Archiv für den Tag: 15. Mai 2017

Plicaresektion Informationen

Plicaresektion Knie – Defintion, Durchführung, Heilung

Plicaresektion InformationenDie Plicaresektion ist ein minimaler, invasiver Eingriff. Hierbei wird eine störende Hautfalte aus der Kniegelenksspalte herausgeschnitten. In aller Regel läuft diese Operation komplikationsfrei von statten und zeiht gewöhnlich auch keine lange Nachsorge auf sich.

So läuft die Plicaresektion ab

Im Regelfall wird das Knie vorn an den beiden Außenseiten mit kleinen Schnitten geöffnet, um das Arthroskop, eine kleine Kamera, sowie die Operationsinstrumente von innen an die Plica mediopatellaris zu führen. Es erfolgen dann zwei kleine Schnitten, einen an jeder Seite des Kniegelenks, und die abgetrennte Plica wird entfernt. In der Regel ist der Eingriff in rund zehn Minuten erledigt.

Die eigentliche medizinische Herausforderung stellt nicht die Operation an sich dar, sondern vielmehr das Erkennen einer Entzündung an der Gelenkhaut. Denn selbst mit MRT-Aufnahmen lässt sich nur selten ein klares Bild zeichnen. Häufige Indizien für eine entzündete Plica sind schmerzhafte Entzündungen auf der Vorderseite des Kniegelenks sowie gewisse Knack-Laute beim Gehen. Erfahrene Ärzte können zudem den Entzündungsherd manuell ertasten, um somit letzte Zweifel zu beseitigen und eine Plicaresektion anzuordnen.



Übrigens: Eine Plicaresektion wird nicht unter Vollnarkose, sondern lediglich unter Teilnarkose durchgeführt. Patienten können das Krankenhaus normalerweise noch am Tag des Eingriffs wieder verlassen. Liegen weitere Erkrankungen vor, welche die Operation gegebenenfalls riskanter machen, ist eine ambulante Operation nicht immer möglich.

Das gilt es nach der Plicaresektion zu beachten

Die Heilungschancen liegen bei der operativen Entfernung der Plica bei rund 99 Prozent. Für die weitere Funktionalität des Kniegelenks ist das Verhandensein der Plica nicht notwendig. Üblicher Weise können Patienten bereits nach rund zwei Wochen wieder ganz normal arbeiten und gehen. Nach rund vier Wochen ist auch Sport wieder möglich. In jedem Fall müssen die Operationsnarben in den Tagen nach der Plicaresektion versorgt werden, um einer Entzündung vorzubeugen. Bei einer zügigen Wundheilung können bereits nach 10 bis 12 Tagen die Fäden gezogen werden.

Wissenswertes zur Plica

Das Kniegelenk wird von einer Gelenkkapsel ummantelt, welche an ihrer Innenseite mit einer dünnen Haut, der Gelenkhaut, ausgestattet ist. Diese dünne Gewebeschicht hat an der Innenseite des Beins eine kleine Falte, welche als Plica bezeichnet wird. Diese reicht ab und an in den Gelenkspalt des Kniegelenks hinein – was erstmal nicht weiter störend ist. In seltenen Fällen reibt das dünne Häutchen aber an der Gelenkhaut, was zu leichten Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung führen kann. Ist dies der Fall, muss die Plica mittels einer kleinen Operation, der Plicaresektion, beseitigt werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (25 Bewertungen. Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Synovialitis am Knie - Therapie, Symptome und Heilung

Synovialitis Knie – Definition, Symptome und Therapie

Synovialitis am Knie - Therapie, Symptome und HeilungDie Synovialitis oder Synovitis ist eine Schleimhautentzündung, welche das Kniegelenk, den Schleimbeutel sowie die Sehnenscheiden betreffen kann. Normalerweise produziert die Schleimhaut ein Sekret, welches sich zwischen den Gelenken befindet und somit einen reibungsfreien Ablauf der Bewegungen ermöglicht. Durch Dauerbelastungen wie Sport oder anstrengender körperlicher Arbeit kann es jedoch zu einer Entzündung der Schleimhaut kommen. Breitet sich die Entzündung auch auf das Bindegewebe aus, so entsteht aus einer akuten Synovitis eine chronische Erkrankung. Welche Ursachen verantwortlich sind und was Sie gegen die Synovialitis im Knie tun können, erfahren Sie nachfolgend.

Wer kann von der Synovialitis im Knie betroffen sein?

