesen Beispielen kann von einer Krankheit oder einem Infekt befallen sein. Diese Beispiele deuten darauf hin, dass es egal ist, ob das Organ dabei innen oder außen am Körper liegt. Manche Krankheite die ein Bulbus betreffen können erst durch eine Biopsie nachgewiesen werden. Dabei ist es auch für den Arzt wichtig, wo die Krankheit liegt könnte. Bei erkrankungen in einem Bulbus sind viele Untersuchungen notwendig, die einem aber nur helfen sollen.

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Subkutan

Subkutan

SubkutanDer Begriff Subkutan stammt aus dem Lateinischem und setzt sich aus den beiden Wörtern „sub“ (= unter) und „cutis“ (= Haut) zusammen. Subkutan hat nicht nur eine Bedeutung. Laut Definition ist in der Anatomie die Rede von Subkutan, wenn sich etwas unter der Haut, also im Unterhautfettgewebe befindet. Subkutan ist also eine Art anatomische Ortsangabe. Gerade für medizinische Eingriffe ist es von großer Bedeutung, ob sich beispielsweise eine Zyste in der Haut oder eben „subkutan“ unter der Haut im Unterhautfettgewebe befindet.

Ist ein Schnitt oder eine Wunde bis an eine Stelle, welche subkutan liegt gelangt, so muss der Arzt die betroffene Wunde mit einer sogenannten Subkutannaht verschließen.

In der Medizin dagegen besitzt Subkutan nach der Definition eine ähnliche Bedeutung. Der Begriff Subkutan wird hauptsächlich in Zusammenhang mit Injektionen verwendet. Man spricht beispielsweise von einer subkutanen Injektion. Eine subkutane Injektion ist nach laut Definition die Injektion eines Arzneimittels unter die Haut in das Fettgewebe eines Lebewesens. Der große Vorteil bei einer subkutanen Injektion ist, dass ein Arzneimittel weitaus schneller wirken kann als bei beispielsweise einer intravenösen Injektion. Subkutane Injektionen werden meist mit Hilfe der weit bekannten Spritze durchgeführt. Die Kanüle der Spritze ist sehr dünn und auch relativ kurz, sodass durch die Spritze keine anderen Körperbestandteile verletzt werden können.

Aufgrund der Einfachheit der subkutanen Injektion, können Patienten wie z.B. Diabetiker, die womöglich mehrmals täglich Insulin benötigen, diese Art der Verabreichung auch selbst durchführen. Die meisten Arzneimittel, welche subkutan verabreicht werden sind Insulin und Impfstoffe. Solche Injektionen werden am häufigsten in das Unterhautfettgewebe am Bauch durchgeführt. Da generell das Eindringen von Fremdkörpern in den subkutanen Bereich meist mit dem Risiko einer Infektion verbunden ist, wird bei der Verabreichung nur eine sehr geringe Menge in den Organismus gespritzt.

Damit ist Subkutan ein wichtiger Begriff in der Anatomie und in der Medizin.

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Amenorrhö

Amenorrhö

Die Amenorrhö als Krankheitsbild der Gynäkologie – Definition

AmenorrhöDie Amenorrhö ist ein Krankheitsbild der Gynäkologie, das das Ausbleiben der Regelblutung bezeichnet.

Unterschieden wird die Amenorrhö in „primärer Amenorrhö“ (keine Periode bis über das 16. Lebensjahr hinaus) und „sekundärer Amenorrhö“ (plötzliches Ausbleiben der Periode, Schwangerschaft, Wechseljahre).

Die Amenorrhö stellt eine Zyklusanomalie dar, die untersucht und behandelt werden sollte.

Einteilung in der Gynäkologie

Die Definition der beiden Formen der Amenorrhö gelingt, wie folgt:

Als primär wird die Amenorrhö bezeichnet, wenn noch nie eine Regelblutung stattgefunden hat.
Diese Form steht meist mit physiologischen Ursachen in Zusammenhang.

Als sekundär hingegen, wenn die Regelblutung länger als 6 Monate ausbleibt. Grundsätzlich haben aber in diesem Fall bereits Regelblutungen stattgefunden, stehen sowohl körperliche als auch psychische Ursachen im Vordergrund.

Ursachen

Für beide Arten der Amenorrhö lassen sich verschiedene Ursachen festhalten:

Ist die Amenorrhö primär, sind dies vor allem

  • Funktionsstörungen der Eierstöcke
  • Hormonelle Störungen

Ist diese sekundär, liegen insbesondere folgende Ursachen zugrunde:

  • Psychische Belastungen (Stress, Reisen, Leistungssport)
  • Gewichtsschwankungen
  • Medikamente

Diagnose

Ein Facharzt für Gynäkologie wird zur Diagnosestellung eine genaue Krankengeschichte erheben.

Im Regelfall wird auch eine gynäkologische Untersuchung, mit Ultraschall oder Bauchspiegelung dazugehören.