Arbeiten Sie stark körperlich und belasten Sie oft die Knie? Dann kann es vorkommen, dass Sie Ihrem Bewegungsapparat und vornehmlich den Beinen viel zumuten. Erfolgen keine Entlastungen, so kann es zu einer Synovitis kommen. Doch nicht nur junge Patienten können an der Synovialitis erkranken – auch ältere Menschen, deren Abnutzungsgrad der Gelenke fortgeschritten ist, erleiden häufig eine schmerzhafte Synovitis. Unterschieden wird dabei zwischen einer nodulären Synovialitis und der villonodulären Synovialitis im Knie.

Noduläre Synovialitis

Villonoduläre Synovialitis

Hierbei handelt es sich um eine begrenzte Form der Synovialitis, die sich knotenförmig darstellt. Diese Variante breitet sich weniger aus und ist deshalb sehr gut behandelbar. Dieses Krankheitsbild nimmt oft das gesamte Gelenk ein und kann selbst nach einer OP nochmals aufkeimen. In einigen Fällen ist eine Knie-TEP (Endoprothese) notwendig.

Symptome der Knie-Synovialitis erkennen und handeln

Oftmals macht sich ein starker Schmerz im Kniebereich bemerkbar. Dieser Schmerz kann mit der Zeit markant zunehmen und ist infolgedessen auch mit gewissen Bewegungseinschränkungen verbunden. Neben dem Schmerzempfinden registrieren Patienten ebenso Hautrötungen und Schwellungen. Werden die Symptome der Synovialitis übergangen, so kann es zu Auswucherungen im Rahmen der Schleimhaut kommen, welche sich in der Gelenkkapsel des Knies ausweiten und sogar den Gelenkknorpel beschädigen können. In einigen Fällen hinterlässt dies auch Schäden am Knochen.

Die ärztliche Behandlung ist unumgänglich

Haben Sie Schmerzen im Knie, dann wird Ihr Arzt Sie auf verschiedene Krankheiten wie beispielsweise Arthritis untersuchen. Sind diese und andere Erkrankungen ausgeschlossen, kann die Diagnose Synovitis gestellt werden. Dabei ist es nicht immer einfach, die Synovialitis von anderen Krankheitsbildern zu unterscheiden. Anfangs ist meist ein leichtes Reibungsgefühl bemerkbar. Erfolgt schließlich keine Schonung oder Entlastung, so steigert sich der entzündliche Prozess. Schmerzen, Rötungen und Schwellungen nehmen deutlich zu und die Flüssigkeit im Gewebe vermehrt sich.



Diese Gegebenheiten wird Ihr Arzt mittels eines Ultraschalles oder MRT (Magnetresonanztomographie) erkennen können. Anschließend erfolgt eine Diagnose durch ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme), welche die Klassifikation der Krankheit spezifiziert. ICD 10 stellt dabei eine Version dar, in der jede Diagnose einen gesonderten Code erhält.

Die richtige Therapie bei Synovitis am Knie ist für die Heilung essenziell

Ist die Diagnose gegeben, sollten Sie das Knie ruhig stellen. Durch die Schonung wird der Rückgang der Schwellung herbeigeführt und der Druck gelindert. Auch das Kühlen mit Kühlpacks kann Erleichterung bringen. Hintergrund: Durch die Kälte kommt es automatisch zu einer Verengung der umliegenden Gefäße, was zu einem Schwellungsrückgang führt.

Weiterhin werden Sie entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Medikamente erhalten. Die Einnahme sollten den Empfehlungen Ihres Arztes eingehalten werden. Sind trotz der Schonung sowie Schmerzmitteleinnahme keine Verbesserungen erkennbar, ist nochmals der Arzt zu konsultieren.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (68 Bewertungen. Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Tumor im Kniegelenk - Therapie und Symptome

Tumor im Knie – Symptome, Behandlung & Hintergrundinformationen

Tumor im Kniegelenk - Therapie und SymptomeEin Tumor im Knie kann sowohl gutartig als auch bösartig daher kommen und wird prinzipiell in zwei Gruppen unterteilt. Während Knochentumore am Knie (Osteosarkome) vor allem die knöcherne Struktur des Gelenks angreifen, so sind Tumore aus den Weichteilen heraus (Weichteilsarkome) meist schwer zu erkennen. Letztere Bilden sich aus Fettgewebe, Muskelfasern oder dem Bindegewebe heraus und können bei spätem Erkennen oftmals nicht mehr geheilt werden. Prinzipiell können auch Kinder einen Tumor am Knie bekommen. Das häufigste Auftreten der Sarkome liegt allerdings zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.

Symptome und Anzeichen für einen Tumor im Knie

In den meisten Fällen sind eine unerklärliche Verdickung im Kniegelenk sowie leichte Schmerzen die insbesonder nachts wahrgenommen werden, erste Anzeichen für eine Tumorerkrankung im Knie. Nicht selten gesellen sich bei Knochentumoren auch noch Brüche, Einschränkungen in der Beweglichkeit des Kniegelenks und Einblutungen dazu. Im Rahmen einer sorgfältigen Anamnese und Diagnose gilt es mittels CT (Computertomographie) und Röntgen-Aufnahmen sowie der Entnahme von Gewebeproben den Tumorverdacht von anderen Erkrankungsmustern abzugrenzen. Insbesondere eine Biopsie am Geschwulst selbst klärt dann darüber auf, ob der Tumor am Knie gutartig oder bösartig ist. Auch kann eine daran anschließende, mikroskopische Gewebeuntersuchung erste Aufschlüsse auf das Alter des Tumors geben.

Behandlung und Therapie eines Knie-Tumors

Leider ist das Feld der in Frage kommenden Terapiemöglichkeiten bei einem Tumor im Kniegelenk sehr weit. In fast allen Fällen muss das angegriffene Gewebe gänzlich operativ entfernt werden. Eine Op ist somit nicht zu umgehen. Trotz eines erfolgreichen Eingriffs kann das Wiederkommen des Krebs leider nicht ausgeschlossen werden. Im Anschluss an die Operation folgt gegebenenfalls noch eine Strahlentherapie/Chemotherapie, vor allem wenn der Tumor bereits gestreut hat. Im Falle eines Knochenkrebs wird der herausoperierte Knochen durch künstliche Substanzen ersetzt. Bei bereits weit fortgeschrittenen Tumoren ist auch eine Amputation des kompletten Beines denkbar.


Folgen und Heilungschancen

Die Heilungschancen hängen stark von der jeweiligen, diagnostizierten Tumor-Art ab sowie vom Zeitpunkt der Diagnose. Bei gutartigen Tumoren im Knie die zudem noch frühzeitig erkannt werden geht nach dem heutigen Stand der Medizin keine unmittelbare Lebensgefahr mehr aus. Sehr wohl müssen nach erfolgreicher Therapie dennoch in zeitlich klar definierten Abständen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Bösartige Tumore, egal ob Weichteilsarkome oder Osteosarkome, die sich schnell ausbreiten und bereits gestreut haben, gelten hingegen in den meisten Fällen immer noch als unheilbar.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (58 Bewertungen. Durchschnitt: 4,86 von 5)
Loading...
Sehnenzerrung Knie Kniegelenk

Sehnenzerrung Knie – Symptome, Behandlung, Dauer

Sehnenzerrung Knie KniegelenkEine Sehnenzerrung im Knie wird durch eine kurzzeitige Überdehnung des Kniegelenks verursacht. Meist können Patienten ohne Probleme weiter stehen oder gehen, was bei einem Sehenriss nicht möglich wäre. Begleitende Symptome einer Kniesehnenzerrung sind leichte Schmerzen, Rötungen und Schwellungen. Eine Behandlung erfolgt ausnahmslos konservativ – eine gezerrte Sehne am Knie muss nicht operiert werden. Meist können Patienten nach einer Dauer von 2 bis 4 Wochen wieder frei von Symptomen ihr Knie belasten.

Symptome einer Sehnenzerrung am Knie

Sehnen bezeichnen die Gewebefasern, welche die Muskeln an die Knochen der Gewebe anheften. Werden diese Sehnen über Gebühr gedehnt, so spricht man von einer Zerrung. Theoretisch lassen sich sämtliche Sehnen am Kniegelenk zerren. So ist eine Sehnenzerrung in der Kniekehle ebenso möglich hinten oder an den Außenseiten des Kniegelenks. Während der Überdehnung nimmt der Patient sofort einen mäßig starken, stechenden bis stumpfen Schmerz war, der bei Entspannung des Knies aber relativ schnell nachlässt. Häufig tritt eine Sehnenzerrung am Knie durch eine mechanische Krafteinwirkung von außen auf – etwa beim Fußball Spielen. Aber auch beim Gehen kann man sich die Kniesehnen zerren, etwa wenn man ausrutscht und die Balance verliert.

Therapie und Behandlungsformen einer gezerrten Sehne am Knie

Egal welche Sehne nun genau gezerrt ist – Ihr Knie wir stets konservativ behandelt. Eine Therapie mit leichten Schmerzmitteln wie Tabletten ist für die Schmerzreduktion ebenso angezeigt wie eine unmittelbare Kühlung der verletzten Sehne. Dies dient dazu, eine mögliche Schwellung zu unterbinden. In den darauffolgenden Tagen sollte das Knie möglichst geschont werden. Ein Sport-Verzicht sowie achtsames Gehen reichen meist schon aus. Eventuell spendet ein Tape-Verband zusätzliche Sicherheit und Stabilität. Krücken sind – nachdem die eindeutige Diagnose ‚Sehnenzerrung Knie‘ steht – nur selten notwendig.