Zur weiteren Abklärung der Amenorrhö (primär oder sekundär) zugrunde liegenden, möglichen Faktoren wird das Blut umfassend untersucht, gegebenenfalls ein Schwangerschaftstest (Urin, oder HCG-Wert im Blut) durchgeführt.

Behandlung

Die Behandlungsmethoden sind abhängig von den Ursachen sehr verschieden.
Stellen sich alle erhobenen körperlichen Befunde, als unauffällig dar, lassen sich auch im Blut keine Erklärungen finden, ist von einer psychischen Ursache der Amenorrhö auszugehen.
Die zu empfehlende Behandlungsmethode wäre eine Psychotherapie oder Entspannungsübungen.

Wird als Ursache der Zyklusstörung eine hormonelle Unausgewogenheit diagnostiziert, kann diese durch eine entsprechende medikamentöse Behandlung ausgeglichen werden.
Sollte eine Funktionsstörung von Organen nachgewiesen werden, muss diese eventuell operativ behandelt werden.

Eine exakte Definition trifft der behandelnde Arzt nach Auswertung aller Befunde und Untersuchungsergebnisse.

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Genexpression

Genexpression

Genexpression – vom Molekül zum Protein

GenexpressionGenexpression ist, grob erklärt, die Übersetzung eines Gens in ein Genprodukt. Mit Genprodukt ist beispielsweise ein Eiweiß gemeint. Eiweiße sind Proteine, die spezielle Funktionen im menschlichen Organismus erfüllen. Die Genexpression selbst beschreibt den gesamten Vorgang der Bildung des Genproduktes. Gene werden zu Proteinen durch verschiedene Schritte umgesetzt, die in einer Zelle stattfinden. Zur Expression der Gene sind „Übersetzungsschritte“ notwendig.

Genexpression lateinisch von „exprimere“ – kodiertes Genprodukt

Der Wortteil Expression kommt vom lateinischen Wort „exprimere“ und bedeutet „ausdrücken“. Im Englischen wird die Expression der Gene, also das „Ausdrücken“ der Gene als „gene expression“ bezeichnet. Ein Gen setzt sich aus verschiedenen DNA-Sequenzen, genauer, aus verschiedenen DNA-Molekülen zusammen. Die Abfolge der DNA-Moleküle kodiert für ein Gen. Aus einem Gen wird wiederum ein Protein gebildet.

Genexpression – Vorgang der Transkription

Die Transkription ist ein Teilvorgang der Genexpression. Das betreffende, zu exprimierende Gen wird abgelesen und die Information des Gens wird von der DNA in RNA gespeichert. Die RNA ist praktisch eine Kopie der DNA und wird in menschlichen Zellen aus dem Zellkern transportiert. Außerhalb des Zellkerns wird die RNA, und damit die Geninformation in Protein umgewandelt. Das Gen kodiert praktisch für Eiweiß (Protein-Moleküle, Protein-Molekül). Die Transkription ist einer Regulation unterworfen und das Ablesen des Gens zur Bildung von RNA-Molekülen startet und stoppt an bestimmten DNA-Sequenzen (Startcodon, Stoppcodon). Des Weiteren ist die Genexpression selbst einer Regulation unterworfen. Nicht jede Gensequenz muss ständig abgelesen, also exprimiert werden.

Genexpression – Vorgang der Translation

Translation beschreibt den Prozess, bei dem RNA in Eiweiß (Protein) umgesetzt wird. Die Genexpression hat die Aneinanderreihung von Aminosäure-Molekülen zur Folge. Die Moleküle werden entsprechend der RNA-Information kodiert und durch eine spezifische Faltung in ein spezifisches Protein umgesetzt. Auch dieser Prozess ist einer Regulation unterworfen. Die Genexpression ist im Prinzip nichts anderes als die Bildung von Proteinen (Eiweißen), die spezifische Prozesse in Zelle und Organismus besitzen.

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Aliphatisch

Aliphatisch

Aliphatisch – lipophil und hydrophob

AliphatischAliphatisch ist ein Wort, das vom griechischen aleiphar abstammt. Aleiphar steht für „Öl, Fett“ und beschreibt aliphatische Eigenschaften. Alipahtische Moleküle besitzen hydrophobe Eigenschaften und sind lipophil. Moleküle, auf die diese Eigenschaften zutrifft sind Kohlenwasserstoffe, die offen sowie kettenförmig angeordnet sind. Die offene, kettenförmige Anordnung von Kohlenwasserstoffresten führen zu den wasserunlöslichen sowie fettfreundlichen Eigenschaften. Nachfolgend wird die Eigenschaft Aliphatisch näher beschrieben.