Falls die Schmerzen stark bleiben und die Bewegung des Knies eingeschränkt ist, sollte zur genauen Abklärung ein Arzt konsultiert werden.

Extra: So beugen Sie einer Sehnenzerrung im Knie vor!

Zerrungen passieren deutlich häufiger, wenn die Muskulatur unvorbereitet für kommende Belastungen ist. So sollten Sie sich vor dem Sport stehts ausreichend aufwärmen und gegebenenfalls auch leicht dehnen. Außerdem treten Sehnenzerrungen besonders häufig bei überanstrengten Beinen auf. Wenn Ihre Muskulatur erschöpft ist, kann sie den Belastungen eines Sprints gegebenenfalls nicht mehr Stand halten – es kommt leichter zu Überdehnungen der Sehnen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (27 Bewertungen. Durchschnitt: 4,37 von 5)
Loading...
Knochenmarködem im Knie - Therapie und Symptome

Knochenmarködem im Knie – Ursache, Therapie, Folgen (Knochenödem Knie)

Knochenmarködem im Knie - Therapie und SymptomeDas Knochenmarködem, welches auch als Transiente Osteoporose bezeichnet wird, bestimmt eine Erkrankung der Knochen. Häufig sind dabei die Hüfte, aber auch das Knie sowie das obere Sprunggelenk betroffen. Als typisches Symptom wird ein spontaner Schmerz bezeichnet. Dabei sind aus statistischer Sicht Männer häufiger anfällig an Knochenmarködemen im Knie als Frauen. In der Regel erkranken Betroffene zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr und weisen ein diffuses Knochenmarködem und diskretes Knochenmarködem vor. Eine eindeutige Diagnose kann zumeist ein MRT (Magnetresonanztomographie) erbringen. Was Sie über das Knochenmarködem und die Therapierbarkeit wissen müssen, erfahren Sie im nachfolgenden Text.

Warum erkrankt das Knie am Knochenmarködem?

Die eigentlichen Ursachen für das Knochenmarködem konnten bis heute nicht eindeutig belegt werden. Traumatische Schäden nach einem Unfall wie Prellung oder Durchblutungsstörungen können jedoch zu Knochenödemen führen. Das primäre Knochenmarködem erscheint im Zuge einer Röntgenuntersuchung oft unauffällig. Hintergrund: die Knochendichte ist beim RT zumeist erst ab einem Knochensubstanzverlust von 40 % erkennbar. Erst nach einigen Monaten ist eine Dichteabnahme deutlich erkennbarer.

Beim sekundären Knochenmarködem ist eine klare Veränderung der Knochen ersichtlich, während Rheumawerte und Blutuntersuchungen weiterhin negativ erscheinen. Aus diesem Grund ist ein MRT empfehlenswerter, lassen sich mit Sicherheit eine Diagnose erstellen und andere Erkrankungen ausschließen. Auch nach einer Arthroskopie (Gelenksspiegelung) ist sein Gelenkschaden besser zu erkennen. Typisch sind häufig Gewebsflüssigkeiten, die sich im Hüftkopf, Sprunggelenk oder Kniebereich ansammeln.

Welche Symptome sind typisch beim Knochenmarködem im Knie?

Wenn Sie unter dem Knochenmarködem-Syndrom (KMÖS) leiden, so werden Sie deutliche Belastungsschmerzen wahrnehmen. Diese Schmerzen werden mit der Zeit intensiver und nehmen kaum mehr ab. Typischerweise sind Einschränkungen in den Bewegungen und speziell im Kniegelenk deutlich. Hierzu zählen

  • Gelenkschmerzen im Knie
  • Belastungsschmerz
  • Schmerzen in Ruhephasen
  • Einschränkungen in der Bewegung
  • Schwellungen
  • Rötungen

sowie andere Krankheitsbilder, die untersucht werden sollten, damit ein Ödem frühzeitig erkannt werden kann.