Aliphatisch – Bedeutung

Die Bedeutung des Wortes Aliphatisch bezieht sich auf die fettfreundlichen, auch als lipophil bezeichnetet, Eigenschaften eines Moleküls. Mit der Bezeichnung Kohlenwasserstoff-Molekühle gemeint, die offen sowie kettenförmig angeordnet sind. Je mehr offene, kettenförmige Kohlenwasserstoffreste die Moleküle besitzen, desto lipophiler sind sie. Aromatische Kohlenwasserstoffe besitzen Ringsysteme und werden nicht als aliphatisch bezeichnet. Aliphatisch beschreibt die fettlösliche Eigenschaft der Moleküle. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Kohlenwasserstoffe Wasser abweisend und damit hydrophob reagieren.

Kettenförmige Kohlenwasserstoffe – Beispiele

Zur Gruppe aliphatischer Verbindungen gehören die iso-Alkane, n-Alkane und die gesättigten Kohlenwasserstoffverbindungen (Cycloalkane). Des Weiteren werden auch die Alkine (ungesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen) sowie die cyclischen, geradkettigen und verzweigten Alkene zu den aliphatischen Verbindungen gezählt. In der organischen Chemie wird die Eigenschaft Aliphatisch genutzt. So können wasserlösliche Verbindungen von den lipophilen Verbindungen durch die fettlösliche Eigenschaft getrennt werden.

Aliphatisch – Kohlenstoff und Wasserstoff

Die aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen zählen zu den organischen Molekülen. Ihre Bedeutung haben die offenen, kettenförmigen Moleküle vor allem in der Erdölindustrie. Kohlenwasserstoffe, die offen, kettenförmig und damit aliphatisch sind, werden aus Erdöl gewonnen. Neben den Eigenschaften hydrophob und lipophil, sind solche Kohlenwasserstoffverbindungen auch als unpolar charakterisiert. Lipophile Verbindungen sind nicht wasserlöslich. Den aliphatischen Kohlenwasserstoffen stehen die aromatischen Kohlenwasserstoffe gegenüber. Aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen sind cyclisch (ringförmig) und weisen ungesättigte Anteile im Ring auf. Sowohl aromatische als auch offene, kettenförmige Kohlenwasserstoffverbindungen bestehen, wie der Name bereits verrät, aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Gehören Moleküle nicht zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen, dann werden die organischen Verbindungen automatisch zu den aliphatischen Kohlenwasserstoffen gezählt.

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Gastrointestinal

Gastrointestinal

Bedeutung und grundlegende Informationen

GastrointestinalGastrointestinal bezeichnet Beschwerden, den Magen- und Darm-Trakt betreffend. Die Definition lässt sich wie folgt herleiten: Gaster ist der lateinische Begriff für Magen, intestinum bedeutet „Darm“, also diesen Bereich betreffend. Frauen sind von solchen Beschwerden etwa doppelt so viel betroffen wie Männer, 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung haben mit Krankheitem im Magen-Darm-Bereich zu kämpfen. Zu den häufigsten Krankheiten gehören Reiz-Darm und Reiz-Magen. Die Symptomatik führt häufig zu enormen Beeinträchtigungen des beruflichen und sozialen Lebens. Die Angst vor Durchfall nimmt oft die gesamte Aufmerksamkeit des Betroffenen in Anspruch.

Symptome bei Gastrointestinal Krankheiten

Anzeichen einer Gastrointestinal-Erkrankung sind wiederkehrende Bauchschmerzen die sich über Monate zeigen. Diese treten im Kombination mit einer veränderten Stuhlfrequenz und -Konsistenz auf. Nach dem Stuhlgang stellt sich häufig eine Besserung im betroffenen Trakt ein. Hinzu kommen Blähungen, Völlegefühl und Schleimabgang. Ernst zu nehmen sind diese Symptome, wenn sie an mehr als 3 Tagen im Monat auftreten. Besteht eine Gastrointestinal Erkrankung wie ein Reizdarm, können sich sowohl Durchfall als auch Verstopfung zeigen. Ein Reiz-Magen gehört ebenfalls zu den Gastrointestinal Erkrankungen. Anzeichen sind dauerhafte Schmerzen oder ein Brennen sowie andere Beschwerden im Oberbauch, die immer wieder kommen. Nach dem Essen zeigt sich ein frühes Sättigungsgefühl bzw. Völlegefühl. Erbrechen und Übelkeit können hinzu kommen. Die Definition und das Erkennen als Gastrointestinal Krankheit ist nicht immer eindeutig.

Ursachen und Definition einer Gastrointestinal Erkrankung

Fast der ganze Verdauungs-Trakt ist von Nervenzellen durchzogen, diese haben betreffend der Verdauung eine wichtige Bedeutung. Sie sind sozusagen das „Gehirn“ im Darm und arbeiten mit dem zentralen Nervensystem zusammen. Gastrointestinal Krankheiten werden durch biologische Prozesse, Nahrungsunverträglichkeiten sowie auch durch psychische Situationen beeinflusst. Bei vielen Patienten sind Depressionen und Angst von Bedeutung, hastiges Essen begünstigt die Gastrointestinal-Erkrankungen. Die Störungen werden in vielen Fällen mit Psychotherapie oder Hypnose behandelt, oftmals zeigen diese sich deutlich wirksamer als Medikamente.

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