Verschiedene Therapien verschaffen Linderung

Um eine Verbesserung der Symptome zu schaffen, muss das Knie entlastet werden. Dadurch werden Ihnen auch die Schmerzen genommen. Durch die Vergabe von Medikamenten wie

  • Ibuprofen
  • Diclofenac
  • Tramadol

ist eine Linderung möglich. Weiterhin ist die Physiotherapie hilfreich. Hier können beispielsweise Kompressions- sowie Mikrofrakturen ideal verhindert werden. In der Regel hängt die Behandlung vom Schweregrad des Knochenmarködems im Knie selbst ab. Eine medizinische Behandlung ist in diesen Bereichen schlichtweg unausweichlich. Zu den Therapie zählen mitunter:


  • Konservative Medizin: Die Knochendurchblutung soll verbessert werden. Dies kann mit Infusionen, Lymphdrainagen, Akupunktur, Homöopathie etc. erreicht werden. Hausmittel erbringen häufig nur wenig Linderung.
  • Core decompression: Hierbei wird der betroffene Knieknochen innerhalb einer OP angebohrt, um den Druck vom Knochen durch das Ödem zu senken. Nach der Operation kann es in vereinzelten Fällen für einige Wochen zur Arbeitsunfähigkeit kommen.
  • Schonung: Kühlung und eine mehrwöchige Schonung sorgen dafür, dass sich das Knie erholen kann.

Wie heilt das Knochenödem ab?

Wird das Knochenmarködem im Knie frühzeitig erkannt, sind die Erfolgschancen für eine gute Heilung ohne Folgeschäden sehr gut. Unbehandelt führt das Knochenödem zu einer verringerten Knochendichte (Osteopenie) und Mikrofrakturen. Auch Bewegungseinschränkungen nebst Schmerzen sind keine Seltenheit. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Osteonekrose, einer irreparablen Knochendestruktion, kommen. Nehmen Sie daher Schmerzen im Bereich des Knies, der Hüfte und der Sprunggelenke sehr ernst. Werden die Symptome übergangen, kann es zu langwierigen Heilungsprozessen kommen.

Eile mit Weile

Wird eine Therapie angestrebt, so stehen für Sie die Chancen sehr gut, dass das Knochenmarködem im Knie zurückgeht. Allerdings ist auch während dieser Therapie Geduld notwendig. Die Symptome lassen meist erst nach Ablauf von ein bis sechs Monaten nach. Disziplin im Bereich Krankengymnastik und Sport ist daher überaus wichtig, um wieder vollständig zu genesen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (90 Bewertungen. Durchschnitt: 4,94 von 5)
Loading...
Riss im Innenmeniskus

Innenmeniskusriss – Symptome, Folgen, Therapie (Riss im Innenmeniskus)

Riss im InnenmeniskusDer Innenmeniskusriss (auch als Innenmeniskusruptur bekannt) zählt zu den bekanntesten Sportverletzungen. Sind die Beine oder das Knie bei einem Unfall betroffen, so trifft es ca. in 50 % der Fälle den Meniskus. Dabei sind Männer doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Nicht nur die Schmerzen sind beim Innenmeniskusriss markant, auch das Knie ist in seiner Funktion deutlich eingeschränkt. In einigen Fällen muss ein künstlicher Meniskus oder ein Spendermenikus verwendet werden. Wie sich ein Meniskusriss äußert und welche Therapie für Sie geeignet ist Menikusriss erfahren Sie im Folgenden.

Wofür ist der Innenmeniskus zuständig?

Der Meniscus mediales (Innenmeniskus) stellt sich der Definition nach als Knorpel dar und befindet sich seitlich des Kniegelenkes im Bereich des Ober- sowie Unterschenkelknochens. Im Grunde ist er dazu da, um Stöße und Erschütterungen abzufedern sowie Reibungen zwischen den Knochen zu verhindern. Nicht umsonst wird dieser Knorpel gern als „Stoßdämpfer des Knies“ bezeichnet. Im Zusammenspiel mit dem Außenmeniskus sowie den Seiten- und Kreuzbändern ist der Innenmeniskus dafür verantwortlich, dass die Bewegungen des Knies reibungslos verlaufen. Wird der Innenmeniskus allerdings beschädigt, kommt es zu Schmerzen und Beweglichkeitseinschränkungen im ganzen Kniebereich.

Wie entsteht ein Innenmeniskusriss?

Häufig wird Sport als Ursache für den Innenmeniskusriss genannt, aber auch Verschleißgründe können vorliegen. Daher kann es sowohl jüngere als auch ältere Menschen treffen. Zumeist werden folgende Gründe für den Meniskusriss genannt:

  • Unfall oder Gewalteinwirkung: Sportunfälle, Stürze oder Gewalt sind die meistgenannten Ursachen. Ist das Knie betroffen, so werden oft die Menisken angesprochen. Vor allem bei Stürzen, Drehungen oder Verrenkungen kann der innere Meniskus Schaden nehmen.
  • Verletzungen im Kniebereich: Gab es bereits Kniefrakturen oder anderweitige Verletzungen, so kann es durchaus zu einer Folgeverletzung kommen. Hier kommen auch Meniskusprothesen oder Transplantationen zum Zuge.
  • Vorerkrankung Kniegelenk: Verschleißerscheinungen wie bei einer Arthrose können auch den Innenmeniskus betreffen. Übergewicht und ungesunde Ernährung sind dafür maßgeblich. Durch die Belastung kommt es zu einem verfrühten Verschleiß, wobei auch Gelenkverletzungen wie ein Meniskusriss aufkeimen können.
  • Überbelastung Kniegelenk: Nicht nur Übergewicht, auch schweres Heben belasten die Knie. Hierbei kann es zu Rissen im Knorpelbereich kommen, die sich infolgedessen zu einem Innenmeniskusriss ausweiten.

Welche Symptome sind zu erwarten?

Da der Innenmeniskus keine Nervenenden besitzt, schmerzt sogar eine Ruptur oftmals nicht. Doch die benachbarten Muskeln sowie das Bändern- und Sehnengewebe sind gereizt, was zu starken Schmerzen führen kann. Unterschieden wird in der Regel zwischen verschiedenen Meniskusschäden:

  • Grad 1: punktuelles Signal im Meniskus ohne Oberflächenkontakt
  • Grad 2: horizontales Signal ohne Oberflächenkontakt
  • Grad 3: Signal, welches bis zur Meniskusoberfläche gelangt
  • Grad 4: Verletzung reicht bis zum Meniskusrand



Welche Therapien sind beim Innenmeniskusriss vorzunehmen?

Nach der Anamnese ist eine körperliche Untersuchung notwendig. Zunächst wird das betroffene Knie abgetastet und die typischen Erkrankungsanzeichen mittels Test kontrolliert. Neben einer Arthroskopie (Kniegelenksspiegelung) folgen auch oftmals ein RT (Röntgenuntersuchung) sowie ein MRT (Magnetresonanztomographie). Durch diese Maßnahmen lässt sich eine weitere Behandlung bestimmen. Je nach Grad der Verletzung erhalten Sie folgende Anweisungen:

  • Schonung: Ist der Innenmeniskusriss während des Sports erfolgt, so muss das Training direkt eingestellt und das Knie ruhig gehalten werden. Eine Kühlung sowie das Anlegen einer Bandage sind ideal, um Blutergüsse, Schwellungen und andere Beschwerden zu lindern.
  • Medikamente: Schmerzmittel sind eine gute Unterstützung für Ihre Verletzung. Sollte es zu Entzündungen kommen, können ebenso Antirheumatika sinnvoll sein.
  • Operation: Eine OP kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Dabei kann eine Meniskusnaht, eine Meniskusteilresektion, eine Teilprothese oder Transplantation in Frage kommen.
  • Physiotherapie: Nach der OP ist die Unterstützung von Physiotherapeuten maßgeblich. Dieser kann wertvolle Übungen zur Heilung erbringen.

Muss ein Meniskusriss immer operiert werden?

Nicht immer ist eine OP von Nöten – darüber entscheidet allerdings Ihr Arzt, wie sich der Riss alternativ behandeln lässt. Bis zur völligen Heilung des Innenmeniskusrisses können allerdings mehrere Wochen bis Monate vergehen. Vor allem komplexe Risse bedürfen eines langwierigeren Heilungsablaufes. Schienen, Stützen und Bandagen verhelfen Ihnen, dass die Symptome gelindert und Dauer der Heilung verkürzt werden können. Langes Sitzen ist zu vermeiden, ein sanfter Einstieg in die Bewegung ist ratsam. Gepaart mit Krankengymnastik wird so das Kniegelenk verbessert und eine Genesung angestrebt.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (590 Bewertungen. Durchschnitt: 4,99 von 5)
Loading...
Knie brennt wie Feuer vor Schmerzen

Brennen im Knie – Kniegelenk – Ursachen und Tipps

Knie brennt wie Feuer vor SchmerzenEs gibt etliche Gründe und Ursachen für brennende Knie. Je nachdem ob noch weitere Symptome wie Schmerzen in anderen Körperregionen vorliegen und wie intensiv das Brennen ist, muss von mehr oder weniger starken Verletzungen oder Erkrankungen ausgegangen werden. Im Folgenden versuchen wir dabei, ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen und konzentrieren uns einmal auf die häufigsten Ursachen brennender Knie.

Mögliche Ursachen für das Brennen im Knie

Arthrose und Gicht sind zwei Erkrankungen, die für ein brennendes Gefühl im Kniegelenk und hinter der Kniescheibe verantwortlich sein können. Die Arthrose ist die Folge einer übermäßigen Knorpelabnutzung im Kniegelenk. Die Folge sind massive Schmerzen beim Gehen und bei Bewegungen des Knies. Bei der Gicht treten die Schmerzen sehr plötzlich – oftmals über Nacht – auf. Hier sind Kristalle, die sich aufgrund der Stoffwechselerkrankung im Gelenk anlagern, für Schmerzen und Brennen im Knie kennzeichnend. Häufig werden diese Symptome von Fieber und Schmerzen in anderen Gelenken begleitet.

Auch eine Entzündung – verursacht durch Bakterien oder Vieren – kann für ein Brennen der Knie verantwortlich sein. Insbesondere auch dann, wenn eine offene Wunde an der Kniekehle oder oben am Knie vorliegt und diese verunreinigt wurde.

Zu guter Letzt verursachen aber auch Verletzungen der Muskeln oder Bänder am Kniegelenk häufig einen brennenden Schmerz. Sie sehen also, es ist bei weitem nicht trivial die eigentlich Ursache für ein Brennen im Knie herauszufinden. Allein schon aufgrund dieser Vielzahl an möglichen Hintergründen sollten Sie nicht auf einen Besuch beim Hausarzt verzichten!

Wann tritt das Brennen am Knie auf?

Brennen im Knie beim Beugen und Sitzen: Tritt das Brennen beim Sitzen oder Beugen der Knie auf, so ist vielleicht das Innenband verletzt. Auch Verletzungen der Beuger-Muskulatur kann für das Brennen an der Kniescheibe oder auch an der Außenseite des Knies kennzeichnend sein. Brennen die Knie hingegen beim Ausstrecken des Knies, etwa beim Aufstehen, so sind die Strecker-Muskeln womöglich gezerrt oder anderweitig verletzt. Hier brennt vermutlich vor allem die Kniekehle sowie die Innenseite des Knies.

Brennen im Knie bei Berührung: Liegt das Gefühl vor, es brennt nur die Haut aber nicht das eigentlich Kniegelenk selbst, so ist vielleicht ein Sonnenbrand oder eine Infektion der Haut auf dem Knie verantwortlich. Insbesondere dann, wenn die brennenden Schmerzen unabhängig von der Bewegung des Knies auftreten, ist eine derart gelagerte Ursache wahrscheinlich. Dies kann dann auch die Außenseite sowie die Innenseite des Knies betreffen. Häufig ist allerdings auch die Gicht für eine enorme Berührungsempfindlichkeit am jeweiligen Gelenk verantwortlich – dies gilt es abzuklären.



Brennen im Knie nach Belastung: Brennt das Knie nach einer großen Belastung, etwa nach dem Sport oder beim Heben schwerer Gegenstände, so kann es aufgrund einer Überbelastung zu einer Bänderverletzung oder einer Verletzung des Meniskus gekommen sein. Patienten sollten in diesem Fall das Knie hoch lagern, kühlen und anschließend untersuchen lassen. Prinzipiell kann es auch sein, dass sich eine Arthrose unmittelbar nach einer Belastung besonders intensiv in Form eines brennden Gefühls meldet.

Kniegelenk, Kniescheibe, Kniekehle oder brennt nur die Haut am Knie?

Sie sehen: Es kommt wirklich darauf an genau zu bestimmen, welches Areal des Knies gerade brennt – und wann! Sofern das Knie nicht brennt wie Feuer, sollten Sie immer zunächst darum bemüht sein, die Schmerzen durch Kühlung zu reduzieren und gegebenen Falls einer Schwellung durch das Hochlagern des Beins zuvor kommen. Hört das Brennen nicht auf oder gesellen sich noch weitere Symptome hinzu, gilt es unverzüglich einen Arzt zu konsultieren. Nach Möglichkeit sollten Sie es vermeiden, mit schmerzenden, brennenden Knien Auto zu fahren.

Für weitere Informationen siehe auch: Hitze im Knie (Heiße Knie)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (89 Bewertungen. Durchschnitt: 4,74 von 5)
Loading...
Funktion, Aufbau und Anatomie der Kniemuskulatur bzw. Kniemuskeln

Kniemuskeln – Aufbau, Anatomie und Funktion der Kniemuskulatur

Funktion, Aufbau und Anatomie der Kniemuskulatur bzw. KniemuskelnDie Muskulatur unseres Körpers sorgt durch Kontraktion dafür, dass sich unser Körper bewegt. Im Falle des menschlichen Knies wirken insgesamt acht Kniemuskeln im Kniegelenk, sowie die gesamte Beinmuskulatur und ein gutes Dutzend Bänder zusammen, um einen flüssigen Gang und ein schnelles Rennen zu ermöglichen. Um auch im Alter noch einen funktionstüchtigen Bewegungsapparat zu besitzen, ist regelmäßiges Training der Kniemuskeln – durch spezielle Dehnübungen sowie Krafttraining – notwendig.

Kniemuskulatur Anatomie im Detail + Funktion

Während man im Alltag häufig von Beinmuskulatur spricht, so sind im Kern wirklich nur genau acht Muskeln unmittelbar am Kniegelenk positioniert. Diese sind:

  • Für die Streckung des Knies (Extension) sind die sog. Strecker verantwortlich. Dazu gehört der große vierköpfige Streckmuskel Musculus quadriceps femoris, welcher dem Oberschenkelknochen oben auf liegt. Die vier Köpfe dieses Kniemuskels setzen an der Schienbeinbeule an und strecken somit das Knie bei Kontraktion.
  • Für die Beugung des Knies (Flexion) sind die sog. Beuger zuständig. Das übernimmt der Schneidermuskel Musculus sartorius. Auch der zweiköpfige Oberschenkelmuskel sowie der Wadenmuskel Musculus gastrocnemius spielen bei der Beugung eine zentrale Rolle.
  • Die Außenrotation übernimmt der Musculus biceps femoris
  • Die Innenrotation (Einwärtsdrehung) des Knies ist Aufgabe von Musculus semitendinosus, Musculus semimembranosus, Musculus gracilis und Musculus popliteus.

Das Zusammenspiel aus Kniemuskeln und Kniebänder ermöglicht die vier Bewegungsformen – Beugung, Streckung, Innenrotation sowie Außenrotation – des Knies.

Aufbau der Kniemuskeln

Bei der Kniemuskulatur handelt es sich ausschließlich um quergestreifte Muskulatur, die willkürlich kontrahierbar ist. Die Muskeln sind über Sehnen mit den Gelenken und knöchernen Strukturen verbunden. Jeder Muskel wird von einem Bindegewebsschlauch – der Faszie – umhüllt und besteht dabei aus einzelnen Muskelfasern. In diesen Myofibrillen gibt es einzelne Kompartimente, sog. Sarkomere, in denen Aktion und Myosin-Strukturen je nach Kontraktionsstufe mehr oder weniger stark ineinander gleiten. Insofern unterscheiden sich die Kniemuskeln nicht von den Skelettmuskeln an anderen Gelenken. Wobei jedoch anzumerken ist, dass das Zusammenspiel der einzelnen Kniemuskeln sowie der Bänder äußerst komplex ist und für einen gezielten, koordinativen Gang eine entscheidende Rolle einnimmt.


Training und Übungen für die Kniemuskulatur

Werden die Muskeln im Knie nicht gefördert und trainiert, verkümmern sie gerade im Alter zunehmend. Dies wiederum erhöht die Verletzungsgefahr und vermindert die Mobilität. Daher ist bis ins hohe Alter ein regelmäßiges Training der Kniemuskulatur von fundamentaler Bedeutung. Natürlich gibt es Übungen um die Kniemuskeln zu stärken. Doch am Besten ist es natürlich, bewegungsintensiv zu leben. Das bedeutet, viel zu Fuß zu marschieren, häufig mit dem Fahrrad zu fahren und alle paar Wochen schwimmen zu gehen.

Wer noch mehr üben will, kann beispielsweise mit Kniebeugen den Muskelapparat stärken. Auch die Beinpresse ist eine beliebte und effektive Trainingsmethode, sofern das Kniegelenk gesund ist. Die allgemeine Beweglichkeit der Kniemuskeln wird zudem durch Mannschaftssportarten wie Volleyball oder Handball sowie Fußball gesteigert.

Verletzungen der Kniemuskeln

Häufige Verletzungen der Kniemuskulatur sind Muskelzerrungen und Muskeldehnungen. Eine Stufe schlimmer sind dann bereits Muskelfaserrisse. All diese Verletzungen sind in aller Regel ohne Operation behandelbar. Reißt hingegen der komplette Muskel am Kniegelenk ab, so reichen konservative Behandlungsmethoden nur in den seltensten Fällen und bei intakter Faszie aus. Generell gilt es bei muskulären Verletzungen immer die sogenannte PECH-Regel zu beherzigen, die besagt: Pausieren, Kühlen mit Eis, eine (Druck-)Kompression anlegen und das betroffene Areal hochlagern. Dies sorgt dafür, dass die Schwellung nicht zu stark wird. Anschließend ist natürlich unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Häufig wird dann der betroffene Kniemuskel geröntgt, um anhand der Bilder vom Kniemuskel das weitere Vorgehen zu entscheiden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (86 Bewertungen. Durchschnitt: 4,10 von 5)
Loading...